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Schalker Jubel in 95. Minute : Zieler vom Held zum großen Pechvogel

  • Aktualisiert am

Konnte nicht weiterspielen: Ron-Robert Zieler (Zweiter von rechts) Bild: dpa

Der Torhüter von Hannover 96 hält seine Mannschaft gegen Schalke 04 erst mit zwei Paraden in der Partie, muss dann aber verletzt vom Feld. Und die Königsblauen treffen schließlich doch noch.

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          Der FC Schalke 04 hat zum ersten Mal in dieser Saison den Sprung unter die ersten Drei der Zweitliga-Tabelle geschafft. Durch ein Tor in der Nachspielzeit gewann der Erstliga-Absteiger am Freitagabend vor 39.500 Zuschauern spät aber hochverdient mit 1:0 (0:0) bei Hannover 96.

          2. Bundesliga

          Torjäger Simon Terodde ging zwar diesmal leer aus und schaffte es deshalb auch nicht, zum alleinigen Rekordtorschützen der 2. Fußball-Bundesliga aufzusteigen. Stattdessen wurden die mehreren tausend mitgereisten Schalker Fans von Abwehrspieler Marcin Kaminski erlöst, der kurz vor Schluss das Siegtor erzielte (90.+5). Danach stürmten selbst die Schalker Ersatzspieler jubelnd auf das Spielfeld. „Ich bin sehr glücklich über das Tor. Die drei Punkte sind für uns sehr wichtig. Wir haben gefeiert“, sagte der Torschütze später bei Sky.

          Dass es so lange 0:0 stand, verdankten die 96er ihrem Torwart Ron-Robert Zieler, der einer Schalker Führung mehrmals im Weg stand. Vor allem zu Beginn der zweiten Halbzeit zeigte der Weltmeister von 2014 zwei Klasse-Reflexe, als er zunächst einen Schuss von Marcin Kaminski (53.) und nach dem darauffolgenden Eckball auch einen Kopfball von Dominick Drexler (54.) parierte. In der 78. Minute musste der beste Spieler des Spiels dann aber verletzt vom Platz.

          Der Aufstiegsfavorit aus Gelsenkirchen hätte schon in der ersten Halbzeit in Führung gehen können. Unter anderem köpfte Terodde aus guter Position nur knapp am Tor vorbei (9.). Zweiter Pechvogel des Spiels neben Zieler war der Schalker Mehmet Can Aydin, der in der 12. Minute nur den Pfosten traf und kurz darauf verletzt ausgewechselt werden musste (18.).

          Regensburg bleibt auf Platz zwei

          Die seit fünf Spielen unbesiegte Mannschaft von Jahn Regensburg hat derweil den Sprung an die Tabellenspitze verpasst. Im Top-Duell mit dem SC Paderborn mussten sich die Bayern vor 7913 Zuschauern mit einem 1:1 (1:0) in der Benteler-Arena begnügen. Damit bleiben die Regensburger auf Rang zwei hinter dem punktgleichen FC St. Pauli (19), der erst am Samstag antritt. Auch die Paderborner, die nur eines von fünf Heimspielen gewinnen konnten, bleiben mit 18 Punkten in Lauerstellung.

          In einer sehr intensiven und von vielen Zweikämpfen geprägten Partie hatten die Gäste den besseren Start und kamen schon in der 2. Minute durch Charalambos Makridis zur 1:0-Führung. Der Offensivspieler schloss einen Konter mit einem perfekten Linksschuss ins rechte Eck ab. Die Paderborner kamen vor allem durch ihren Torjäger Sven Michel zu einigen guten Chancen, mussten aber bis zur 71. Minute warten, ehe dem eingewechselten Kai Pröger doch noch der Ausgleichstreffer gelang.

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