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0:5 in Wolfsburg : Das nächste Debakel für Schalke 04

  • -Aktualisiert am

Shkodran Mustafi leitete die Schalker Niederlage mit einem Eigentor ein. Bild: AFP

Statt eines Aufbegehrens erleben die Schalker ein weiteres Fiasko und verlieren in Wolfsburg deutlich. Mustafi leitet die Niederlage mit einem Eigentor ein. Danach brechen die Königsblauen völlig ein.

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          Das 0:4 war gerade gefallen. Die frustrierten Profis des FC Schalke 04 machten sich auf dem Weg zum nächsten Anstoß. Und mittendrin gab sich Abwehrspieler Shkodran Mustafi keinerlei Mühe mehr, seine Verzweiflung zu verbergen. Der Routinier sollte die Abwehr einer Mannschaft organisieren, die im Kampf gegen den Abstieg eigentlich die Flucht nach vorne antreten müsste.

          Bundesliga

          Doch schon lange vor dem Abpfiff schüttelte er entnervt den Kopf. Statt eines Aufbegehrens erlebten die Schalker ein weiteres Fiasko. Ihre 0:5-Niederlage beim VfL Wolfsburg kam einer Demontage gleich. Wout Weghorst, Ridle Baku, Josip Brekalo und Maximilian Philipp trafen für den Sieger. Den ersten Treffer des Tages hatte Mustafi geköpft. Sein Eigentor zum 0:1 enthielt Slapstick-Elemente, die kein lustiges, sondern ein sehr trauriges Bild ergaben.

          Die Schalker Hoffnung auf ein zählbares Erfolgserlebnis war unter anderem an einem Duo abgeprallt. John Anthony Brooks und Marin Pongracic durften am 25. Spieltag der Fußball-Bundesliga die Innenverteidigung des VfL Wolfsburg bilden. Das Duo erledigte seine Aufgaben gewohnt resolut und ließ sich nicht anmerken, dass es zuletzt ein paar unangenehme Gespräche hinter sich bringen musste.

          Mustafi völlig indisponiert

          Feierlichkeiten mit Verstoß gegen die aktuellen Corona-Auflagen: Brooks und Pongracic sind dafür mit einer Geldstraße belegt worden, durften aber dennoch spielen. Dass es dem VfL Wolfsburg trotz solcher hausgemachten Probleme gelingt, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren, bleibt erstaunlich. Die Niedersachsen traten wieder einmal mit einer Klarheit und Konsequenz in ihrer Spielstrategie auf, die Gegner in Serie verzweifeln lässt.

          Vor allem der hünenhafte Brooks gilt als Sinnbild für jenes Defensiv-Bollwerk, das dem VfL Wolfsburg als Basis für fast alles dient. Sein stabiles Wirken schreckt ab und schüchtert ein. Dieses Spielchen funktionierte auch gegen einen erschreckend harmlosen FC Schalke 04. Der vorab formulierte Versuch des Tabellenletzten, mit Hilfe von Kreativität und spielerischen Mitteln die Wolfsburger zu ärgern, entpuppte sich als Luftschloss.

          In den ersten 45 Minuten gelang Schalke nicht einziger Schuss auf des Gegners Tor. Dass ein Kopfball auf der falschen Seite des Spielfeldes dann die 17. Niederlage in dieser Saison einleitete, passte zu der fatalen Situation der Schalker. Das gilt auch für viele weitere Patzer des völlig indisponierten Mustafi.

          Während Schalke 04 zeitnah mit seinen Planungen für einen Neuaufbau beginnen darf, hat der VfL Wolfsburg ganz andere Themen im Visier. Abgesehen von den Disziplinlosigkeiten einzelner Spieler gibt es immer wieder Debatten um die Zukunft von Oliver Glasner. Der Österreicher wird angesichts seiner erfolgreichen Arbeit von der Konkurrenz neidisch beäugt.

          „Ich habe hier einen Vertrag bis 2022, und der Job macht mir riesig Spaß“, versichert Glasner. Er hat seiner aktuellen Mannschaft angekündigt, mit ihr eine große Party mit lautstarkem Musikanteil zu feiern, falls der Einzug in die Champions League wirklich gelingen sollte. Schalke 04 hat mit einem desolaten Auftritt einen aktiven Beitrag dazu geleistet, dass Wolfsburg am Saisonende so richtig laut jubeln könnte.

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