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Autoindustrie und Fußball : Immer Vorfahrt für den FC Bayern?

Die Bayern-Spieler um Thomas Müller sollen demnächst elektrisch fahren. Bild: EPA

Die Bayern verkünden einen großen Sponsoringvertrag. Jeder Spieler soll demnächst elektrisch fahren. Andere müssen warten. So herrlich ist das Leben als Münchner Profi. Immer Vorfahrt. Oder auch nicht.

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          Noch nicht einmal gespielt in der Rückrunde und trotzdem schon wieder allen gezeigt, wie der Hase läuft, wo der Bartl den Most holt. Beziehungsweise die Marie. Das kann nur der große FC Bayern München. Am Dienstag wurde der neue Sponsoringvertrag mit Audi verkündet, der bis 2029 Jahr für Jahr 50 Millionen Euro bringen soll. Toll. Noch toller: Jeder Bayern-Spieler soll demnächst elektrisch fahren.

          Bislang sind die Elektromobile so rar, dass deutsche Wintersportler, vom selben Sponsor motorisiert, in dieser Saison klagten, der Vortrieb aus der Steckdose werde ihnen bislang vorenthalten. So herrlich ist das Leben als Bayern-Profi. Immer Vorfahrt. Oder auch nicht. Am Mittwoch kam der Branchenverband der Autoindustrie als Bittsteller ins Kanzleramt. Die Steuerzahler möchten doch zwanzig, dreißig Milliarden lockermachen, damit es in den kommenden Jahren weiterhin vorangeht. Sonst drohe Stillstand.

          Die Lage ist offenbar ungünstig im Autoland. So viel Geld für den Fußball ausgegeben, nichts mehr für den Strukturwandel übrig? Hat sich VW nicht gerade erst beim DFB eingekauft? Im Fußball haben sie eben die richtigen Antennen. Kann aber auch weh tun. Zum Beispiel Charles Akonnor. Er fiel einst als Stürmer des VfL Wolfsburg aus, weil der eigenen Nase die Autoantenne im Weg war. Seit dieser Woche ist er Nationaltrainer in Ghana. Endlich Vorfahrt.

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