https://www.faz.net/-gtm-9okk3

FC Bayern vor neuer Saison : Hoeneß stichelt schon gegen Dortmund

  • Aktualisiert am

„Der BVB hat viele Spieler gekauft. Ob er sich verstärkt hat, sehen wir im Laufe der Saison“: Uli Hoeneß Bild: dpa

Gerade erst beginnt die Bundesliga mit der Vorbereitung auf die neue Saison. Dortmund hat kräftig eingekauft, um die Münchner ärgern zu können. Und von dort kommt schon die erste Spitze im Titelrennen.

          Bayern Münchens Präsident Uli Hoeneß hat schon Wochen vor Beginn der neuen Saison in der Fußball-Bundesliga den Nervenkrieg gegen den mutmaßlichen Titelrivalen Borussia Dortmund mit ersten Sticheleien eröffnet. Bei der Premiere des Films „Kroos“ über den früheren Münchner und ehemaligen Weltmeister Toni Kroos am Sonntag in Köln wollte Hoeneß die prominenten BVB-Zugänge für die kommende Spielzeit nicht grundsätzlich als Qualitätssteigerung bezeichnen.

          „Der BVB hat viele Spieler gekauft“, sagte der Bayern-Boss auf dem Roten Teppich über Dortmunds Transferoffensive mit den Verpflichtungen der Nationalspieler Nico Schulz und Julian Brandt sowie des Belgiers Thorgan Hazard und des bisherigen Münchner Innenverteidigers Mats Hummels und meinte weiter: „Ob er sich verstärkt hat, sehen wir im Laufe der Saison.“ Zu den Münchner Plänen bei der Suche nach weiteren Verstärkungen sagte Hoeneß nichts. Nach den Einkäufen der französischen Weltmeister Lucas Hernandez (Atletico Madrid/80 Millionen Ablöse) und Benjamin Pavard (VfB Stuttgart/35) sowie Sturmtalent Jann-Fiete Arp (Hamburger SV/5) treten die Bayern derzeit auf der Suche nach neuen Spielern für den angekündigten Umbruch auf der Stelle.

          Hoeneß erwartet derweil nicht, dass Nationalspieler Toni Kroos noch einmal als Profi für einen deutschen Klub aufläuft. „Das würde ich ihm nicht raten“, sagte Hoeneß in Köln am Rande der Premiere. Den Abgang von Kroos im Sommer 2014 zu Real Madrid sieht der FC-Bayern-Boss auch im Nachhinein nicht als Fehler. „Für ihn war es eine gute Entscheidung – und für uns vielleicht auch.“ Der ehemalige München-Profi und viermalige Champions-League-Sieger Kroos habe damals von den Bayern ein „Wahnsinns-Angebot“ bekommen, das er nicht angenommen habe.

          „Er hatte eine fantastische Zeit in München und hat eine noch tollere jetzt bei Real Madrid. Ich glaube, aus ihm ist ein großartiger Spieler und eine tolle Persönlichkeit geworden, und da können wir doch alle miteinander zufrieden sein, meinte Hoeneß. „Wir haben keinen Anspruch auf den Besitz eines jungen Menschen.“

          Kroos sagte, es sei „ein bisschen schwer zu beantworten“, ob er noch einmal in Deutschland spielen werde. Mit Blick auf seine sportliche Zukunft kündigte er an: „Es muss das Ziel sein, die nächsten vier Jahre, die ich noch Vertrag habe, auf dem Niveau, das ich die letzten fünf, sechs Jahre hatte, noch zu spielen.“

          Die Veröffentlichung des Dokumentarfilms über ihn sei eine „spezielle“ Erfahrung, sagte Kroos. Mit dem Ziel bin ich wirklich nicht in meine Karriere gegangen, dass da irgendwann mal ein Kinofilm bei herauskommt“, sagte der 29-Jährige vor der Premiere von „Kroos“. Die Doku kommt ab 4. Juli in die Kinos.

          Für den Film habe er auch private Einblicke zulassen müssen, versicherte der Weltmeister von 2014. „Man muss natürlich sehen, dass ein Kinofilm nur mit Fußballszenen einfach nicht interessant genug ist“, sagte er. Der Film zeige das „richtige Bild“ von ihm. „Für mich ist es natürlich auch wichtig, dass die Leute das richtige Bild haben.“

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          FAZ.NET-Serie Schneller schlau : Kind oder Porsche

          Die Frauen in Deutschland bekommen ihr erstes Kind deutlich später, im Durchschnitt sind sie mittlerweile älter als dreißig Jahre. Wie aber hängt die Kinderzahl mit dem Bildungsgrad zusammen? Und was kostet ein Kind eigentlich, bis es erwachsen ist?
          Gegen die Ruppigkeit, mit der Lawrow auf Vorhaltungen reagiert, setzt Maas eine bestimmte Hartnäckigkeit.

          Maas in Moskau : Sparringspartner auf Augenhöhe

          Bei seinem Russland-Besuch trifft ein selbstbewussterer Außenminister Heiko Maas auf Sergej Lawrow. Der Ton zwischen beiden ist ernsthafter geworden – nicht nur beim Geplänkel über die Meinungs- und Pressefreiheit.
          Erfolgreichste Ära in der Nazi-Zeit: Schalke wird 1934, 1935, 1937, 1939 (das Bild zeigt das damalige Team), 1940 und 1942 deutscher Meister.

          Schalkes Nachkriegspräsident : Ein Fremder im eigenen Verein

          Während der nationalsozialistischen Diktatur wurde der Jude Fritz Levisohn ausgeschlossen, verfolgt, verhaftet, misshandelt – und nach der Heimkehr erster Präsident von Schalke 04 nach dem Krieg. Ihm folgte ein Nazi der ersten Stunde.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.