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Bayern München : Hoeneß erklärt die Gründe für seinen Abschied

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„Ich wollte das selbst entscheiden“: Uli Hoeneß zu seinem Abschied Bild: dpa

Trugen „Zwistigkeiten“ mit Karl-Heinz Rummenigge zum Rückzug von Uli Hoeneß beim FC Bayern bei? Der scheidende Präsident nimmt dazu Stellung – und beschreibt, wie es zu seiner Entscheidung kam.

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          Uli Hoeneß hat bestritten, dass der angekündigte Rückzug aus seinen Ämtern beim FC Bayern München mit kolportierten „Zwistigkeiten“ mit Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge zu tun gehabt hätte. „Nein, das hat nicht dazu beigetragen“, sagte der Präsident des FC Bayern München am Freitag. In der einen oder anderen Sachfrage habe man unterschiedliche Auffassungen gehabt und es sei auch mal etwas lauter geworden, aber es sei immer eine Diskussion in der Sache gewesen. „Sie glauben doch wohl nicht, dass ich wegen einem Streit solch ein Amt aufgebe“, sagte der 67-Jährige.

          Weggefährte Edmund Stoiber hatte von „Zwistigkeiten“ mit Vorstandschef Rummenigge gesprochen, der sich anders als Hoeneß nicht klar zu Trainer Niko Kovac bekannt hatte. Laut Hoeneß war der angekündigte Rückzug aus den Ämtern eine lange gereifte Entscheidung aus mehreren Faktoren gewesen. Mehr Zeit mit der Familie, ein gut aufgestellter Klub und eine geordnete Zukunft seien Faktoren gewesen, sagte Hoeneß. „Ich wollte das selbst entscheiden. Ich wollte von niemandem auf der Welt aufgefordert werden, unten rechts meine Demission zu unterschreiben. Das ist mir meiner Ansicht nach großartig gelungen.“

          Auch die Jahreshauptversammlung im vergangenen Jahr, als es Kritik und Buhrufe gegeben hatte, sei „kein ausschlaggebender Punkt“ gewesen, aber ein Anstoß. „Wir haben es geschafft, alle Weichen in aller Ruhe zu stellen“, sagte Hoeneß. „Ich wollte durch das große Tor gehen und das selbst entscheiden.“ Hoeneß bezeichnete den langjährigen Adidas-Boss Herbert Hainer als Idealbesetzung beim FC Bayern für seine Nachfolge. „Einer, der Adidas führen kann, kann auch den FC Bayern führen“, sagte Hoeneß. Hainer (65) sei „ein Mann des Sports“, er habe viel Ahnung von der Wirtschaft.

          Hoeneß wird sich nach vier Jahrzehnten aus der Führungsspitze des FC Bayern München zurückziehen. Der 67-Jährige will am 15. November nicht wieder als Präsident des deutschen Fußball-Rekordmeisters kandidieren. Seinen Vorsitz im Aufsichtsrat möchte er in der ersten Sitzung nach der Jahreshauptversammlung zur Verfügung stellen. Das sei für ihn selbstverständlich gewesen, denn man könne einen neuen Präsidenten nicht zur „Lame Duck“, in dem man ihm nicht den Posten des einflussreichen Aufsichtsratsvorsitzenden gebe, sagte Hoeneß.

          Sein Mandat als Mitglied des Aufsichtsrates wird Hoeneß aber für die Dauer seiner Bestellung bis November 2023 weiterhin wahrnehmen. Beide Spitzenämter von Hoeneß soll der langjährige Adidas-Chef Hainer übernehmen. Hoeneß sieht in Oliver Kahn eine Toplösung für den Vorstand des FC Bayern. „Da ist eine großartige Entwicklung zu sehen“, lobte Hoeneß den früheren Fußball-Nationaltorhüter. Kahn habe ihn unregelmäßig immer wieder in seinem Büro zu Gesprächen getroffen.

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