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Finanzsorgen in Kaiserslautern : „FCK-Steuer“ für Erhalt des Profifußballs?

  • -Aktualisiert am

Der FCK und die Stadt Kaiserslautern plagen finanzielle Sorgen. Bild: Picture-Alliance

Die Abhängigkeit des existentiell gefährdeten 1. FC Kaiserslautern vom Steuerzahler treibt immer abstrusere Blüten. Zur Rettung des Klubs wird über eine „FCK-Steuer“ nachgedacht.

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          Die Abhängigkeit des existentiell gefährdeten 1. FC Kaiserslautern vom Steuerzahler treibt immer abstrusere Blüten. Zur Rettung des abstiegsbedrohten Zweitligaklubs wird über eine „FCK-Steuer“ nachgedacht. Damit erwägt eine Stadt erstmals in Deutschland eine Steuererhöhung zugunsten des Profifußballs. Die Anhebung der lokalen Grundsteuer soll die Mietausfälle der städtischen Stadiongesellschaft kompensieren.

          Angesichts seines Niedergangs bittet der FCK die ebenfalls hochverschuldete Stadt um die Reduzierung der Stadionmiete auf 2,4 Millionen Euro in der zweiten Liga oder bei Abstieg in die dritte Liga auf 425.000 Euro. Ursprünglich lag die Pacht bei 3,2 Millionen Euro, welche die Verpflichtungen der Stadiongesellschaft gerade decken. Die Zustimmung des Stadtrats zu dem Vorschlag, den Oberbürgermeister Klaus Weichel (SPD) mit der Kommunalaufsicht abgestimmt hat, steht noch aus.

          Doch das Votum gibt auch Antwort darauf, ob die Stadtpolitiker der jahrelangen FCK-Misswirtschaft auf Kosten des Steuerzahlers weiterhin Vorschub leisten. Zuletzt forderte Weichel selbst in einem Schreiben an die FCK-Führung Aufklärung bezüglich diverser Geschäftsvorfälle. Dem kam der FCK aber nicht nach, sondern verlautbarte wortgewaltig, ein angebliches Gutachten einer Frankfurter Anwaltskanzlei entkräfte derartige Vorwürfe gegen die ehemalige Klubführung um den heutigen U-21-Nationaltrainer Stefan Kuntz. Gut informierte Klubmitglieder werfen den Verantwortlichen diesbezüglich „Täuschung“ vor.

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