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Tabellenletzter : 1. FC Köln entlässt Trainer Stöger

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Köln in der Krise: Verein trennt sich nach nur drei Punkten aus 14 Spielen von Trainer Peter Stöger. Bild: Reuters

Nach einem der schlechtesten Saisonstarts der Bundesligageschichte trennt sich Köln von Cheftrainer Peter Stöger. Interimstrainer wird Stefan Ruthenbeck – der schon jetzt Ärger auf sich zieht.

          Der 1. FC Köln hat sich von Trainer Peter Stöger getrennt. Das teilte der Tabellenletzte der Fußball-Bundesliga am Sonntagmorgen einen Tag nach dem 2:2 beim FC Schalke 04 mit. Bis zur Winterpause werde U19-Trainer Stefan Ruthenbeck die FC-Profis betreuen, hieß es in der Mitteilung. „Wir sind in der Verantwortung, alles zu versuchen, um den Klassenerhalt doch noch zu erreichen“, begründete FC-Präsident Werner Spinner die Entscheidung. „Deshalb halten wir es in der aktuellen Situation für unabdingbar, auf der Trainerposition ein Signal zu setzen, auch wenn uns diese Entscheidung sehr schwer fällt und wehtut“, fügte Spinner hinzu.

          Stefan Ruthenbeck hat sich derweil schon vor der ersten Einheit als Interimscoach des Bundesligisten 1. FC Köln den Ärger von Vereinspräsident Spinner zugezogen. Er hatte aber vor seinen U19-Spielern offenbar schon vorzeitig seinen Aufstieg zu den Profis des FC verkündet. „Natürlich ist das nicht glücklich. Punkt“, sagte Spinner am Sonntag.

          Die Entscheidung zur Entlassung Stögers sei bereits vor der Partie auf Schalke gefallen, sagte Stöger. „Es ist im Sinne des Clubs und vor allem der Mannschaft, dass jetzt eine Entscheidung getroffen wurde und Klarheit herrscht“, fügte der Fußballlehrer hinzu.

          Vierte vorzeitige Entlassung eines Trainers diese Saison

          Nach Andries Jonker beim VfL Wolfsburg, Carlo Ancelotti bei Bayern München und Alexander Nouri bei Werder Bremen ist es die vierte vorzeitige Trennung zwischen Klubs und Trainern in der aktuellen Saison. „Wir haben in den vergangenen Tagen gespürt, dass unser gemeinsamer Weg zu Ende ist, und zwar unabhängig vom Resultat auf Schalke. Deshalb war es auch Peter wichtig, einen klaren Schnitt zu machen, bevor emotional und menschlich zu viel Negatives zurückbleibt“, sagte FC-Geschäftsführer Alexander Wehrle.

          Stöger trainierte die Kölner seit 2013 und hatte sie zunächst zum Aufstieg in die Bundesliga, dann zum zweimaligen Klassenerhalt und schließlich in die Europa League geführt.

          In dieser Saison jedoch ist der FC in der Liga noch sieglos und liegt mit nur drei Punkten aus 14 Spielen und einer Tordifferenz von minus 21 abgeschlagen auf dem letzten Tabellenplatz. In der Europa League müssen die Kölner am Donnerstag bei Roter Stern Belgrad gewinnen, um doch noch den Einzug in die erste K.o.-Runde zu schaffen.

          In Belgrad wird nun Nachwuchstrainer Ruthenbeck als Interimstrainer auf der Bank sitzen. Zu seinem Team soll neben den Co-Trainern Kevin McKenna und Markus Daun weiter auch Torwarttrainer Alexander Bade gehören, teilten die Kölner mit.

          Noch am Donnerstag hatte Stöger vom Verein eine Entscheidung zu seiner Zukunft verlangt und mit ungewohnt harschen Worten den Umgang miteinander beim Tabellenletzten kritisiert. Wochenlang hatte der Verein trotz der beispiellosen Talfahrt an dem 51 Jahre alten Österreicher festgehalten. Nun ist die gemeinsame Zeit vorbei.

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