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1:1 in Bremen : Schalke mit Glück im Unglück

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Ist es denn zu fassen? Schalkes Sead Kolasinac (rechts) mit dem Schiedsrichter. Bild: Reuters

Die Königsblauen führen lange in Bremen und können auf den zweiten Sieg in dieser Saison hoffen. Doch dann gleicht Werder aus und trifft sogar noch einmal. Doch in letzter Minute meldet sich der Video-Assistent.

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          Auch beim Bundesliga-Comeback von Hoffnungsträger Klaas-Jan Huntelaar hat der FC Schalke 04 nicht den ersehnten zweiten Saisonsieg in der Fußball-Bundesliga eingefahren. Die „Königsblauen“ kamen am Samstag bei Werder Bremen nicht über ein 1:1 (1:0) hinaus und bleiben damit Tabellenletzter. Huntelaar, der die ersten beiden Partien seit seinem Wechsel verletzt verpasst hatte, kam zehn Minuten vor dem Ende zu seinem ersten Bundesliga-Einsatz seit dem 20. Mai 2017.

          Bundesliga

          Akzente konnte der 37 Jahre alte Niederländer aber keine setzen, stattdessen sah er nach einem Foul an Ömer Toprak die Gelbe Karte. Nachdem Omar Mascarell Schalke in der 38. Minute in Führung gebracht hatte, gelang Kevin Möhwald noch der verdiente Ausgleich für die Bremer (77.). Den vermeintlichen Bremer Siegtreffer zum 2:1 durch Maximilian Eggestein in der Nachspielzeit wurde nach Eingriff des Video-Assistenten nicht gegeben.

          „Klaas-Jan hat die letzten Tage trainieren können, leider nicht voll“, hatte Schalkes Teammanager Sascha Riether vor der Partie im TV-Sender Sky gesagt. Dennoch sei es extrem wichtig, dass der Niederländer erstmals seit seiner Rückkehr im Kader stehe. „Selbst wenn er erstmal nur auf der Bank dabei ist. Er bringt uns wahnsinnig viel Energie, nicht nur im Training, sondern auch in der Kabine. Er ist ein ganz wichtiger Spieler für uns“, sagte Riether.

          Werder blieb seiner erfolgreichen Taktik aus den vergangenen Spielen erst einmal treu und überließ den Schalkern das Spielgeschehen. So hatte der Tabellenletzte zwar jede Menge Ballbesitz, konnte daraus aber zunächst kein Kapital schlagen. Mit Ausnahme einer frühen Chance für Matthew Hoppe nach einem Fehler von Theodor Gebre Selassie (2.) brachte Schalke im eiskalten Weserstadion nicht viel zustande.

          Umso erstaunlicher war, wie defensiv, passiv und unkonzentriert die Bremer dem Schlusslicht begegneten. Werder-Coach Florian Kohfeldt wurde nach rund einer halben Stunde richtig laut an der Seitenlinie, weil seinem Team Fehlpass auf Fehlpass unterlief. Sieben Minuten vor der Pause bekam Werder die Quittung für den katastrophalen Auftritt. Auf Vorlage von Amine Harit traf Mascarell per Flachschuss zur verdienten Gäste-Führung.

          Kohfeldt reagierte auf die Nicht-Leistung seines Teams zur Pause mit gleich drei Wechseln. Und siehe da, mit Wiederanpfiff war deutlich mehr Zug und Schwung in den Bremer Aktionen. In den ersten fünf Minuten der zweiten Halbzeit kam Werder gleich zu drei Abschlüssen - mehr als in den ersten 45 Minuten zusammen.

          Schalke geriet nun immer mehr in die Defensive, Entlastung gab es für die Gäste keine mehr. S04-Torwart Ralf Fährmann sah bereits in der 66. Minute wegen Zeitspiels den Gelbe Karte. 13 Minuten vor dem Ende wurde die Schalker Passivität bestraft. Auf Zuspiel des zur Pause gekommenen Milot Rashica traf der ebenfalls eingewechselte Möhwald zum verdienten Ausgleich. Kurz zuvor war Yuya Osako per Kopf noch knapp an Fährmann und der Latte gescheitert. Werder drängte danach auf den Siegtreffer, Schalke wankte, doch es blieb beim für den Tabellenletzten am Ende glücklichen 1:1.

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