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Folge der Corona-Krise : BVB mit hohen Verlusten im ersten Quartal

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BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke spürt die Folgen der Corona-Krise in der Bilanz. Bild: dpa

Die Corona-Krise macht auch vor den Branchenriesen im Profifußball nicht Halt. Borussia Dortmund verzeichnet im ersten Quartal ein sattes Minus von 35,8 Millionen Euro. Und die Zukunftsaussichten sind nur bedingt besser.

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          Borussia Dortmund bekommt die Auswirkungen der Corona-Pandemie merklich zu spüren. Wie der an der Börse notierte Fußball-Bundesligist am Freitag mitteilte, betrug das Minus im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2020/2021 35,8 Millionen Euro. Die Konzernumsatzerlöse fielen auf 56,5 Millionen Euro (Vorjahr: 112,4 Mio. Euro). Der BVB verwies auf den Corona bedingten verspäteten Saisonbeginn erst Mitte September, auf Spiele mit wenigen oder keinen Zuschauern und auf Veränderungen bei der Ausschüttung von TV-Geldern.

          „Infolge der COVID-19-Pandemie und des damit einhergehenden deutlich späteren Starts der sportlichen Wettbewerbe (...) sowie einer Umstellung der Ausschüttung der Bundesliga-TV-Entgelte kommt es im Vergleich zum Vorjahresquartal zu wesentlichen Erlösverschiebungen in die folgenden Quartale des Geschäftsjahres“, teilte der BVB mit. Zudem hätten sich die „fortwährenden Einschränkungen des öffentlichen Lebens“ ausgewirkt.

          Allerdings geht die BVB-Geschäftsführung nach eigenem Bekunden für das zweite Quartal „von einem nahezu ausgeglichenen Quartalsergebnis aus“. Vor dem Hintergrund „der hohen Ungewissheit hinsichtlich der weiteren Entwicklung der Covid-19-Pandemie zum heutigen Zeitpunkt“ könne „noch keine Ergebnisprognose für das Gesamtgeschäftsjahr 2020/2021 abgegeben werden“.

          Im Geschäftsbericht für das abgelaufene Jahr (Fehlbetrag: 45 Millionen Euro) hatte der BVB für 2020/21 mit 70 bis 75 Millionen Euro Verlust kalkuliert, allerdings noch mit eingeplanten 20 Prozent der Zuschauereinnahmen für die laufende Saison. Sollten weiterhin Geisterspiele ausgetragen werden müssen, werde dies nicht zu halten sein, hatte Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke zuletzt erklärt. Schon die vergangene Saison hatte der BVB mit einem Minus von fast 44 Millionen Euro abgeschlossen.

          Watzke steht derweil für die Nachfolge von Christian Seifert bei der Deutschen Fußball Liga (DFL) definitiv nicht zur Verfügung. „Um Gottes Willen, nein. Das ist völlig ausgeschlossen“, sagte Watzke am Freitag im Interview bei Sky Sport News HD. Der DFL-Geschäftsführer Seifert (51) wird seinen Ende Juni 2022 auslaufenden Vertrag nicht verlängern. Ein Nachfolger ist nicht in Sicht. „Ein Job irgendwo beim DFB oder bei der DFL oder was auch immer passt überhaupt nicht zu mir“, sagte Watzke (61), dessen Amtszeit beim BVB 2022 endet.

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