https://www.faz.net/-gtm-9p7jf

Jungstürmer Fiete Arp : Eine große Abenteuer-Reise mit dem FC Bayern

  • Aktualisiert am

„Franck Ribéry hat noch zu große Fußstapfen. Ich denke, ich mache lieber den Fiete Arp“, sagt – Fiete Arp. Bild: dpa

Mit gerade 19 Jahren kommt er vom HSV nach München in eine andere Fußball-Welt. Dort bringt jeder Tag für Fiete Arp Überraschungen mit. Und zum Start gibt es gleich mal ein doppeltes Lob.

          Für Fiete Arp ist die erste große Reise mit dem FC Bayern ein einziges Abenteuer. Beverly Hills, Hollywood und ein Premiereneinsatz gegen den FC Arsenal – viel aufregender kann ein 19 Jahre alter Jungprofi, der aus der zweiten Liga vom Hamburger SV kommt, bei einem neuen Arbeitgeber kaum einsteigen. Und jeder Tag in den Vereinigten Staaten bringt neue Überraschungen mit sich.

          Bundesliga
          ANZEIGE

          Das 45-Minuten-Debüt im Trikot des deutschen Fußball-Rekordmeisters beim 1:2 gegen den FC Arsenal in Los Angeles war das beste Beispiel. Niko Kovac stellte den Nachwuchsstürmer links auf dem Flügel auf. Da, wo bis zum Sommer zwölf Jahre lang Franck Ribéry gewirbelt hatte.

          Die ungewohnte Rolle nahm der Youngster dankbar an. Denn Arp muss heilfroh sein über jede Minute, die er sich in der Vorbereitung auf die Saison bei den Münchner Profis präsentieren darf. „Ich fühle mich da jetzt nicht unwohl“, sagte der zentrale Offensivspieler zur ungewohnten Position auf der Außenbahn, die ihm Trainer Niko Kovac zugewiesen hatte. „Ich bin nicht der groß gewachsene Frontstürmer. Da passt es auch für mich ganz gut, über Außen zu kommen“, sagte Arp.

          Der Blondschopf zeigte in einigen Szenen gute Ansätze. Er agierte couragiert. Der Weg zum künftigen Bayern-Star wird trotzdem steinig. „Franck Ribéry hat noch zu große Fußstapfen. Ich denke, ich mache lieber den Fiete Arp“, sagte er klugerweise. Der höfliche junge Mann muss sich ja erst einmal im großen „Männerfußball“ etablieren, wie Kovac betonte. Der Trainer war von Arps Debüt angetan. Man werde sicherlich „noch viel Freude“ an dem Jungen haben, meinte Kovac.

          Der Drei-Millionen-Euro-Einkauf genoss bei aller Aufregung die Premiere im Bayern-Trikot. „Es hat richtig Spaß gemacht. Das erste Mal mit den Spielern aus unserer Mannschaft gegen so einen Gegner auf dem Feld zu stehen – das wirkt schon alles sehr groß“, gestand er. Die Nervosität vor dem Spiel war durchaus groß. „Ich bin froh, dass ich das auf dem Feld abschütteln könnte. Die Jungs haben mir sehr geholfen, gerade David (Alaba) hinter mir.“

          Manuel Neuer hat einen positiven ersten Eindruck des Neuzugangs gewonnen. „Sehr aufgeweckt“ und „wissbegierig“ sei Arp, berichtete der Kapitän. „Er will sofort zeigen, was er drauf hat.“ Ob er das tatsächlich das Zeug hat, ein Bayern-Spieler zu werden, muss sich aber noch zeigen. „Es ist natürlich auch ein anderes Tempo, das wir im Training haben. Das kann man, glaube ich, nicht mit dem Hamburger SV vergleichen, so wie wir trainieren“, bemerkte Neuer.

          Dem Kapitän gefällt jedoch, dass sich Arp in den Zweikämpfen gleich durchsetzen und demonstrieren wolle, „was er nach vorne drauf hat“. Jede Trainingseinheit und jede Spielminute kann dem Neu-Bayern nur helfen, egal, auf welcher Positon er aushelfen und sich zeigen darf. Schon am Sonntag (2.00 Uhr MESZ bei DAZN) darf sich Arp auf der zweiten Station der Amerika-Tour in Houston auf sein nächstes Highlight freuen. In Texas heißt der Gegner – Real Madrid.

          Weitere Themen

          Zverev als Matchwinner für Europa

          Laver-Cup : Zverev als Matchwinner für Europa

          Zverev bedankt sich bei Nadal und Federer für das Vertrauen, ihn als letzten Einzelspieler beim Laver-Cup für Europa gegen den Rest der Welt aufzustellen. „Das war ein unglaubliches Wochenende.“

          Topmeldungen

          Länger leben : Kerle, macht’s wie die Frauen

          Von der Gleichstellung der Geschlechter profitieren auch Männer – sie sind gesünder und leben länger. Die regionalen Unterschiede, die in einer Studie sichtbar werden, überraschen.
          Viele Fragen an den Präsidenten in der Whistleblower-Affäre: Donald Trump beantwortet Reporterfragen vor dem Weißen Haus.

          Telefonat mit Selenskyj : Trumps Erpressung

          Für Donald Trump ist das Telefonat mit dem ukrainischen Präsidenten nicht verwerflich. Er sieht nichts Schlimmes darin, seine Macht zu nutzen, um politischen Konkurrenten wie Joe Biden zu schaden. Dabei beginnt der Skandal schon an anderer Stelle.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.