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4:1 bei Hoffenheim : Schalke siegt, Breitenreiter muss gehen

  • -Aktualisiert am

Gute Laune bei Schalke: Die Königsblauen siegen nochmal. Bild: dpa

Durch einen deutlichen Sieg über Hoffenheim sichert sich Schalke Platz fünf und die direkte Qualifikation für die Europa League. Es ist ein Trostpreis – auch für Trainer Breitenreiter, der nun gehen muss.

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          Am Tag der letzten Entscheidungen in der Fußball-Bundesliga erzielten die Schalker den ersten Wirkungstreffer. Schon vor dem Anpfiff des letzten Saisonspiels bei der TSG 1899 Hoffenheim gab André Breitenreiter, der Leidtragende, selbst bekannt, dass er nach diesem Samstag gehen müsse.

          „Ich werde in diesem Spiel zum letzten Mal für Schalke auf der Bank sitzen. Ich hatte ein Gespräch mit Christian Heidel, in dem er mir die Entscheidung mitgeteilt hat“, sagte der Trainer gegenüber dem live übertragenden Sender Sky. Breitenreiter bescheinigte dem Überbringer der für ihn schlechten Botschaft zumindest so etwas wie brutale Fairness, als er hinzufügte: „Ich kann bestätigen, dass Christian Heidel Wort gehalten und mir als Erstem die Entscheidung mitgeteilt hat.“

          Zur selben Zeit feierte der neue Schalker Sportvorstand seinen Ausstand bei seinem Heimatverein Mainz 05 nach 24 Managerjahren bei den Rheinhessen. Heidel tritt an diesem Pfingstsonntag als Nachfolger von Horst Heldt seinen Dienst bei dem an Turbulenzen gewöhnten westfälischen Traditionsklub offiziell an – und setzte tags zuvor schon ein Ausrufezeichen. Als erste Amtshandlung sogleich eine Entlassung, das wünscht sich niemand, auch wenn die Trennung von dem nur mäßig erfolgreichen Breitenreiter nicht unerwartet kam.

          Aus und vorbei: Trainer Breitenreiter muss nach nur einem Jahr gehen.

          Die Schalker Mannschaft zumindest bescherte ihren Übungsleiter und ihren Sportchef mit einem schönen Abschiedsgeschenk in Form eines 4:1-Sieges gegen Hoffenheim durch die Treffer von Huntelaar (7. Minute), Choupo-Moting (14.), Sané (56.) sowie Schäs’ Eigentor (89.) bei einem Gegentreffer durch Uth (41.). Der nie gefährdete Erfolg beim Ligafünfzehnten zum guten Schluss erspart den Königsblauen auf Rang fünf der Abschlusstabelle die Qualifikationsspiele in der Europa League.

          Ein Trostpreis, der Breitenreiter und Heldt noch einmal vor Augen führte, dass mit dieser Mannschaft in dieser Spielzeit mehr als gehobenes Mittelmaß möglich gewesen wäre. Der neue Trainer, mutmaßlich der bis zum Samstag beim FC Augsburg engagierte Markus Weinzierl, wird wie Heidel höhere Ziele erreichen müssen, sollen „auf“ Schalke Anspruch und Wirklichkeit mal wieder zueinander finden.

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