https://www.faz.net/-gtm-9n8em

Louis van Gaal : „Hoeneß und ich passen nicht durch eine Tür“

  • Aktualisiert am

Zwei Dickköpfe: Louiss van Gaal und Uli Hoeneß in einem Bild aus gemeinsamen Tagen bei Bayern München. Bild: AP

Rückblick mit ein wenig Wut im Bauch: Louis van Gaal spricht gewohnt offen über Meinungsverschiedenheiten mit Wegbegleitern wie Uli Hoeneß oder Franck Ribéry. Der Niederländer erklärt Missstände seiner Zeit bei Bayern München.

          Louis van Gaal hat die Differenzen mit Präsident Uli Hoeneß während seiner Zeit bei Bayern München mit der unterschiedlichen Persönlichkeit der beiden Alphatiere begründet. „Uli Hoeneß und Louis van Gaal passen nicht durch eine Tür“, sagte der niederländische Ex-Trainer in einem Interview mit dem Fußballmagazin 11Freunde. Van Gaal räumte gleichwohl ein, „in manchen Situationen den falschen Ton angeschlagen zu haben“.

          Er sei beim FC Bayern „zu direkt“ gewesen, wenn er seine Sicht der Dinge dargestellt habe. „Aber ich wollte deutlich sagen, wenn mir etwas nicht passt. Nie hinten herum, sondern direkt, offen und ehrlich“, betonte van Gaal, der es nicht bereut, sich zu Lebzeiten Johan Cruyffs nicht mit der niederländischen Fußball-Legende versöhnt zu haben.

          „Warum sollte ich es bedauern? Mit ihm war es dasselbe wie mit Uli Hoeneß“, sagte van Gaal, und fügte an: „Unsere Charaktere korrespondieren nicht miteinander. Und mein Leben ist zu kurz, um mich mit einer, zwei oder drei Personen aufzuhalten, die offenbar ganz anders sind als ich.“

          Kritik an Ribéry

          Kritik übte van Gaal an Bayerns Altstar Franck Ribery. Der Franzose sei „ein typischer Franzose, etwas dickköpfig, stur und ich-bezogen. Die meisten Angreifer haben diese Charaktereigenschaft“, sagte van Gaal, der im März seine Trainerlaufbahn beendete und von Juli 2009 bis April 2011 den FC Bayern trainiert hatte: „Ribéry oder Luca Toni waren nicht bereit, sich meiner Philosophie anzuvertrauen. Sie glaubten, dass ihnen ihr Status besondere Rechte einräumt.“

          Weitere Themen

          Fußballerin Rapinoe will nicht ins Weiße Haus Video-Seite öffnen

          Trump reagiert auf Twitter : Fußballerin Rapinoe will nicht ins Weiße Haus

          Die Co-Kapitänin der amerikanischen Fußballnationalmannschaft sagte, sie wolle nicht ins Weiße Haus, sollte sie nach der Weltmeisterschaft eingeladen werden. Das amerikanische Frauen-Team hat bisher jedes Spiel gewonnen und steht nun gegen die Gastgeberinnen aus Frankreich im Viertelfinale.

          Topmeldungen

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.