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Zweite Bundesliga : „Fußballgott“ Alex Meier schießt St. Pauli ins Glück

  • Aktualisiert am

Geherzt von den Mitspielern: Alexander Meier (M.) freut sich über seinen ersten Treffer. Bild: dpa

Der FC St. Pauli nutzt die Gunst der Stunde und erobert den zweiten Platz in der Zweitligatabelle. Im Spitzenspiel gegen Union Berlin trifft ein Rückkehrer gleich zweimal – und beweist dabei Nervenstärke.

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          Der FC St. Pauli rückt nach dem 3:2 (1:0)-Erfolg über Union Berlin auf den zweiten Platz der zweiten Fußball-Bundesliga vor und überholt damit den 1. FC Köln. Allerdings haben die nach dem Ausfall ihrer Partie bei Erzgebirge Aue noch ein Spiel in der Hinterhand. Für die Hamburger traf Sami Allagui in der ersten Hälfte per Fernschuss (23. Minute), der erst in der Winterpause zum FC St. Pauli zurückgekehrte Alexander Meier erzielte mit einem Kopfball die vermeintliche Vorentscheidung (62.). Binnen zwei Minuten glich Union Berlin durch Grischa Prömel (84.) und Suleiman Abdullahi (86.) aus, ehe wieder Meier den Endstand besorgte. Der 36 Jahre alte Stürmer traf per Elfmeter in der Nachspielzeit (90.+4). St. Pauli ist mit 37 Punkten nun erster Verfolger des Hamburger SV (40), Union (34) ist Vierter.

          2. Bundesliga

          „Das war ein geiles Spiel! Union hat uns vor Probleme gestellt, wir haben trotzdem unsere Mittel gefunden“, sagte Pauli-Trainer Markus Kauczinski und lobte Matchwinner Meier: „Er hat ein Riesenspiel gemacht und riesig für die Mannschaft gekämpft.“ Meier sagte: „Ich bin ziemlich kaputt, aber sehr glücklich, dass wir das Spiel noch gewonnen haben. Zum Glück ist der Elfmeter reingegangen.“ Berlins Florian Hübner dagegen sagte: „Das ist eine ganz bittere Niederlage, wir haben viele Chancen gehabt. In der Nachspielzeit einen Elfmeter gegen sich gepfiffen zu bekommen, ist sehr bitter.“

          Kauczinski stellte sein Team nach der 1:2-Niederlage in Darmstadt auf fünf Positionen um. Erzwungen war der Wechsel von Stürmer Dimitrios Diamantakos (Muskelfaserriss), für den Winter-Zugang Alex Meier sein Startelf-Debüt feierte. Zudem rückten Jan-Philipp Kalla, Johannes Flum, Waldemar Sobota und Sami Allagui neu ins Team. Vielleicht auch deshalb kamen die Gäste, bei denen Sebastian Andersson im Sturm Sebastian Polter (Fußblessur) ersetzte, anfangs deutlich besser zurecht. Felix Kroos (20.) und Marvin Friedrich (22.) scheiterten an Torhüter Robin Himmelmann.

          Mit der ersten St. Pauli-Chance traf Allagui dann aus 25 Metern in den Winkel. Kurz vor der Pause hätte der Tunesier sogar fast erhöht (44./45.). Nach dem Wechsel präsentierter sich St. Pauli dann kompakter,  wacher und schaffte durch den ersten Treffer von Rückkehrer Meier für den FC St. Pauli seit 2003 das 2:0. Die Freude war groß, bis Union zweimal zurückschlug. Doch mit seinem sicher verwandelten Foulelfmeter rettete Meier den Gastgebern doch noch den Sieg.

          Fürth entlässt Trainer

          Nach dem Debakel von Paderborn hat die SpVgg Greuther Fürth Konsequenzen gezogen und sich von Trainer Damir Buric getrennt. Wie der fränkische Zweitligaklub am Montag mitteilte, wird auch Ko-Trainer Oliver Barth den Verein verlassen. Zu dem Schluss seien Buric und die Geschäftsführung nach gemeinsamen Gesprächen gekommen. Einen Nachfolger für den 54-Jährigen haben die Franken noch nicht, sie führen nach eigener Aussage aber „derzeit Gespräche“ mit potentiellen Nachfolgern.

          Die Trennung von Buric ist die neunte Trainerbeurlaubung in dieser Zweitligasaison. Zuerst hatten die „Nürnberger Zeitung“ und die „Fürther Nachrichten“ von der Freistellung berichtet. „Damir hatte sehr großen Anteil an unserem Klassenerhalt vergangenes Jahr, und wir bedauern auch menschlich diesen Schritt gehen zu müssen. Allerdings sind wir in den letzten Wochen in einen Abwärtstrend geraten. Die Geschäftsführung glaubt in der aktuellen Konstellation nicht mehr an eine Wende, und wir müssen daher für eine Veränderung sorgen“, sagte Sport-Geschäftsführer Rachid Azzouzi (dpa).

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