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1:1 gegen Frankfurt : Fortuna nach Trainerwechsel im Pech

  • -Aktualisiert am

Uwe Rösler und Fortuna Düsseldorf bekommen nur einen Punkt beim Debüt des neuen Trainers. Bild: EPA

Was für ein bitterer Einstand! Mit dem neuen Coach ist Düsseldorf auf Kurs gegen Frankfurt. Doch mit der letzten Aktion kommt die Eintracht zum Ausgleich. Auch der Videoassistent kann nicht mehr helfen.

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          Uwe Rösler blickte betreten zu Boden. Seine Premiere an der Seitenlinie eines Fußball-Bundesligaklubs hätte kaum bitterer verlaufen können. Fortuna Düsseldorf, seine neue Mannschaft, sah bereits wie der sichere Sieger aus, da griff der Videoschiedsrichter noch mal ins Geschehen ein und überstimmte den Linienrichter vor Ort. Das Ergebnis: Tor für Eintracht Frankfurt, 1:1. Wenige Sekunden später war Schluss – und die Fortuna stand auch nach 20 Spieltagen noch auf einem direkten Abstiegsplatz.

          Bundesliga

          Das dürfte auch Vorstandschef Thomas Röttgermann hart getroffen haben. Der hatte ja nicht nur einen neuen Trainer verpflichtet, sondern in Friedhelm Funkel auch einen alten entlassen. Im Vorfeld hatte er deswegen mit diversen Unmutsbekundungen seitens des Publikums gerechnet. Doch die fielen mit zwei, drei Plakaten recht schmal aus. Kein Vergleich zur Situation von vor einem Jahr, als ein wahrer Volksaufstand Funkel einen neuen Vertrag bescherte und dem damaligen Vorstand Robert Schäfer den Job kostete. Weil die danach wie entfesselt auftretende Fortuna in der Rückrunde bis auf Rang zehn kletterte, wuchs Funkels Macht immer weiter. Und mit ihr sein Selbst- und Sendungsbewusstsein.

          Vor allem Letzteres missfiel dem neuen Vorstand, der bei seinem wichtigsten Angestellten eine stetig wachsende Diskrepanz zwischen Schein und Sein ausmachte. Zwar verlängerte er wegen des öffentlichen Drucks kurz vor Weihnachten noch mal dessen Vertrag, doch nach zwei Niederlagen zum Start des neuen Jahres und dem Sturz ans Tabellenende war es nun vorbei. Nachfolger Uwe Rösler wirkt dagegen wie der Anti-Funkel. Bei seiner Vorstellung am Mittwoch gab sich der 51 Jahre alte Thüringer distanziert und wortkarg. Auch inhaltlich kam nicht viel jenseits der üblichen Fußballphrasen. Er dürfte einige Zeit brauchen, um die rheinischen Herzen zu erobern.

          Am besten geht das mit positiven Ergebnissen. Und das hatte Rösler durchaus im Sinn, als er am Samstag gegen Frankfurt zum ersten Mal in der Bundesliga eine Mannschaft aufs Feld schickte. Zu der gehörte nicht nur Mittelfeldspieler Valon Berisha, den die Fortuna erst am Donnerstag verpflichtet hatte, sondern auch Spielmacher Kevin Stöger, der erstmals in dieser Saison in der Startelf stand. Die Idee war klar: Mutiger und offensiver als unter Funkel sollte die Fortuna zum ersten Sieg des neuen Jahres kommen.

          Das ließ sich auch gut an. Fast alles lief über das neue Zentrum mit Berisha und dem starken Stöger. Nach einer Viertelstunde hatten die Düsseldorf mehr Ballbesitz, mehr gewonnene Zweikämpfe und mehr Torschüsse. Doch lange hielt der Schwung nicht, je länger das Spiel dauerte es, desto mehr verflachte es. So brauchte es schon einen abgefälschten Freistoß von Kaan Ayhan zwölf Minuten vor dem Ende für das vermeintlich erlösende 1:0. Doch dabei blieb es nicht, in der Nachspielzeit traf Timothy Chandler noch zum Ausgleich. Der Schiedsrichter-Assistent hob zwar die Fahne, nach Ansicht der Videobilder war aber keine Abseitsposition erkennbar – und der Treffer fand Anerkennung.

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