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Rache des Rechtsreferendars : Der größte Schreck der Bayern

Einer der Heroen a.D. beim FC Bayern: Ehrenpräsident Uli Hoeneß Bild: Marcel Engelbrecht/firo Sportphoto

Willi Lemke? Christoph Daum? Dortmund? Ein Scheich? Das Finanzamt? Oder der Zoll? Der härteste Gegner des FC Bayern kommt tatsächlich aus der eigenen Familie. Das hätten die Heroen a.D. nie gedacht.

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          Na, wer hat aufgepasst? Krumbach (Schwaben) ist gar nicht Teil von The Länd, sondern des Free State of Bavaria, aber damit sind wir beim Thema. FC Bayern, Jahreshauptversammlung. Stichwort: Qatar-Antrag, Stichwort: Wie lange san mia denn noch Emia?

          Wer hätte denn gedacht, dass sich weder Willi Lemke noch Christoph Daum, nicht Dortmund, nicht Red Bull, kein Scheich (heikel an dieser Stelle, klar, deshalb: der von Manchester City ist gemeint), kein Oligarch, nicht die BER-Flugsicherung und schon gleich gar nicht Finanzamt oder Zoll als härtester Gegner des FC Bayern München der vergangenen 50 Jahre herausstellen würde?

          Tja. Und dann sitzen sie da, am Donnerstagabend, die a.D.-Heroen des FC Bayern, von Kahn (Titan a.D.) über Hainer (Dax-Konzern-Chef a.D.) bis Hoeneß (natürlich nicht a.D.), im Bann des neuen Gegners mit Riesenkräften, im Bann seiner finsteren Gesellen mit niederen Motiven. Jetzt hilft auch kein Landgericht mehr.

          Man darf gespannt sein, in welcher Form diese Nacht im Kampf gegen die mächtigen Menschenrechtsfreunde Eingang finden wird in die Hagiographie, die Amazon über den FC Bayern produziert. Warum nicht mal ein formatfüllendes Spin-off wagen? Warum nicht mal Horror? Der Titel ist ja klar: Die Rache des Rechtsreferendars.

          Christoph Becker
          Sportredakteur.

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