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Uli Hoeneß : „Ich bin ein totaler Fan von Karl Lauterbach“

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„Jens Spahn war Ankündigungsweltmeister“: Uli Hoeneß Bild: dpa

Bald wird Uli Hoeneß 70 Jahre alt. Zuvor spricht er über die Gesundheitsminister, die Impfpflicht, Joshua Kimmich, die Qatar-Problematik beim FC Bayern und einen Wunsch für das Jahr 2025.

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          Bayern Münchens Ehrenpräsident Uli Hoeneß findet den neuen Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) richtig gut. „Solange er nicht im Amt war, hatte ich meine Probleme mit ihm. Ich fand, dass er alles besser weiß. Jetzt bin ich ein totaler Fan von Karl Lauterbach, weil ich das Gefühl habe, dass er von der Sache sehr viel versteht und ein Macher ist“, sagt Hoeneß (69) im Interview der Deutschen Presse-Agentur. Der 58 Jahre alte Lauterbach muss in der neuen deutschen Ampelregierung die Corona-Maßnahmen managen.

          Bundesliga

          Hoeneß lobt den SPD-Politiker für seinen Tatendrang in den ersten Wochen im Ministeramt und übt Kritik an dessen Vorgänger: „Er macht etwa eine Bestandsaufnahme beim Impfstoff und besorgt, was fehlt. Kaum ist das Medikament Paxlovid gegen schwere Covid-Verläufe akzeptiert, bestellt er eine Million Packungen. Sein Vorgänger Jens Spahn war Ankündigungsweltmeister, hat aber wenig zustandegebracht.“ Lauterbach sei zwar „nicht jedem recht – aber er ist einer, der handelt, und so einer ist mir zehnmal lieber“. Lauterbach reagierte erfreut auf die Aussagen von Hoeneß. „Ich freue mich über das Lob von Uli Hoeneß, im Kampf gegen das Corona-Virus spielen Fußball und Politik im gleichen Team“, sagte Lauterbach der „Bild“-Zeitung (Montag).

          Hoeneß ist ein klarer Befürworter des Impfens, bei der aktuell heiß diskutierten Einführung einer Impfpflicht in Deutschland hat er aber umgedacht. „Zeitweise war ich dafür, aber ich habe mir dann vorgestellt: Was macht man mit einem Menschen, der sich partout nicht impfen lassen will? Ich halte eine Impflicht ohne Wenn und Aber für ein zu großes Problem, das die Gesellschaft eher spalten kann. Aber so, wie sich die Situation gerade darstellt, bedeutet das auch, dass die Rechte für Ungeimpfte eingeschränkt sein müssen“, sagt der frühere Bayern-Präsident, der an diesem Mittwoch 70 Jahre alt wird.

          „Das habe nicht ich zu entscheiden“

          Hoeneß begrüßt, dass Nationalspieler Josuha Kimmich (26) nach einer eigenen Corona-Erkrankung beim Impfen umgedacht hat. „Ich rechne es ihm hoch an, dass er sich hinstellt und sagt: 'Ich habe das falsch eingeschätzt.' Das würde ich mir bei mehr Menschen wünschen. Ich finde es gut, dass er sich, sobald es möglich ist, impfen lassen möchte. Das kann vielen Andersdenkenden einen Impuls geben.“

          Hoeneß votiert unter bestimmten Voraussetzungen für eine Verlängerung der umstrittenen Partnerschaft des FC Bayern mit der Fluglinie Qatar Airways über das Jahr 2023 hinaus. „Das habe nicht ich zu entscheiden“, sagte er zwar mit Blick auf den zuständigen Vorstand des Fußball-Rekordmeisters um Oliver Kahn. Aber: „Ich persönlich würde zu einer Verlängerung tendieren, wenn wir das Gefühl haben, dass wir mit dieser Partnerschaft einen Beitrag leisten können, dass sich die Dinge vor Ort verbessern und weiter verbessern werden.“

          Die Jahreshauptversammlung Ende November war am Streitthema Qatar in einer heftigen Kontroverse zwischen der Bayern-Führung und einem Teil der Fans und Mitglieder eskaliert. Ein Mitgliedsantrag, über die Partnerschaft für die Zukunft abstimmen zu wollen, wurde von der Vereinsführung nicht zugelassen. Hoeneß sprach im Anschluss von der „schlimmsten Veranstaltung“, die er beim FC Bayern je erlebt habe. Er war am Ende der Versammlung ans Rednerpult gegangen, verließ es aber dann wieder wortlos. „Ich bin froh, dass das Mikro keinen Saft mehr hatte“, klärte er jetzt auf. Er hätte Präsident Herbert Hainer und Vorstandschef Oliver Kahn zur Seite stehen wollen.

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