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Bayern-Vorstand Oliver Kahn : „So blauäugig bin ich nicht“

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Oliver Kahn: ein Blick in die Zukunft? Bild: dpa

Der FC Bayern ist im Fußball weiterhin das Maß der Dinge. Doch Oliver Kahn blickt schon etwas weiter voraus. Derweil steht ein Nationalspieler wohl vor seinem Comeback bei den Münchnern.

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          Der künftige Bayern-Vorstandschef Oliver Kahn (51), stellt sich auch auf sportlich weniger rosige Zeiten mit dem deutschen Fußball-Rekordchampion ein. „Achtmal in Folge Meister zu werden ist schon eine unglaubliche Leistung der Mannschaft, aber ich bin nicht so blauäugig, davon auszugehen, dass das immer so bleibt“, sagte er im Interview der Männerzeitschrift „GQ“ (Donnerstag).

          Kahn gestand ein, dass die Spannung in der Bundesliga durch die Dominanz des FC Bayern München, der am Mittwochabend in der Champions League gegen Atlético Madrid einen Traumstart hingelegt hat, in den vergangenen Jahren etwas auf der Strecke geblieben sei. „Die Spannung des Sports entsteht durch die Unvorhersehbarkeit des Ergebnisses“, sagte er. „Diese Spannung ist in den letzten Jahren, zumindest was den Titelkampf anbelangt, deshalb verloren gegangen, weil der FC Bayern oft mit relativ vielen Punkten Vorsprung Meister geworden ist.“

          Intensive Corona-Tests

          Nach dem positiven Corona-Test bei Nationalspieler Serge Gnabry testet der FC Bayern derweil seine Stars noch intensiver. Nach dpa-Informationen erfolgte am Donnerstagmorgen bereits die nächste Testung, auch mit Blick auf das Bundesligaspiel gegen Eintracht Frankfurt an diesem Samstag (im F.A.Z.-Liveticker sowie bei Sky). Nachdem die Münchner bisher nur in konkreten Fällen wie bei einem positiven Fall im Umfeld von Kingsley Coman und eben bei Gnabry Mitteilungen veröffentlichten, ist davon auszugehen, dass Trainer Hansi Flick keine neuen Ausfälle einplanen muss.

          Vor dem Champions-League-Spiel bei Atlético Madrid (4:0) hatten die Münchner den Kader bereits getestet. Außer Gnabry musste Flick danach auf keinen weiteren Star verzichten. „Wir wussten bereits relativ früh, dass er ausfallen wird. Deshalb war es für uns klar, dass wir personell etwas abändern müssen“, hatte Trainer Flick gesagt. „Wir müssen schauen, dass wir uns nun noch intensiver mit diesen Dingen befassen und uns an die Regeln halten.“

          Eine gute Nachricht für Flick gab es zudem: Nationalspieler Leroy Sané ist in das Mannschaftstraining zurückgekehrt. Der seit Ende September wegen einer Kapselverletzung im rechten Knie fehlende Flügelspieler war am Donnerstag wieder bei der Einheit des FC Bayern dabei. Gegen Frankfurt könnte der 24-Jährige sein Comeback geben.

          Gemeinsam mit den Spielern, die am Vorabend in der Champions League nicht in der Startelf standen, war Sané im Training gefordert. Nach dem Aufwärmen und einigen intensiven Sprints standen laut Klub-Angaben vom Donnerstag Spielformen auf dem Programm. Unter der Anleitung von Ko-Trainer und WM-Rekordtorjäger Miroslav Klose trainierte Sané in einer Extra-Einheit dazu noch einige Abschlüsse.

          Der schon länger fehlende Abwehrspieler Tanguy Nianzou setzte sein Aufbauprogramm nach einer Oberschenkelverletzung fort. Der 18-Jährige muss sich weiter gedulden. Gegen Frankfurt wollen die Münchner den sechsten Pflichtspielsieg in Serie einfahren.

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