https://www.faz.net/-gtm-9ore1

Probleme auf Transfermarkt : Schlechte Nachrichten für den FC Bayern

  • Aktualisiert am

Der FC Barcelona hat offenbar noch einiges vor mit Ousmane Dembele. Bild: Picture-Alliance

Die Münchner suchen weiter Verstärkungen für ihre Offensive. Während es bei Leroy Sané keinen neuen Stand gibt, kommt in andere Personalien nun Bewegung. Doch die Entwicklungen dürften den Bayern gar nicht schmecken.

          3 Min.

          Schlechte Nachrichten für den FC Bayern München: Der Präsident des spanischen Fußball-Meisters FC Barcelona schließt einen Wechsel von Jungstürmer Ousmane Dembélé zum deutschen Rekordmeister praktisch aus. Man wolle, dass der 22 Jahre alte Franzose in Barcelona bleibt, sagte Josep Maria Bartomeu auf einer Pressekonferenz. Der frühere Dortmund-Profi sei für das Projekt des Teams um Superstar Lionel Messi und Nationaltorwart Marc-André ter Stegen „unentbehrlich. Dembele ist jung, talentiert und bietet noch viel mehr. Ich halte ihn für besser als Neymar. Er hat noch so viel Entwicklungspotential, deshalb wollen wir ihn behalten.“

          Bundesliga

          Neymar war vor zwei Jahren von Barcelona zum FC Paris Saint-Germain gewechselt, hatte in der französischen Hauptstadt aber nur wenig Grund zur Freude. Nach Medienberichten will der Brasilianer nun zurück zu den Katalanen. Dazu gefragt, sagte der Klubboss lediglich: „Wir wissen, dass Neymar Paris verlassen möchte. Wir sprechen aber nicht über Spieler anderer Klubs. Genauso wenig gefällt es uns, wenn man über unsere Profis redet.“ Dass die Münchner statt Dembélé vielleicht doch Leroy Sané von Manchester City bekommen, ist unwahrscheinlich. Der deutsche Nationalspieler will sich weiter nicht äußern, die Tendenz soll aber zu einem Verbleib bei Trainer Pep Guardiola gehen.

          Zudem ist der Transfer des englischen Nationalspielers Callum Hudson-Odoi zum FC Bayern wohl endgültig vom Tisch. Nach Informationen von „Spox„ soll der 18 Jahre alte Flügelstürmer kurz vor einer Vertragsverlängerung beim FC Chelsea stehen. Entscheidend dafür sei wohl die Verpflichtung des neuen Trainers Frank Lampard. Chelsea-Legende Lampard soll Hudson-Odoi in einem persönlichen Gespräch von einer Zukunft in der englischen Hauptstadt überzeugt haben. Unter Lampards Vorgänger Maurizio Sarri kam der Teenager in der vergangenen Saison nur sporadisch zum Einsatz. Wunschspieler Hudson-Odoi wurden von den Bayern seit dem vergangenen Winter umworben, er sollte unbedingt an die Säbener Straße kommen. Sein Vertrag wäre nach der kommenden Saison ausgelaufen. Hudson-Odoi befindet sich nach einem Achillessehnenriss im April noch in der Rehabilitation.

          Der FC Barcelona will derweil im Transfer-Poker um Frankreichs Stürmerstar Antoine Griezmann offenbar einen letzten Versuch für die Verpflichtung des 28-Jährigen starten. Barça-Präsident Bartomeu wolle bereits „in den nächsten Stunden“ Kontakt zur Führung von Atlético Madrid aufnehmen, um doch noch eine Einigung zu erzielen, berichtete die spanische Sportzeitung „Marca“ am Samstag. „Barcelona wirft im Fall Griezmann nicht das Handtuch“, schrieb das Blatt und meinte: „Es herrscht Krieg um Griezmann“.

          Atlético Madrid hatte dem amtierenden Meister aus Katalonien zuvor in einer Mitteilung unlautere Methoden vorgeworfen. Zudem hatte der Verein den wechselwilligen Griezmann aufgefordert, am Sonntag zum Trainingsauftakt in Madrid zu erscheinen. Damit reagierte Atlético auf Aussagen von Bartomeu. Der hatte am Freitag vor Journalisten gesagt, dass sich Barcelona-Geschäftsführer Òscar Grau und er am Donnerstag mit Atléticos Geschäftsführer Miguel Ángel Gil Marín getroffen hätten, um erstmals über Griezmann zu sprechen.

          Laut Atlético sollen der Franzose und die Katalanen aber bereits im März eine Einigung über einen Wechsel erzielt haben, die Verhandlungen sollen schon seit Februar gelaufen sein. Da spielte Madrid noch in der Champions League und kämpfte in der spanischen Meisterschaft mit Barcelona um den Meistertitel. „Atlético Madrid will seine tiefste Empörung über das Verhalten der beiden Parteien ausdrücken, insbesondere über das von Barcelona“, hieß es.

          In dem noch bis Mitte 2023 laufenden Vertrag zwischen Atlético und Griezmann war eine Ablöse von 200 Millionen Euro festgeschrieben, die am 1. Juli auf 120 Millionen Euro gefallen war. Atlético will aus Ärger über das Verhalten nun der von Barcelona angestrebten Ratenzahlung für Griezmann nicht zustimmen. Dem Blatt zufolge spielt Barcelona-Verteidiger Nélson Semedo bei den Verhandlungen eine entscheidende Rolle: Atlético möchte den Portugiesen unbedingt verpflichten, Barcelona will ihn aber bislang unter keinen Umständen hergeben. „Einer der Faktoren, die die Verhandlungen deblockieren könnten, ist Semedo“, schrieb „Marca“.

          Am Samstag gab Atlético zudem bekannt, dass der spanische Nationalspieler Álvaro Morata vom englischen Premier-League-Klub FC Chelsea kommt. Demnach wird der 26 Jahre alte Angreifer in der kommenden Saison weiter ausgeliehen, ehe er zur Saison 2020/2021 von den Madrilenen fest verpflichtet wird. Morata, der 2017 für 80 Millionen Euro vom Real Madrid zu den Londonern gekommen war, konnte sich an der Stamford Bridge nicht durchsetzen. Im Januar wurde er nach Madrid ausgeliehen. Über weitere Details des Transfers machten die Klubs keine Angaben.

          Weitere Themen

          Mainzer Wechselwirkung

          05-Profi Jonathan Burkardt : Mainzer Wechselwirkung

          Mit sieben Treffern ist Jean-Philippe Mateta noch der beste Torschützer der Mainzer. Doch zuletzt konnte er mit seiner Leistung nicht überzeugen. Dafür nutzt Jonathan Burkardt seine Chance unter dem neuen Trainer.

          Topmeldungen

          Merkel will das nächste Krisentreffen mit den Ministerpräsidenten vorziehen.

          Corona-Gipfel am Dienstag : Weniger Kontakte und mehr Homeoffice

          Bereits am 19. Januar beraten Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten über die aktuelle Pandemie-Lage in Deutschland. Die Kanzlerin plädiert für eine Verschärfung der Kontaktbeschränkungen und konsequentes Arbeiten von zuhause.
          Wut kann bei Kindern viele Gründe haben

          Tipps für Eltern : Wie man mit Wutanfällen bei Kindern umgeht

          Wenn Kinder plötzlich ausflippen, fühlen Eltern sich oft hilflos und schuldig. Dabei ist das ganz normal. Eine Psychologin gibt Tipps, wie Eltern mit den Wutanfällen ihres Nachwuchses umgehen können.
          Sauberer Schnitt: Friseurmeister Cyrus Wachs zeigt dem Autor, wie er sich selbst die Koteletten kürzen kann.

          Selbst Haareschneiden : So wird die Matte zur Frisur

          Im Lockdown haben auch die Friseure geschlossen. Seit einem Monat sprießt es also wieder ungehemmt auf den Köpfen. Damit der Selbstversuch nicht zum Desaster wird, gibt Friseur Cyrus Wachs Tipps zum Haareschneiden zu Hause.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.