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Frankfurts 2:1 in Hoffenheim : Und dann kamen Rebic und Jovic

Torschütze und Vorlagengeber: Luka Jovic (links) mit seinen Teamkollegen beim Spiel gegen Hoffenheim. Bild: dpa

Ein Tor, eine Vorlage per Traumpass: Luka Jovic war der Mann des Spiels beim Eintracht-Sieg in der Bundesliga. Doch ein anderer Frankfurter stand ebenfalls im Mittelpunkt. Hoffenheims Aufholjagd kam zu spät.

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          Die Serie ist gerissen. Gegen ihren langjährigen Lieblingsgegner Eintracht Frankfurt hat die TSG Hoffenheim nach zuletzt mehreren Siegen nun das verflixte siebte Spiel verloren. Das 1:2 gegen die Hessen schmerzt die Hoffenheimer, denn damit geht für die Mannschaft von Trainer Julian Nagelsmann eine ernüchternde Arbeitswoche zu Ende. Begonnen hatte diese mit einem 1:2 gegen RB Leipzig, ehe ein paar Tage später die knappe Niederlage mit dem gleichen Ergebnis in der Champions League gegen Manchester City folgte. Und nun das 0:2 gegen die vor allem in der Offensive starke Eintracht, für die Ante Rebic (40.) und Luka Jovic (46.) die Tore erzielten. Der Hoffenheimer Anschlusstreffer durch Nelson Reiss kam zu spät (82.).

          Bundesliga

          Die Eintracht, die am magischen Donnerstagabend noch in der Europa League beim 4:1 gegen Lazio Rom ein Spektakel gezeigt hatte, geht als Tabellensiebter höchst entspannt in die zweiwöchige Punktspielpause. „Wir haben eine tolle Woche hinter uns mit drei Siegen. Hier in Hoffenheim zu gewinnen, ist aber das Sahnehäubchen“, sagte demzufolge Eintracht-Trainer Adi Hütter. „Hoffenheim war sicherlich die spielerisch bessere Mannschaft. Das Tor von Ante Rebic hat den Spielverlauf auf den Kopf gestellt.“ TSG-Kollege Nagelsmann meinte derweil: „Wir hatten genügend Chancen, um den Gegner in der ersten Halbzeit zumindest anzuknocken. Dann machen wir quasi ein Eigentor. Wir hatten uns in der Pause viel vorgenommen. Der Anschlusstreffer kam aber zu spät. Wir haben viel Qualität, aber es gehört auch dazu, Tore zu schießen, wenn man überlegen ist. Gerade macht es wenig Spaß.“

          Dass beide Mannschaften nach sieben Runden punkt- und torgleich im Mittelfeld der Tabelle standen, wurde von Beginn an deutlich. Weder die Hoffenheimer noch die Frankfurter vermochten sich vor knapp 30.000 Zuschauern in der Sinsheimer Arena Vorteile herauszuspielen, und so dauerte es auch bis zur 14. Minute, ehe erstmals auf das Tor des Gegners geschossen wurde. Doch die Aktion von Nico Schulz war ähnlich harmlos wie die des Eintracht-Profis Jovic (22.) kurz darauf.

          Mehr Kultur kam immer dann ins Spiel, als Rebic am Ball war. Dieser wuchtige Stürmer, nicht nur von den Frankfurter Verantwortlichen als Unterschiedsspieler bezeichnet, hätte schon als Torvorbereiter glänzen können, wenn Jovic und Jonathan de Guzman seine Vorlage veredelt hätten, doch sie verpassten (24.). Besser machte es der kroatische Weltmeisterschaftszweite, der die Sache entschlossen selbst in die Hand nahm, beim überraschenden Führungstreffer der Frankfurter allerdings von einem kapitalen Fehleinwurf des Hoffenheimers Florian Grillitsch profitierte.

          Der hatte in Höhe der Mittellinie, warum auch immer, den Ball zu Jovic geworfen, der sofort per Traumpass auf Rebic spielte. Dieser machte es ähnlich wie im Pokalfinale gegen die Bayern und hob die Kugel über den weit vor den Pfosten stehenden TSG-Keeper Oliver Baumann zum 0:1 ins Tor (40.). Zu diesem Zeitpunkt hätten normalerweise die Kraichgauer zumindest 1:0 führen müssen, denn sie waren offensiv agiler, hatten aber zweimal Pech, als der Ball nach einem Kopfball von Leo Bittencourt (29.) sowie nach einem Schuss von Kerem Demirbay (39.) jeweils von der Latte zurück ins Spielfeld prallte.

          Unmittelbar nach dem Seitenwechsel folgte der zweite Tiefschlag für die TSG. Diesmal war es Jovic, der Baumann mit einem Schuss aus zentraler Position überwand. 2:0 für die Eintracht – sollte diese strapaziöse Arbeitswoche tatsächlich mit dem dritten Sieg im dritten Spiel zu Ende gehen? Erst das 4:1 in der Bundesliga gegen Hannover 96, dann das furiose 4:1 in der Europa League gegen Lazio Rom. Und nun das 2:0 im Kraichgau.

          Anweisungen vom Spielfeldrand: Hoffenheims Trainer Julian Nagelsmann (links) spricht mit Nationalspieler Nico Schulz.

          Bis es wirklich so weit war und sich die Frankfurter über den Sprung auf Platz sieben freuen konnten, musste gegen stürmische Hoffenheimer bis zum Schluss Schwerstarbeit geleistet werden. So rettete der abermals überragende Makoto Hasebe auf der Linie (64.). Als Reiss mit rechts das 1:2 gelang (82.), schöpfte die TSG noch einmal Hoffnung. Doch der Vorsprung der Eintracht hielt – auch, weil Torwart Kevin Trapp in der dritten Minute der Nachspielzeit glänzend den Kopfball von Ishak Belfodil parierte.

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