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1:2 bei Hertha BSC : Das Schalker Glück ist nur von kurzer Dauer

  • Aktualisiert am

Simon Terodde und die Schalker standen in Berlin am Ende mit leeren Händen da. Bild: dpa

Auch unter Interimstrainer Matthias Kreutzer läuft für Schalke einiges schief. Kurz vor Schluss jedoch gleichen die Königsblauen aus. Doch das letzte Wort hat Hertha BSC. Und Schalke ist nun Letzter.

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          Torhüter Alexader Schwolow saß mit leerem Blick auf der Bank, Stürmer Marius Bülter schüttelte auf dem Rasen enttäuscht den Kopf. Die späte 1:2 (0:0)-Niederlage bei Hertha BSC war der nächste sportliche Tiefschlag für das neue Bundesliga-Schlusslicht Schalke 04. Mit seinem Treffer in der 88. Minute bescherte Wilfried Kanga den Berlinern am Sonntagabend zum Ende des elften Spieltags einen späten Triumph, der den Gästen richtig weh tat. Nur drei Minuten zuvor hatte der Schalker Florent Mollet (85.) die Hertha-Führung durch Lucas Tousart (49.) ausgeglichen, doch das war für die Gelsenkirchener im ersten Spiel unter Interimstrainer Matthias Kreutzer zu wenig.

          Bundesliga

          „Wir sehen bei den Gegentoren nicht gut aus. Wir waren in der ersten Halbzeit besser, dann war es nicht so leicht mit einem Rückschlag umzugehen“, sagte Bülter bei DAZN: „Insgesamt war es eine Leistung, auf der wir aufbauen können, trotzdem ist es extrem bitter.“ Laut des 29 Jahre alten Bülter gelte es, „weiter hart zu arbeiten“. Ein Punkt „wäre für die Moral wichtig gewesen“, sagte der Angreifer: „So ist es wieder nicht schön.“ Für die Schalker war es die sechste Pflichtspielniederlage in Folge. Das Team rutschte nach dem Sieg des bisherigen Schlusslichts VfL Bochum gegen Spitzenreiter Union Berlin (2:1) auf den letzten Platz. Die Herthaner unter Sandro Schwarz fuhren dagegen nach fünf sieglosen Spielen wieder einen Dreier ein und sprangen auf Rang 13.

          Der Aufsteiger aus Gelsenkirchen hatte sich nach schwachem Saisonstart und der deutlichen Pokal-Niederlage in Hoffenheim am Mittwoch nach nur vier Monaten von Kramer getrennt. Die Trainersuche dauert an. „Es ist ein Prozess“, sagte Sportdirektor Rouven Schröder bei DAZN vor der Partie. In der neuen Woche soll ein neuer Chefcoach präsentiert werden. Kreutzer sei sehr selbstbewusst aufgetreten, habe alle wichtigen Dinge sehr direkt angesprochen, lobte Schröder. Der 39-Jährige, der nach eigener Aussage keine Ambitionen auf den Chefposten hat, veränderte die Mannschaft auf fünf Positionen im Vergleich zum Pokalspiel. Besonders in der Defensive hat Schalke viele Ausfälle zu beklagen.

          Bülters Tore zählen nicht

          Bei den Berlinern gab es einen besonderen Rückkehrer: Jean-Paul Boëtius stand nur wenige Wochen nach seiner Hodenkrebs-Operation erstmals wieder im Kader, begann aber nicht. Schwarz setzte auf eine Aufstellung mit zwei Stürmern. Neben Stevan Jovetic lief auch Wilfried Kanga von Beginn an auf. Die neuen Offensivkräfte machten auf sich aufmerksam. Schalkes Marius Bülter, einer der fünf Neuen, erzielte in der 15. Minute mit einer tollen Direktabnahme die vermeintliche Führung für die Knappen. Doch das Tor zählte nach einer Überprüfung durch den Video-Schiedsrichter wegen einer Abseitsstellung nicht. Sechs Minuten schoss der 29 Jahre alte frühere Unioner den Ball abermals ins Tor, doch wieder war es Abseits.

          Bei Hertha hatte Kanga früh gute Gelegenheiten (2. und 5.), doch der 24-Jährige blieb wie in den Wochen zuvor zunächst noch glücklos im Abschluss. Jovetic wurde in der 26. Minute von Flügelspieler Dodi Lukebakio in perfekte Abschlussposition gebracht, brachte den Ball aber vom Fünf-Meter-Raum nicht auf das Tor.

          Beide Teams spielten nach vorne, es war eine offene Begegnung. Kurz nach der Halbzeitpause versuchte es Tousart nach einer schönen Brustannahme mit einem Distanzschuss aus rund 25 Metern. Hertha-Leihgabe Alexander Schwolow, der schon in den vergangenen Wochen nicht immer glücklich aussah, wehrte den stramm, aber zentral geschossenen Ball nicht richtig ab. Er prallte von seinem Körper ins Tor.

          In der Folge spielten beide Teams ihre Angriffe oft nicht konsequent genug zu Ende. Der eingewechselte Marco Richter vergab für Hertha aus spitzem Winkel (70.), bevor es turbulent wurde. Der eingewechselte Franzose Mollet ließ die Schalker Fans durch seinen Treffer aus 16 Metern jubeln und auf einen Punktgewinn hoffen. Nur drei Minuten später schloss Kanga einen Konter erfolgreich ab.

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