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Ärger beim Krisenklub : Suspendierter Bentaleb schlägt zurück gegen Schalke

  • Aktualisiert am

Überrascht und enttäuscht: Nabil Bentaleb darf nicht mehr für Schalke spielen. Bild: Picture-Alliance

Zum fünften Mal in dreieinhalb Jahren wird Nabil Bentaleb bei Schalke 04 aussortiert. Bald soll er den Klub endgültig verlassen. Nun wehrt sich der Spieler gegen die Suspendierung und beklagt „an Rassismus grenzende Kritik“.

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          Der beim FC Schalke 04 suspendierte Nabil Bentaleb hat sein Unverständnis über die Entscheidung des Fußball-Bundesligavereins öffentlich gemacht. „Ich habe meinen völlig ungerechtfertigten Ausschluss bei der Profi-Mannschaft mit großer Überraschung und Enttäuschung zur Kenntnis genommen“, schrieb Bentaleb bei Instagram. Er unterstrich, dass er sich trotz enttäuschender Ergebnisse in der laufenden Saison stets „professionell“ verhalten habe. Bentaleb schloss seinen Post mit einer Danksagung an den algerischen Verband, Nationaltrainer Djamel Belmadi und „einige Fans und Spieler“ für die „warmen Worte und die Unterstützung“.

          Bundesliga

          Der 26 Jahre alte Mittelfeldspieler war nach der 0:2-Niederlage der Schalker gegen den VfL Wolfsburg vom Verein suspendiert worden. Bentaleb wurde damit schon zum insgesamt fünften Mal in dreieinhalb Jahren auf Schalke unter dem mittlerweile vierten Trainer aussortiert, danach aber immer wieder begnadigt. Diesmal soll die Entscheidung jedoch endgültig sein, spätestens zum Saisonende wolle man sich von dem Mittelfeldspieler trennen, hatten die Schalker mitgeteilt.

          Madjid Yebda, der Berater des Algeriers, hatte daraufhin gegenüber Sport1 angekündigt, notfalls mit rechtlichen Schritten gegen Schalke vorzugehen, da es keine nachvollziehbaren Gründe für die Suspendierung gebe. In seinem Statement teilte Bentaleb weiter mit: „Ich musste böse, an Rassismus grenzende Kritik aushalten“ und bezog sich dabei auf Aussagen des früheren Nationalspielers Steffen Freund in der Sport1-Sendung „Doppelpass“. Er ärgere sich über Experten, die „mehr an virtuellem Ruhm als echtem Journalismus“ interessiert seien.

          Freund hatte eine Verbindung zwischen Undiszipliniertheiten der Schalker Spieler Bentaleb und Amine Harit und deren Herkunft gezogen. Später bat Freund bei Twitter um Entschuldigung dafür, dass er sich „leider so missverständlich ausgedrückt“ habe. TV-Sender Sport1 distanzierte sich nach den irritierenden Aussagen von Freund von „Äußerungen, die auch nur den Interpretationsspielraum zulassen, in irgendeiner Form rassistisch oder diskriminierend zu sein“.

          Olaf Schröder, Vorstandsvorsitzender der Sport1 Medien AG und Vorsitzender der Geschäftsführung der Sport1 GmbH, sagte am Montag in einer Pressemitteilung: „Es ist uns sehr wichtig, in aller Deutlichkeit zu betonen, dass wir uns grundsätzlich und unmissverständlich von jeglichem rassistischen oder in irgendeiner Art und Weise extremistischen Gedankengut distanzieren – und solchen Inhalten auf unserer Sportplattform auch kein Forum bieten.“

          Freund hatte mit seinen Aussagen in der Sendung für Wirbel gesorgt, weil er eine Verbindung zwischen Undiszipliniertheiten der Schalker Spieler Bentaleb und Amine Harit und deren Herkunft zog. Über Bentaleb sagte Freund: „Er ist einer der besten Spieler dann auch. Im Endeffekt bei Schalke gelandet. Aber ist französisch-algerischer Herkunft. Charakter... Wenn sie einen Kaderplaner haben, muss man wissen, dass da auch eine Disziplinlosigkeit schnell kommt, wenn er nicht derjenige ist, der gesetzt ist.“ Und über Harit sagte Freund: „Auch er kann das natürlich nicht mit seinen Wurzeln.“

          „Nach den Aussagen von Steffen Freund haben wir ihm nach einem persönlichen Gespräch vor Ort noch während der laufenden Sendung die Möglichkeit gegeben, seine Äußerungen als Gast in unserer Talkrunde einzuordnen und zu revidieren. Zudem hat er das im Anschluss an den „Doppelpass“ auch noch einmal über die Social-Media-Kanäle getan“, sagte Pit Gottschalk, Chefredakteur der Sport1 GmbH, dazu.

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