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Sieg über VfB Stuttgart : Union Berlin schielt nach Europa

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Da geht’s lang: Christopher Trimmel und Union Berlin marschieren weiter in Richtung Conference League. Bild: AFP

Drei weitere Punkte im Kampf um die internationalen Plätze: Union Berlin besiegt den VfB nach einer starken ersten Hälfte. Das Aufbäumen der Stuttgarter kommt zu spät.

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          Mit dem ersten Sieg seiner Vereinsgeschichte gegen den VfB Stuttgart hat der 1. FC Union Berlin den von Trainer Urs Fischer mutig ausgerufenen Europakurs bestätigt. Grischa Prömel (20. Minute) und Petar Musa (43.) mit seinem ersten Treffer in der Fußball-Bundesliga sicherten den Eisernen am Samstag im Stadion An der Alten Försterei den 2:1 (2:0)-Erfolg. Mit 43 Punkten liefert sich Union mit Borussia Mönchengladbach ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den siebten Tabellenplatz, der am Saisonende zur Teilnahme an der neuen Conference League berechtigen könnte.

          Bundesliga

          „Man muss sich neue Ziele stecken. Die Motivation ist da“, sagte Union-Kapitän Christopher Trimmel anschließend. „Wir haben ein schwieriges Programm. Da muss man gut durchkommen. Wir wollen in der letzten Phase natürlich da sein.“

          Gegen den VfB hatte Union mit zwei Remis (2:2/0:0) in der Relegation 2019 zwar den Bundesliga-Aufstieg klargemacht, zu einem Sieg gegen den Schwaben reichte es bislang aber noch nie. Die Stuttgarter wurden trotz des Treffers von Philipp Förster (48.) mit der Niederlage an den bitteren Abstieg an gleicher Stelle erinnert und haben als Zehnter nach dem 29. Spieltag nun vier Punkte Rückstand auf Union und die internationale Zone.

          Die Wucht seiner Europa-Ansage war Union-Coach Fischer wohl erst im Nachhinein klar geworden. „Da habe ich mir selbst eine Grube geschaufelt“, sagte der 55-Jährige vor dem Anpfiff bei Sky. Doch sein Team ließ ihn nicht im Stich und untermauerte die Maxime des Schweizers. „Es gilt, neue Reize zu setzen. Wenn Du die Möglichkeit hast, solltest du sie nutzen.“

          Trimmel, nach seinen Nasenbeinbruch mit einer Carbon-Maske im Einsatz, setzte nach einem verhaltenen Start beider Teams auf der rechten Außenbahn mutig nach und sprintete unerwartet leicht an Stuttgarts Erik Thommy vorbei. In der Mitte erzielte Prömel sein drittes Bundesliga-Tor – wie die beiden vorangegangenen per Kopfball.

          Unmut bei Matarazzo

          Ausgerechnet Prömel wies also den Weg. Der Silbermedaillengewinner von Rio 2016 hatte vor einigen Wochen noch leicht verschämt eingestehen müssen, dass er von der Europa Conference League als neuem Europacup noch nie etwas gehört hatte. Das dürfte sich bis heute für ihn und seine Kollegen geändert haben.

          Mit der für Union typischen Effizienz gingen die Eisernen weiter zu Werke. Stuttgart spielte ansehnlich, doch die entscheidenden Zweikämpfe gewannen die Gastgeber – allen voran Routinier Christian Gentner, der bis zu seiner Auswechslung nach einer Stunde gegen seinen Herzensklub einen couragierten Auftritt zeigte. Auch vor Musas Premierentor war es dann wieder Trimmel, der nach einem Ballgewinn von Max Kruse gegen Thommy den Ball präzise nach innen brachte.

          VfB-Trainer Pellegrino Matarazzo dokumentierte seinen Unmut und wechselte gleich dreimal zur Pause. Auch Förster kam und nutzte kurz darauf eine der wenigen Unkonzentriertheiten in der Union-Abwehr. Doch das große Zittern begann bei den Eisernen nicht. Trimmel prüfte VfB-Schlussmann Gregor Kobel (64.) mit einem Distanzschuss. Kruse (73./74.) verfehlte das dritte Tor per Flugkopfball und abgefälschtem Flachschuss nur knapp. Dem VfB fehlten Präzision und Wucht, um den späten Ausgleich wie beim 2:2 im Hinspiel noch zu erzwingen.

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