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Bundesliga bei TSG Hoffenheim : So bekämpft Flick die Müdigkeit beim FC Bayern

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„Auch wenn man müde ist, kann man Topleistungen bringen“: Bayern-Trainer Hansi Flick Bild: dpa

Am Donnerstag holten die Münchner mit einem Kraftakt über 120 Minuten noch den Supercup in Budapest. Nun wartet schon wieder die Bundesliga. Die Bayern sind müde. Trainer Hansi Flick erklärt seinen Plan dagegen.

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          Müde Spieler, schmaler Kader – schon früh in der Saison muss Hansi Flick bei den Vielspielern des FC Bayern genau hinschauen und kluge Belastungsentscheidungen treffen. Nur etwas mehr als 60 Stunden nach dem Gewinn des europäischen Supercups in Budapest müssen die Münchner Titelsammler am Sonntag (15.30 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Bundesliga und bei Sky) schon wieder in der Fußball-Bundesliga ran. Und weitere drei Tage später steht nach dem Auswärtsspiel gegen die TSG Hoffenheim bereits die prestigeträchtige Kraftprobe im deutschen Supercup mit dem nationalen Rivalen Borussia Dortmund auf dem Bayern-Spielplan.

          Bundesliga

          Flicks interne Ansage am Samstag lautete: Müdigkeit ausblenden. Trotz des 120-Minuten-Kraftaktes beim 2:1 nach Verlängerung gegen den FC Sevilla scheint er bei der Startelf nicht zu einer Rotation in größerem Umfang zu tendieren. „Es nützt nichts, wenn wir immer sagen, wie kaputt wir sind. Das ist nicht meine Mentalität. Auch wenn man müde ist, kann man Topleistungen bringen“, sagte Flick.

          Thomas Müller hatte direkt nach dem Abpfiff in Budapest gesagt, „wir sind sehr müde“. Aber das nun schon mit vier Titeln ausgezeichnete Team besitze eben auch eine spezielle Qualität, sagte der Angreifer: „Die Mannschaft hat gezeigt, dass wir diese Winner-Mentalität haben.“

          Flick verwies zudem darauf, dass er im Gegensatz zum Supercup in der Bundesliga auch wieder die Möglichkeit habe, fünfmal auszuwechseln. „Das werden wir nutzen“, kündigte der 55-Jährige an. Er wollte zudem beim Abschlusstraining sehr genau hingucken, „wie alle so beisammen sind“. Eventuell kann Flügelspieler Kingsley Coman nach seiner häuslichen Quarantäne wegen eines Corona-Falles in seinem privaten Umfeld den Kader verstärken. Dafür müsste ein letzter Corona-Test negativ sein. Coman könnte dann als Joker „für 20 Spielminuten“ eine Option sein, meinte Flick.

          Der Trainer weiß nur zu gut, dass er auf einen guten Mix aus Belastung und Entlastung bei seinen stark beanspruchten Stars achten muss. „Es ist wichtig, dass wir auf lange Sicht die Mannschaft fit halten. Wir müssen genau aufpassen.“ Er plädiert darum hartnäckig für eine Erweiterung seines Luxuskaders in der Breite.

          Flick wünscht sich „Optionen, um dann solche Spiele auch wegstecken zu können“, wie er nach dem Supercup-Gewinn sagte. Die Führungsspieler denken ähnlich. „Ich hoffe natürlich, dass wir noch Verstärkung dazu bekommen“, sagte Müller. Auch Kapitän Neuer verweist auf den „relativ schmalen Kader“.

          Die Zeit drängt. Sportvorstand Hasan Salihamidzic muss bald liefern. „Wir wissen, dass es immer enger wird, um Veränderungen vorzunehmen“, sagte Flick. Die Transferfrist endet am 5. Oktober. Immerhin: Müller kennt schon die Lösung, wenn die Einkaufsliste nicht wie gewünscht abgearbeitet werden kann. „Wenn der Kader so bleibt, wie er ist, lassen wir uns davon auch nicht aufhalten“, sagte der Vize-Kapitän. Dann heiße die Marschroute eben: „Challenge accepted!“ Auch diese Herausforderung würden die Münchner Siegertypen also annehmen.

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