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Zweite Bundesliga : Eine Schwalbe verdirbt Kellers Einstand

  • Aktualisiert am

Ingolstadt gab den sicher geglaubten Sieg in Darmstadt noch aus der Hand. Bild: dpa

Der Tabellenletzte Ingolstadt steht mit dem neuen Trainer Jens Keller vor dem ersten Sieg, dann gleicht Darmstadt durch einen strittigen Elfmeter aus. Aue gelingt ein Kantersieg in Fürth. Auch Heidenheim jubelt.

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          Eine „Schwalbe“ verhinderte den Sieg für Trainer Jens Keller beim Einstand als Coach beim Tabellenletzten FC Ingolstadt. Tobias Kempe (83., Foulelfmeter) sicherte dem SV Darmstadt 98 am Samstag in der zweiten Bundesliga das glückliche 1:1 (0:1) gegen die Schanzer. Kapitän Fabian Holland hatte sich im Strafraum theatralisch fallen lassen und den Strafstoß herausgeschunden. Auch nach dem Remis hat der FCI die Rote Laterne inne. Vor 16.579 Zuschauern war Ingolstadt schon in der zweiten Minute durch Dario Lezcano per Foulelfmeter in Führung gegangen. Der Ingolstädter Thorsten Röcher sah in der 63. Minuten Gelb-Rot. Für das Darmstädter Team von Trainer Dirk Schuster war es der erste Punkt nach drei Niederlagen in Serie.

          2. Bundesliga

          Die Schanzer hatten in der vergangenen Woche den in acht Spielen sieglosen Alexander Nouri entlassen und Keller als neuen Trainer verpflichtet. Und der erlebte am Böllenfalltor einen Start nach Maß. Lezcano verwandelte nach nicht einmal zwei Minuten einen umstrittenen Foulelfmeter zur Führung. Darmstadt übernahm anschließend das Kommando, Serdar Dursun traf allerdings nur den Außenpfosten (12.). Nach der Pause versuchten die Gastgeber weiter, die Abwehr Ingolstadts vor Probleme zu stellen – das gelang aber nur selten. Nach dem Platzverweis für Röcher dominierten die Lilien weiter das Geschehen, Kempe verzog einen Volleyschuss nur knapp. „Wir wollten, dass die Mannschaft fightet, Mentalität zeigt bis zum Schluss – das hat sie gemacht“, sagte Keller bei Sky: „Wenn das Tor nicht fällt, gewinnen wir. Das ist natürlich ärgerlich, aber wir nehmen den Punkt mit.“

          Die Spielvereinigung Greuther Fürth verlor unterdessen durch die nächste hohe Niederlage den Anschluss zu den Spitzenteams zunächst. Eine Woche nach der 0:4-Pleite beim Tabellenzweiten 1. FC Köln verlor das Kleeblatt gegen Erzgebirge Aue 0:5 (0:1). Florian Krüger (28.) brachte die Sachsen in Führung, wobei der Ball vom Fürther Mario Maloca am Fünfmeterraum unglücklich vorgelegt wurde. Pascal Testroet (47.) erzielte per Kopf sein sechstes Saisontor und erhöhte auf 2:0. Jan Hochscheidt (69.) per direktem Freistoß, Emmanuel Iyoha (85.) und Robert Herrmann (88.) sorgten für die weiteren Auer Tore. Fürth rutschte auf den achten Platz mit 23 Punkten ab, Aue ist mit 18 Zählern Tabellen-Zwölfter. Die Fürther waren saisonübergreifend neun Ligaheimspiele ungeschlagen geblieben. Aue hatte zuletzt aus vier Spielen nur einen Punkt beim 1:1 gegen Jahn Regensburg geholt.

          Nach dem Rückstand machten die Gastgeber vor 9305 Zuschauern viel Druck und schnürten die Gäste in der eigenen Hälfte ein. Fürths Sebastian Ernst (35.) hatte mit einem Schuss ans Außennetz Pech. Aue stemmte sich gegen die Angriffswellen der Franken, die klar das Spiel bestimmten. Aber es fehlte die Klarheit und Entschlossenheit im Torabschluss. Anders dagegen die Gäste, die sehr effizient ihre Chancen nutzten.

          Der 1. FC Heidenheim hält derweil Anschluss an die Spitzengruppe. Das Team von Trainer Frank Schmidt gewann 4:1 (1:0) gegen den MSV Duisburg und rückte mit 26 Punkten erst einmal auf den vierten Platz vor. Die Duisburger bleiben trotz einer zumindest vor der Pause guten Leistung im Tabellenkeller. Denis Thomalla (35.), Nikola Dovedan (47.), Marc Schnatterer (67., Foulelfmeter) und erneut Dovedan (90.+2) trafen für Heidenheim. Für Duisburg markierte Kevin Wolze (69.) das zwischenzeitliche 1:3.

          Vor 10.250 Zuschauern hatten die Gäste die erste Chance, doch Stanislav Iljutcenko scheiterte an Torhüter Kevin Müller (5.). Auch danach blieb Duisburg zwingender, John Verhoek vergab nach rund einer halben Stunde eine weitere Möglichkeit. Auf der Gegenseite war Heidenheim dagegen eiskalt. Thomalla grätschte in einen langen Pass und überraschte damit die komplette Gästeabwehr. Nach der Pause legten die Gastgeber gleich nach, als Dovedan mit einem Schuss aus rund 16 Metern traf. Der zuvor gefoulte Schnatterer erhöhte vom Punkt, ehe Wolze mit einer Direktabnahme noch verkürzte. In der Nachspielzeit schnürte Dovedan seinen Doppelpack.

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