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Frankfurt - Berlin 1:0 : Mittelmäßige, aber erfolgreiche Eintracht

  • -Aktualisiert am

Goldenes Tor zum Auftakt: Amanatidis Bild: REUTERS

Es war kein Augenschmaus, aber die ersten Punkte sind gesichert. Kapitän Amanatidis köpfte die Frankfurter Eintracht zum 1:0-Sieg gegen Hertha BSC. „Darauf bauen wir auf“, sagte Verteidiger Marco Russ. Von Bernhard Böth.

          2 Min.

          Nachdem Ioannis Amanatidis das 1:0 gegen die Berliner Hertha erzielt hatte, erschien auf dem Videowürfel der Frankfurter WM-Arena die Blitztabelle. Und siehe da, wer hätte das gedacht? Die heimische Eintracht punkt- und torgleich mit dem scheinbar übermächtigen FC Bayern an der Tabellenspitze. Nun, es war eine Momentaufnahme und die „Europapokal“-Sprechchöre verhallten genauso schnell, wie sie aufgekommen waren.

          Der Saisonauftakt ist den Hessen dank des Kopfballtreffers von Kapitän Amanatidis (31.) jedenfalls geglückt. Doch es wurde deutlich, dass Trainer Friedhelm Funkel mit seiner Mannschaft noch viel Arbeit vor sich hat, um das ausgegebene Saisonziel „45 plus X“ zu erreichen. „Bei allen Spielern ist noch Luft nach oben“, stellte Funkel fest. „Insgesamt haben wir schwerfällig agiert und kein zwingendes Spiel gezeigt“, bilanzierte auch Vorstandschef Heribert Bruchhagen treffend.

          Streit von links mit rechts

          Mit zwei Neuzugängen - Mehdi Mahdavikia und Junichi Inamoto - gestartet, gaben die Frankfurter in der ersten Hälfte den Ton an. Zwingende Torchancen blieben zunächst jedoch Mangelware. Zweimal scheiterten die Hessen per Kopf, ehe Albert Streit maßgerecht von links mit rechts flankte und Amanatidis vollstreckte.

          Vorsicht, Überflieger

          „Meine Aufgabe ist es, Chancen vorzubereiten“, sagte Streit, der nach dem geplatzten Wechsel zum FC Schalke von Pfiffen verschont blieb und vor den 45.900 Zuschauern in einem insgesamt zerfahrenen Spiel eine gute Vorstellung zeigte. Streit war es, der zehn Minuten vor Schluss die Frankfurter Zuschauer hätte erlösen können. „Toreschießen muss ich noch üben“, gab der Mittelfeldspieler zu, nachdem er den Ball frei vor Torwart Jaroslaw Drobny über die Latte geschossen hatte.

          Schlussphase heil überstanden

          Insgesamt tat sich die Eintracht im zweiten Durchgang gegen nun besser agierende Herthaner schwer. „Wir haben spielerisch nicht auftrumpfen können, aber dafür umso besser gekämpft“, sagte Innenverteidiger Marco Russ. Mit Kampf und Moral ist es den Frankfurtern letztlich gelungen, den Sieg über die Zeit zu retten, was in der letzten Spielzeit nicht immer gelungen war. „Wir haben gesehen, was wir können“, befand Russ. „Darauf bauen wir auf.“

          Auf die Frage, ob er von der Hertha mehr erwartet habe, antwortete Trainer Funkel kurz und trocken: „Nein.“ Doch die Eintracht tut gut daran, nach dem dreifachen Punktgewinn zum Auftakt auf Europapokal-Träumereien, wie sie im Umfeld nun einmal traditionell zur Tagesordnung gehören, zu verzichten.

          „Mit Glück und Geschick“

          Die Gäste waren unter ihrem neuen Trainer Lucien Favre nach einer turbulenten Saisonvorbereitung noch nicht wirklich auf den Bundesliga-Start vorbereitet, und doch brachten sie die Frankfurter in Halbzeit zwei ab und zu in Bedrängnis. „Diese Phase haben wir mit Glück und Geschick überstanden“, meinte Funkel.

          Beim Auswärtsspiel in Bielefeld am kommenden Samstag muss sich die Eintracht steigern, um den ebenso siegreichen Arminen (3:1 beim Magath-Klub Wolfsburg) Paroli bieten zu können. So versprach der ehemalige Hamburger Mahdavikia, der wie der Japaner Inamoto einen durchwachsenen Einstand im Eintracht-Trikot feierte: „Wir werden in den nächsten Wochen besser spielen.“ Und damit werden die Hessen zunächst weiter zum Bundesliga-Mittelmaß gehören. Mehr aber auch nicht.

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