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Poker um neuen Vertrag : Neuer schwärmt von Bayern-Trainer Flick

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Manuel Neuer gefällt der neue Bayern-Trainer außerordentlich. Bild: dpa

Nach Irritationen über Indiskretionen stocken die Verhandlungen zwischen dem FC Bayern und Manuel Neuer. Ein entscheidender Faktor für eine Unterschrift könnte Trainer Hansi Flick sein. Der Torwart lobt ihn nun in höchsten Tönen.

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          Torhüter Manuel Neuer hat Bayern-Trainer Hansi Flick in höchsten Tönen gelobt. „Er hat von Anfang an mit uns sehr mutig und offensiv gespielt“, sagte der 34-Jährige im Leadership-Talk der DFB-Akademie: „Das liegt uns natürlich. Wir sind eine sehr dominante Mannschaft, die das Zepter gerne in die Hand nehmen möchte. Das hat uns von Anfang an zugesagt. Er versucht jeden einzelnen Spieler weiterzubringen.“

          Gerade Flicks Kommunikation mit den Spielern weiß der Kapitän des deutschen Fußball-Rekordmeisters sehr zu schätzen. „Er ist sehr direkt, offen und ehrlich. Er ist ein sehr sympathischer Typ, dem man alles sagen kann und der auch selbst alles offen sagt. Er kann auch mal bestimmend etwas sagen. Er ist eine freundliche, nette und zugleich autoritäre Persönlichkeit“, sagte der 92-malige Nationalspieler.

          Das gute Verhältnis zu Flick könnte auch bei den zuletzt ins Stocken geratenen Verhandlungen über eine Vertragsverlängerung Neuers eine entscheidende Rolle spielen. Der Coach hatte in der Donnerstag-Ausgabe des „Kicker“ trotz der Verpflichtung von Alexander Nübel nochmals betont, „dass Manuel Neuer eindeutig unsere Nummer 1 ist, daran wird sich auch in der kommenden Saison nichts ändern.“

          Nübel wisse das auch, betonte Flick. Auch eine bei der Vertragsunterzeichnung angeblich zugesagte Anzahl von Pflichtspielen interessiert den 55-Jährigen in der Causa nicht: „Wer letztendlich spielt, ist immer Sache des Trainers. Und diese Entscheidung spreche ich immer mit meinem Trainerteam ab.“

          Neuers Vertrag endet Mitte 2021, die Gespräche über eine Verlängerung laufen. Der Keeper hatte sich in der Diskussion über seine Vertragsgespräche bei den Bayern zuletzt „irritiert“ darüber gezeigt, dass bestimmte Gesprächsinhalte an die Öffentlichkeit gelangt waren. Inzwischen sollen sich die Parteien aber wieder angenähert haben. Zumal Neuer als „Führungsspieler und Identifikationsfigur“, wie Vorstand Oliver Kahn unterstrich, weiter enorm wichtig für den Rekordmeister ist.

          Mit einem Machtwort versuchte derweil Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge, die anhaltenden Diskussionen um die Verpflichtung von Torhüter Alexander Nübel zu beenden. Er wolle „klarstellen, dass alle Entscheidungsträger des FC Bayern inklusive Cheftrainer Hansi Flick sehr glücklich darüber sind, dass Alexander Nübel zur neuen Saison Spieler des FC Bayern wird. Er ist einer der besten Nachwuchstorhüter Europas und ein wichtiger Spieler für die Zukunft unserer Mannschaft“, schrieb Rummenigge in einer am Donnerstag veröffentlichten Stellungnahme.

          Die Verantwortlichen beim deutschen Fußball-Rekordmeister seien überzeugt, „dass Manuel Neuer mit seiner Qualität und großen Erfahrung einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung von Alexander Nübel leisten wird. Weiterhin möchten wir festhalten, dass sich der FC Bayern abwertende Kommentare von Spielerberatern über andere Spieler des FC Bayern grundsätzlich verbittet“, betonte Rummenigge.

          Die Bayern hatten den 23 Jahre alten Nübel von Schalke 04 zur neuen Saison ablösefrei verpflichtet und mit einem Vertrag bis Mitte 2025 ausgestattet. Über Inhalte des Vertrags hatte es in den vergangenen Wochen immer wieder Spekulationen gegeben. Angeblich sollen die Bayern Nübel sogar einige Pflichtspiele zugesichert habe. Dies sorgte wiederum bei Neuer für Verstimmung. „Ich bin kein Statist, sondern Protagonist und will immer spielen“, sagte der 34-Jährige mit Nachdruck.

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