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Ärger bei Bayern München : Thomas Müllers Frau greift Trainer Kovac an

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„Mehr als 70 Min bis der mal nen Geistesblitz hat“: Lisa Müller über Niko Kovac (Bild von 2016) Bild: Picture-Alliance

Als hätten die Münchner nicht schon genug sportliche Sorgen. Nach dem 1:1 gegen Freiburg gibt es auch noch Wirbel um die Frau von Thomas Müller. Eine Entschuldigung folgt.

          Die Frau von Fußball-Nationalspieler Thomas Müller hat mit einem Instagram-Post für Wirbel beim Heimspiel des FC Bayern München gegen den SC Freiburg gesorgt. Lisa Müller warf Trainer Niko Kovac die späte Einwechslung ihres Mannes in der 71. Spielminute vor. „Mehr als 70 Min bis der mal nen Geistesblitz hat“, schrieb sie zu einem Bild, das Kovac am Samstag beim 1:1 des deutschen Meisters gegen den SC Freiburg zusammen mit Thomas Müller vor dessen später Einwechslung am Spielfeldrand zeigt. Zu diesem Zeitpunkt stand es 0:0.

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          Nach dem Führungstor der Münchner durch Serge Gnabry postete Müllers Frau dann ein Jubelbild mit dem Hinweis „Und 8 Minuten später“. Thomas Müller fand die Aktion seiner Frau „nicht unbedingt super“, wie er bei Sky verriet. „Es war aus der Emotion heraus. Sie liebt mich halt, was soll ich machen", ergänzte Müller. Auf die Frage, was er zu Lisa Müllers Eintrag sage, antwortete Kovac nach dem Spiel in der Pressekonferenz, dass er „nichts“ dazu sage. Wie der FC Bayern am Sonntagnachmittag auf seiner Homepage mitteilte, habe sich Lisa Müller nach dem Spiel noch in der Allianz Arena umgehend bei Kovac entschuldigt. Dieser habe die Entschuldigung angenommen.

          Der FC Bayern hatte sich vorher eine weitere Blöße gegeben. Der deutsche Fußball-Serienmeister kam vor dem Bundesliga-Topspiel bei Borussia Dortmund am kommenden Samstag nach einer fahrigen Leistung ohne spielerische Lösungen nicht über ein 1:1 (0:0) gegen Freiburg hinaus. Nach dem dritten sieglosen Bundesliga-Heimspiel in Serie reisen die Bayern mit vier Punkten Rückstand zum Spitzenreiter BVB. Nationalspieler Gnabry erzwang mit einem energischen Solo und einem Schuss ins kurze Eck in der 80. Minute das 1:0 für die Bayern. Aber Freiburg schlug durch Angreifer Lucas Höler zurück (89.). Das Team von Trainer Christian Streich verdiente sich den Punkt mit viel Einsatz. Beim 19. Gastspiel in München war es für die Breisgauer – nach zuletzt 14 Niederlagen am Stück - erst das dritte Unentschieden.

          Niko Kovac hatte mal wieder die halbe Bayern-Elf umformiert. Die markanteste Veränderung war, dass Joshua Kimmich nach der Verletzung des Spaniers Thiago wie in der Nationalmannschaft zentral vor die Abwehr ins Mittelfeld vorrückte. Auf seiner Lieblingsposition agierte der 23-Jährige mit viel Elan, aber auch mit einigen Ballverlusten und vielen verlorenen Zweikämpfen. Thiago konnte er nicht ersetzen - eine Empfehlung für weitere Einsätze in der Zentrale gelang Kimmich nicht.


          Die Bayern begannen wuchtig, aber der Schwung verflog schnell. Den Angriffen fehlte das Überraschende, aber auch Entschlossenheit und Überzeugung. Trotzdem wäre eine Halbzeitführung möglich gewesen: Robert Lewandowski scheiterte, eingesetzt von Gnabry, aus spitzem Winkel an Alexander Schwolow (26.). Der Freiburger Torwart parierte auch einen Seitfallzieher von Arjen Robben (34.). In ihrer Verzweiflung forderten die Bayern sogar einen Foulelfmeter, als Gnabry im Zweikampf mit SC-Kapitän Mike Frantz im Strafraum ins Stolpern kam (40.). Torverhinderung stand bei den Freiburgern im Zentrum der Bemühungen, nach vorne ging ohne den verletzten Torjäger Nils Petersen wenig. Bayern-Torwart Manuel Neuer wurde nicht geprüft.

          Nach der Pause wurde Freiburg im Vorwärtsgang mutiger. Und nach einem Freistoß köpfte Tim Kleindienst den Ball ins Münchner Tor - aber aus Abseitsposition (54.). Ein Videobeweis hätte den Bayern fast einen Handelfmeter eingebracht (59.). Das Münchner Angriffsspiel blieb fahrig und unstrukturiert, die spielerischen Lösungen fehlten. Kovac reagierte: Der Kroate wechselte erst Franck Ribéry und dann Müller ein, um das Siegtor zu erzwingen. Es war dann Gnabry, der mit seinem ersten Bundesligator die Bayern vermeintlich zum nächsten Sieg schoss. Doch die Münchner sind in dieser Saison immer wieder verwundbar. Eine Flanke des guten Christian Günter von der linken Seite drückte Höler mit aller Entschlossenheit ins Tor.


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