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Warnung von Trainer und Profis : Der FC Bayern und die „ungelegten Eier“

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Denkt nur von Spiel zu Spiel: Bayern-Profi Thomas Müller Bild: Picture-Alliance

In dieser Saison könnte dem FC Bayern etwas Außergewöhnliches gelingen. Der Auftrag an die Mannschaft vor dem Auftakt in die heißeste Phase des Fußball-Jahres ist klar. Doch nicht nur der Trainer mahnt.

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          Manuel Neuer, Thomas Müller und Co. legten noch einmal kurz die Beine hoch – bevor für die Stars von Bayern München der letzte Teil der Mission Triple beginnt. Am Montag startet der deutsche Fußball-Rekordmeister nach einem 15-tägigen Kurzurlaub wieder mit der Vorbereitung. Der Auftrag ist klar: Der FC Bayern will eine verrückte „Geister-Saison“ nach Meisterschaft und Pokalsieg am 23. August in Lissabon mit dem Triumph in der Champions League krönen.

          „Wir haben noch einen dritten Pokal, in dem wir natürlich auch große Ziele haben“, hatte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge schon bei der Double-Feier betont: „Alle, die 2013 schon dabei waren, wissen, dass es ein langer und schwieriger Weg ist. Aber wenn ich euch in den letzten Wochen und Monaten so beobachtet habe, ist es ein Weg, der möglich ist.“

          Akribische Vorbereitung

          Die Zuversicht bei den Münchnern, das zweite Triple nach 2013 zu holen, ist groß. „Natürlich hat unsere Mannschaft diesen Titel im Kreuz“, sagte unlängst Präsident Herbert Hainer mit Nachdruck. Man arbeite ab sofort „an der Kür“, unterstrich auch Nationalspieler Leon Goretzka. Doch der Weg zum Finale im Estadio do Sport Lisboa e Benfica ist noch weit.

          Entsprechend akribisch bereitet Trainer Hansi Flick sein Team auf die finale Phase der Königsklasse vor. Nach einem Corona-Test am Montag steht am Dienstag und Mittwoch Cyber-Training auf dem Programm. Nach weiteren Corona-Tests folgt anschließend der Übergang ins Kleingruppen- (ab 23. Juli) und Mannschaftstraining (ab 26. Juli). Am 8. August wird es im Achtelfinal-Rückspiel gegen den FC Chelsea (Hinspiel 3:0) dann erstmals ernst.

          Im Erfolgsfall träfen die Bayern bei der Endrunde in Lissabon am 14. August auf den Sieger des Duells zwischen dem SSC Neapel und dem FC Barcelona (1:1), im Halbfinale (19.8.) wäre Manchester City mit dem früheren Bayern-Coach Pep Guardiola ein möglicher Gegner. Doch zunächst gehe es ausschließlich um Chelsea, sagte Thomas Müller: „Noch treffen wir nicht auf Neapel oder Barcelona. Das Kommentieren ungelegter Eier überlasse ich daher lieber anderen.“

          Auch Flick denkt „Schritt für Schritt“. Er hofft angesichts der Herausforderungen gegen die „ganz, ganz Großen“, dass es seine Profis in den wenigen freien Tagen geschafft haben, „sich mental zu erholen und neue Energie freizusetzen“. Zumal es beim Final-Turnier immer nur ein K.o.-Spiel geben wird. „Die One-Leg-Spiele sind nicht so einfach. Du musst auf den Punkt fit sein“, sagte der Bayern-Coach: „Trotzdem habe ich Vertrauen, dass die Mannschaft das umsetzen kann.“

          Ab Montag sind auch die drei Neuzugänge Leroy Sane, Tanguy Nianzou und Alexander Nübel beim Training dabei. Doch auf die Hilfe des Wunschspielers Sane kann Flick in der Champions League noch nicht bauen: Der 24-Jährige von Manchester City ist nicht spielberechtigt.

          Dafür steht der monatelang verletzte Nationalspieler Niklas Süle nach einem Kreuzbandriss wieder voll zur Verfügung. Der 24-Jährige absolvierte wie Sane in den letzten Tagen sogar Sonderschichten, um einsatzbereit zu sein. Auch die drei Leihspieler Philippe Coutinho, Ivan Perisic und Alvaro Odriozola gehören bis zum Ende der Champions-League-Saison noch zum Bayern-Kader.

          Offen ist dagegen die Zukunft von Thiago, der angeblich kurz vor einem Wechsel zum FC Liverpool steht. Auch um Abwehrchef David Alaba hatte es zuletzt einige Wechselgerüchte gegeben.

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