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Zweite Bundesliga : Ein Lebenszeichen von St. Pauli

  • Aktualisiert am

Es geht bergauf für Aziz Bouhaddouz und den FC St. Pauli. Bild: dpa

Mit einem Sieg in Fürth finden die Hamburger wieder Anschluss zur Konkurrenz im Abstiegskampf der zweiten Bundesliga. Ganz vorne steht nach einem mühsamen Heimsieg wieder Braunschweig.

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          Domi Kumbela hat Eintracht Braunschweig zurück an die Spitze der zweiten Fußball-Bundesliga geschossen. Dem 32-Jährigen gelang am Sonntag beim 3:2 der Niedersachsen gegen die Kellerkinder von Arminia Bielefeld ein Doppelpack, es waren seine Saisontore Nummer zehn und elf. „Das war ein schwer erkämpfter Sieg – wie so oft in der zweiten Liga“, meinte Trainer Torsten Lieberknecht sichtlich geschafft.

          Der VfB Stuttgart kann allerdings im Duell der früheren Erstligavereine am Montag (20.15 Uhr / Live bei Sky, Sport1 und im 2. Bundesliga-Ticker bei FAZ.NET) gegen Hannover 96 die Tabellenführung zurückerobern. Andreas Voglsammer hatte die Braunschweiger bereits nach vier Minuten in Führung gebracht. Christoffer Nyman (30.) und nach Kumbelas Führungstreffer (55.) Fabian Klos (75.) schafften dann zweimal den Ausgleich, ehe Kumbela nur 78 Sekunden später den Favoriten abermals jubeln ließ.

          Einen der seltenen Feiertage in dieser Saison hatte der FC St. Pauli: Das Schlusslicht kam nach zuletzt elf sieglosen Spielen zu einem 2:0-Erfolg bei der SpVgg Greuther Fürth. Trainer-Routinier Ewald Lienen (63), an dem die Hamburger trotz der Krise festgehalten hatten, durfte erstmal aufatmen. Aziz Bouhaddouz (64.) und Cenk Sahin (90.+1) feierten dabei ihre Tore überschwänglich. „Das ist eine Riesenerleichterung, dass wir zumindest den Anschluss halten können“, sagte Lienen im Sky-Interview und sprach von einem „ersten Schritt“. Die Tabellennachbarn SV Sandhausen und Würzburger Kickers trennten sich 0:0 und bewegen sich weiter im gesicherten Mittelfeld. Dabei sah Sandhausen-Profi Tim Kister Rot.

          Im Aufstiegskampf mischt weiter der FC Heidenheim mit. Die Mannschaft von Trainer Frank Schmidt besiegte Union Berlin im Verfolger-Duell mit 3:0 und ist zuhause nun seit sieben Spielen ungeschlagen. Damit zog das Team von der Ostalb nach Punkten zumindest bis Montag mit dem Tabellendritten Hannover 96 gleich. „Wir können heute zufrieden nach Hause gehen“, sagte Torschütze Tim Kleindienst. „Wir können bisher auch mehr als zufrieden sein mit der Hinrunde.“

          Braunschweig arbeitet sich mit einem Heimsieg wieder auf Platz vor. Bilderstrecke

          Fortuna Düsseldorf musste indes einen weiteren Dämpfer verdauen. Beim 0:2 (0:1) gegen den 1. FC Nürnberg kassierten die Rheinländer ihre zweite Heimniederlage der Saison. Dank des 13. Saisontreffers von Torjäger Guido Burgstaller und dem fünften Tor von Tim Matavz hat der Klub sein kurzes Zwischentief überwunden. „Dreckig gewonnen“ - so lautete das Fazit von Trainer Alois Schwartz.

          Weiter Sorgen um den Klassenverbleib muss sich der Karlsruher SC machen. Im ersten Spiel nach der Trennung von Coach Tomas Oral kamen die Nordbadener mit Interimstrainer Lukas Kwasniok immerhin zu einem 0:0 bei Dynamo Dresden. Beim torlosen Remis zwischen dem 1. FC Kaiserslautern und Erzgebirge Aue zeigten beide Teams eine trostlose Vorstellung, der FCK lieferte gar sein drittes 0:0 hintereinander ab. „Das war nicht so spaßig. Entschuldigung, dass manche dafür Eintritt bezahlt haben!“, meinte Aues Mittelfeldspieler Christian Tiffert (früher FCK) vielsagend.

          Derweil gehen die Turbulenzen rund um den TSV 1860 München nicht spurlos an den „Löwen“-Profis vorüber. Nach einem Tor von Russell Canouse (78.) verloren die Münchner unter Interimscoach Daniel Bierofka 0:1 beim VfL Bochum. Trainer Vitor Pereira sah auf der Tribüne vor allem eins: Sollte er wirklich als Coach bei den Löwen“ übernehmen, hat er reichlich zu tun.

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