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Eintracht gegen Hertha : Berlin-Fahrer verlieren gegen Berlin

Enttäuschung nach dem Pokal-Hype: Die Eintracht mit Makoto Hasebe (links) verliert gegen Hertha Bild: EPA

Eintracht Frankfurt kehrt auf den Boden der Realität zurück: Nach dem 0:3 gegen Hertha BSC droht dem Pokal-Finalist der Verlust des Europa-League-Platzes. Für Makoto Hasebe ist die Bundesligasaison nach einer Tätlichkeit wohl vorzeitig beendet.

          Die Eintracht ist und bleibt kein Verein für Fußballfreunde mit schwachen Nerven. Die Englische Woche, die sich dem angekündigten Wechsel Niko Kovacs zum FC Bayern anschloss, beendeten die Frankfurter mit einem Misserfolg: Durch das 0:3 gegen Berlin erhöhte sich für sie drei Spieltage vor Saisonende die Spannung im Kampf um die internationalen Startplätze weiter. Für den demnächst scheidenden Trainer gab es im ersten Heimspiel nach seiner Entscheidung, demnächst den Rekordmeister zu betreuen, Pfiffe von einem Teil des Publikums. Für die Hessen war es die erste Niederlage im eigenen Stadion seit Mitte Dezember.

          Vier Tage nach dem Pokalhalbfinale „auf“ Schalke, das die Hessen dank einer großen Energieleistung gewonnen hatten, begannen sie das vorletzte Heimspiel der Runde mit einer auf fünf Positionen veränderten Startelf. Kovacs Rotation war auch den Verletzungen einiger Leistungsträger geschuldet. Sein Pendant an diesem Nachmittag, Pal Dardai, schickte ebenfalls vier neue Hertha-Gesichter aufs Feld - und strich Mitchell Weiser komplett aus dem Kader. Der Berliner Jungstar soll sich mit der Konkurrenz aus Leverkusen über einen Wechsel in diesem Sommer verständigt haben.

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          Jovic, der umjubelte Matchwinner auf Gelsenkirchen, stand auch am Samstag gleich im Fokus. Erst geriet er freistehend vor dem Berliner-Keeper Rune Jarstein in Rücklage und hob so den Ball mit dem linken Fuß übers Tor (9. Minute). Anschließend eroberte Jovic nach einem Missverständnis in der gegnerischen Abwehr die Kugel, bediente den aufgerückten Mijat Gacinovic, der jedoch nur die Latte traf (19.). Auch ein Fernschuss von Kapitän David Abraham fand nicht ins Ziel (45.).

          Wenn überhaupt, dann wagte sich Berlin zögerlich nach vorne, wobei es Davie Selke als zentralem Stürmer zunächst an Durchschlagskraft fehlte. Nach dem Seitenwechsel schoss er die Hertha aber mit einem verwandelten Elfmeter in Führung (58.). Selke war zuvor bei einem Zweikampf mit Hasebe im Strafraum zu Boden gegangen, und Referee Sascha Stegemann zeigte nach Studium der Videobilder auf den Strafstoßpunkt. Ein umstrittenes Urteil.

          Und für die Berliner kam es noch besser: In der 77. Minute baute Mathew Leckie aus abseitsverdächtiger Position den Vorsprung aus. In der Schlussphase fehlten den Frankfurtern Kraft und Konzept, um die Wende einzuleiten. Zu allem Überfluss verloren sie auch noch Hasebe nach Tätlichkeit an Selke wegen einer Roten Karte (80.), wodurch Hasebe in dieser Bundesligaspielzeit vermutlich nicht mehr zum Einsatz kommen dürfte. Alexander Esswein traf in der Nachspielzeit zum 0:3-Endstand.

          Elfmeterentscheidung überprüft: Schiedsrichter Sascha Stegemann konsultiert vor dem Strafstoß zum 0:1 die Videobilder Bilderstrecke

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