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Nationaltorwart Neuer : „Wir haben aktuell ganz andere Probleme“

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Manuel Neuer denkt derzeit nicht an ein Ende seiner Fußballkarriere. Bild: EPA

Auch mit 34 Jahren denkt Manuel Neuer nicht an ein baldiges Karrierende. Vielmehr erzählt er in einem Interview, wie er sich fit hält. Dazu spricht der Kapitän des FC Bayern über leere Stadien und die Corona-Probleme.

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          Nationaltorhüter Manuel Neuer will den Profifußball während der Corona-Pandemie nicht zu wichtig nehmen. „Wir haben aktuell ganz andere Probleme als leere Stadien“, sagte der Profi des FC Bayern München dem Nachrichtenportal „t-online“. „Wir wollen doch alle erst einmal unser ganz normales Leben zurückhaben. Und wenn ich an Veränderungen denke, denke ich da momentan nicht als erstes an Fußball“, fügte der 34-Jährige hinzu.

          Champions League

          Neuer fühlt momentan vor allem mit den Kindern in Deutschland mit, die aufgrund der Pandemie nicht regelmäßig in ihren Heimat-Vereinen Sport treiben können. „Sie tun mir natürlich leid“, sagte der viermalige Welttorhüter. „Es ist wahnsinnig schwierig, Kinder in den eigenen vier Wänden zu motivieren. Es ist eine schwierige Situation für alle, aber besonders für Kinder, die zu Hause bleiben müssen und nicht viel Platz haben.“

          Deshalb habe er versucht, ihnen auf Social-Media-Plattformen Übungen für zu Hause mitzugeben. „Ich als Fußballer fühle mich in der Pflicht, den Kindern etwas zurückzugeben – ganz besonders in der aktuellen Situation“, sagte der Keeper, der sich in der Stiftung „Manuel Neuer Kids Foundation“ für Kinder aus sozial schwachem Umfeld engagiert.

          Neuer denkt auch im fortgeschrittenen Sportleralter von 34 Jahren nicht an ein baldiges Karriereende. Es sei zwar nicht sein Ziel, „den Altersrekord zu brechen“, sagte Neuer, aber „solange es meinem Körper gut geht und ich gebraucht werde, denke ich nicht ans Aufhören.“ Dies sei aktuell der Fall, meinte der Spielführer von Bayern München und der deutschen Nationalmannschaft. Sein Vertrag beim deutschen Rekordmeister läuft noch bis Mitte 2023. Derzeit spielt Neuer laut Bayern-Trainer Hansi Flick „in der Form seines Lebens“.

          Die Gründe dafür liegen auch abseits des Platzes. „Schlaf, Körperpflege, Ernährung und die richtigen Getränke spielen dabei eine Rolle. Hinzu kommt der Aspekt der wichtigen Regenerationszeit“, erklärte Neuer. Dabei würden ihm Ausgleichssportarten wie Stretching, Yoga, Pilates, Wandern oder Radfahren helfen – auch, „um den Kopf mal ganz freizubekommen“. Beim 1:1 der Münchner bei Atlético Madrid in der Champions League am Dienstag wurde Neuer geschont. Für ihn stand Alexander Nübel im Tor des FC Bayern.

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