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2:5 gegen Hoffenheim : Die Schalker Talfahrt geht weiter

  • -Aktualisiert am

Die Königsblauen aus Schalke kassierten eine deutliche Niederlage. Bild: dpa

Die Königsblauen wollen einen großen Schritt Richtung Klassenverbleib machen. Doch das geht gründlich daneben. Am Ende desolate Schalker kassieren eine deutliche Niederlage gegen Hoffenheim.

          Es ist eine Talfahrt, die nicht zu enden scheint. Der FC Schalke 04 erlitt am Samstagabend gegen 1899 Hoffenheim bereits die zehnte Heimniederlage in dieser Saison und steckt weiterhin tief im Abstiegskampf. 2:5 verlor das am Ende desolate Team von Trainer Huub Stevens gegen die Mannschaft aus dem Kraichgau, die nach dem vierten Sieg in Folge auf die Teilnahme am internationalen Wettbewerb hoffen darf. „Das 1:3 war der K.o. für uns“, sagte der Schalker Daniel Caligiuri im TV-Sender Eurosport. „Solche einfache Tore gegen uns dürfen uns nicht passieren. Wir müssen bis zum Ende kämpfen. Das werden wir tun.“

          Wie prekär und angespannt die Lage des Ruhrgebietsklubs bereits vor dieser Partie war, skizzierte Mike Büskens 20 Minuten vor dem Anpfiff via Videowürfel in der Schalker Arena. „Wir brauchen eure Unterstützung, auch wenn das nicht immer einfach ist, weil wir noch nicht überzeugt haben“, sagte der Schalker Kotrainer und richtete den Appell an die Anhänger des Klubs. An den 58958 Zuschauern lag es jedenfalls nicht, dass die Elf von Trainer Huub Stevens auch weiterhin so verunsichert wirkte wie seit Wochen. Die Fans feuerten ihr Team trotz vieler Unzulänglichkeiten nahezu dauerhaft an. Da aber auch Hoffenheim zunächst große Probleme hatte, dem eigenen Spiel eine Linie zu geben, entwickelte sich eine von Fehlern geprägte Anfangsphase auf unterem Niveau.

          Die Schalker hatten die erste Torchance der Partie, wie so häufig nach einer Standardsituation. Angreifer Guido Burgstaller spitzelte einen Freistoß von Caligiuri hauchdünn am Hoffenheimer Tor vorbei. Kurz darauf zeigten die Hoffenheimer ihre individuelle Überlegenheit. Eine Einzelaktion von Ishak Belfodil sorgte drei Minuten später für die überraschende Führung der Kraichgauer. Der Angreifer traf aus 18 Metern mit einem knallharten Schuss (25.).

          Das Team von Trainer Julian Nagelsmann hatte zwar auch in der Folge ein wenig Mühe, zu dem Kombinationsspiel zu finden, dass es zuletzt so erfolgreich gemacht hatte. Auch weil die Königsblauen zumindest versuchten, eine aggressive Zweikampfführung zu zeigen. Allerdings reichte Hoffenheim unmittelbar vor dem Pausenpfiff ein Geistesblitz von Kerem Demirbay, um die Führung zu erhöhen. Der Mittelfeldspieler bediente Andrej Kramaric maßgerecht, der Angreifer hatte keine Mühe zum 2:0 (45.) zu verwandeln.

          Die Schalker versuchten auch in der zweiten Hälfte, ihre großen spielerischen Defizite mit erhöhtem Einsatz auszugleichen. Nach 58 Minuten führte das zum Erfolg. Nach einem Eckball foulte Pavel Kaderabek den Schalker Angreifer Breel Embolo im Strafraum, Schiedsrichter Christian Dingert entschied auf Elfmeter, den Caligiuri verwandelte.

          Die wiedergekehrte Hoffnung der Schalker dauerte allerdings nur sieben Minuten an. Adam Szalai traf per Kopfball und stellte den Zwei-Tore-Abstand wieder her. Je länger die Partie dauerte, desto desolater agierten die Schalker. Die Folge: Nach einem Ballverlust im Mittelfeld erhöhte Nadiem Amiri auf 4:1. Spätestens zu diesem Zeitpunkt verstummten selbst die hartgesottensten Schalke-Anhänger. Nach dem 5:1 durch Belfodil (80.) herrschte nur noch kollektives Entsetzen über einen Auftritt, der die Anspannung rund noch deutlich erhöhen wird. Da half auch Burgstallers Treffer zum 2:5 (90.) nichts mehr.

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