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Bundesliga Home Challenge : „Ich muss sagen: Das war Wahnsinn!“

  • Aktualisiert am

Auch Schiedsrichter Deniz Aytekin mischte bei der „Bundesliga Home Challenge“ mit. Bild: Picture-Alliance

Der Fußball pausiert weiter wegen der Corona-Krise. Einige nutzen die Pause für die „Bundesliga Home Challenge“. Diesmal ist auch ein Team aus Schiedsrichtern im Einsatz – und schlägt sich gar nicht schlecht.

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          Die Fußball-Bundesliga setzt in der Zwangspause wegen der Coronavirus-Pandemie weiter auf die Fußballsimulation Fifa 20 als Alternativprogramm. Am zweiten Spieltag der „Bundesliga Home Challenge“ war am Samstag erstmals auch ein Schiedsrichter-Team des DFB um Deniz Aytekin im Einsatz. Borussia Mönchengladbachs Fußballer Jonas Hofmann und der sogenannte E-Sportler Yannik „Jeffry 95“ Reiners entschieden das Duell gegen die Schiedsrichter mit 5:2 für sich.

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          Chancenlos war das Schiedsrichter-Duo aber nicht: Aytekin gelang ein 2:1-Erfolg gegen Hofmann. Daniel Schlager unterlag dagegen Reiners mit 0:4. „Ich muss sagen: Das war Wahnsinn! Ich habe mit meinem Sohn geübt, aber die letzten Tage noch Hilfe von einem Profi gehabt“, sagte Aytekin nach seinem Spiel im Livestream von „esports.com“. „Ich denke, ich habe unsere Schiedsrichter-Ehre ein bisschen gerettet.“

          Aytekin genoss seinen Sieg. „Ich habe hier einen Balkon. Also ich werde die Meisterfeier jetzt anschmeißen“, sagte er nach seinem Sieg. „Wir Schiris feiern ja selten. Wir sind ja froh, wenn keine Sau über uns spricht. Aber heute muss ich sagen, werde ich es wohl krachen lassen.“ Gegen die Regeln wollte der Schiedsrichter des Jahres 2019 aber nicht verstoßen. „Ich wollte eigentlich nach dem 2:1 mein Trikot ausziehen, aber ich hab dann doch ein bisschen Respekt gehabt.“

          Insgesamt acht Partien wurden in dem Alternativ-Event zur Bundesliga gespielt. Besonders torhungrig präsentierte sich Nico Schlotterbeck vom SC Freiburg: Der Abwehrspieler besiegte Herthas Maximilian Mittelstädt mit 11:1. Zuvor hatte sein Teamkollege Mark Flekken mit 1:6 gegen Herthas E-Sportler Elias „EliasN97“ Nerlich verloren.

          Ebenfalls ein Dutzend Tore gab es für die TSG 1899 Hoffenheim beim 12:1 über den FSV Mainz 05. Einen 7:4-Sieg feierte Borussia Dortmund gegen Holstein Kiel, der vor allem BVB-Profi Achraf Hakimi mit einem 6:1 gegen Dominik Schmidt zu verdanken war. Der SV Darmstadt bezwang Hannover 96 mit 4:2, der SV Wehen Wiesbaden den SC Paderborn mit 6:4. Der 1. FC Köln und die Spielvereinigung Greuther Fürth trennten sich 5:5.

          Unter dem Motto „Stay Home ... and play!“ veranstaltet die Deutsche Fußball Liga das Turnier. Insgesamt 29 Teams der beiden Bundesligen sind mit zwei Spielern dabei, einem Fußball-Profi und einer Person aus dem Klubumfeld. Hinzu kommt das Team der DFB-Schiedsrichter. Jede Begegnung in Fifa 20 besteht aus zwei einzelnen Partien, insgesamt sind 25 Minuten Spielzeit pro Ansetzung vorgesehen. Die Ergebnisse werden zusammen addiert. Offiziell geht der neue Wettbewerb jedoch in keine sportliche Wertung ein. Aktuell ruht wegen der Corona-Krise sowohl der Spielbetrieb in den Fußball-Ligen als auch in der Fifa Global Series der eSportler.

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