https://www.faz.net/-gtm-9ore1

Probleme auf Transfermarkt : Schlechte Nachrichten für den FC Bayern

  • Aktualisiert am

Der FC Barcelona hat offenbar noch einiges vor mit Ousmane Dembele. Bild: Picture-Alliance

Die Münchner suchen weiter Verstärkungen für ihre Offensive. Während es bei Leroy Sané keinen neuen Stand gibt, kommt in andere Personalien nun Bewegung. Doch die Entwicklungen dürften den Bayern gar nicht schmecken.

          Schlechte Nachrichten für den FC Bayern München: Der Präsident des spanischen Fußball-Meisters FC Barcelona schließt einen Wechsel von Jungstürmer Ousmane Dembélé zum deutschen Rekordmeister praktisch aus. Man wolle, dass der 22 Jahre alte Franzose in Barcelona bleibt, sagte Josep Maria Bartomeu auf einer Pressekonferenz. Der frühere Dortmund-Profi sei für das Projekt des Teams um Superstar Lionel Messi und Nationaltorwart Marc-André ter Stegen „unentbehrlich. Dembele ist jung, talentiert und bietet noch viel mehr. Ich halte ihn für besser als Neymar. Er hat noch so viel Entwicklungspotential, deshalb wollen wir ihn behalten.“

          Bundesliga
          ANZEIGE

          Neymar war vor zwei Jahren von Barcelona zum FC Paris Saint-Germain gewechselt, hatte in der französischen Hauptstadt aber nur wenig Grund zur Freude. Nach Medienberichten will der Brasilianer nun zurück zu den Katalanen. Dazu gefragt, sagte der Klubboss lediglich: „Wir wissen, dass Neymar Paris verlassen möchte. Wir sprechen aber nicht über Spieler anderer Klubs. Genauso wenig gefällt es uns, wenn man über unsere Profis redet.“ Dass die Münchner statt Dembélé vielleicht doch Leroy Sané von Manchester City bekommen, ist unwahrscheinlich. Der deutsche Nationalspieler will sich weiter nicht äußern, die Tendenz soll aber zu einem Verbleib bei Trainer Pep Guardiola gehen.

          Zudem ist der Transfer des englischen Nationalspielers Callum Hudson-Odoi zum FC Bayern wohl endgültig vom Tisch. Nach Informationen von „Spox„ soll der 18 Jahre alte Flügelstürmer kurz vor einer Vertragsverlängerung beim FC Chelsea stehen. Entscheidend dafür sei wohl die Verpflichtung des neuen Trainers Frank Lampard. Chelsea-Legende Lampard soll Hudson-Odoi in einem persönlichen Gespräch von einer Zukunft in der englischen Hauptstadt überzeugt haben. Unter Lampards Vorgänger Maurizio Sarri kam der Teenager in der vergangenen Saison nur sporadisch zum Einsatz. Wunschspieler Hudson-Odoi wurden von den Bayern seit dem vergangenen Winter umworben, er sollte unbedingt an die Säbener Straße kommen. Sein Vertrag wäre nach der kommenden Saison ausgelaufen. Hudson-Odoi befindet sich nach einem Achillessehnenriss im April noch in der Rehabilitation.

          Der FC Barcelona will derweil im Transfer-Poker um Frankreichs Stürmerstar Antoine Griezmann offenbar einen letzten Versuch für die Verpflichtung des 28-Jährigen starten. Barça-Präsident Bartomeu wolle bereits „in den nächsten Stunden“ Kontakt zur Führung von Atlético Madrid aufnehmen, um doch noch eine Einigung zu erzielen, berichtete die spanische Sportzeitung „Marca“ am Samstag. „Barcelona wirft im Fall Griezmann nicht das Handtuch“, schrieb das Blatt und meinte: „Es herrscht Krieg um Griezmann“.

          Atlético Madrid hatte dem amtierenden Meister aus Katalonien zuvor in einer Mitteilung unlautere Methoden vorgeworfen. Zudem hatte der Verein den wechselwilligen Griezmann aufgefordert, am Sonntag zum Trainingsauftakt in Madrid zu erscheinen. Damit reagierte Atlético auf Aussagen von Bartomeu. Der hatte am Freitag vor Journalisten gesagt, dass sich Barcelona-Geschäftsführer Òscar Grau und er am Donnerstag mit Atléticos Geschäftsführer Miguel Ángel Gil Marín getroffen hätten, um erstmals über Griezmann zu sprechen.

          Laut Atlético sollen der Franzose und die Katalanen aber bereits im März eine Einigung über einen Wechsel erzielt haben, die Verhandlungen sollen schon seit Februar gelaufen sein. Da spielte Madrid noch in der Champions League und kämpfte in der spanischen Meisterschaft mit Barcelona um den Meistertitel. „Atlético Madrid will seine tiefste Empörung über das Verhalten der beiden Parteien ausdrücken, insbesondere über das von Barcelona“, hieß es.

          In dem noch bis Mitte 2023 laufenden Vertrag zwischen Atlético und Griezmann war eine Ablöse von 200 Millionen Euro festgeschrieben, die am 1. Juli auf 120 Millionen Euro gefallen war. Atlético will aus Ärger über das Verhalten nun der von Barcelona angestrebten Ratenzahlung für Griezmann nicht zustimmen. Dem Blatt zufolge spielt Barcelona-Verteidiger Nélson Semedo bei den Verhandlungen eine entscheidende Rolle: Atlético möchte den Portugiesen unbedingt verpflichten, Barcelona will ihn aber bislang unter keinen Umständen hergeben. „Einer der Faktoren, die die Verhandlungen deblockieren könnten, ist Semedo“, schrieb „Marca“.

          Am Samstag gab Atlético zudem bekannt, dass der spanische Nationalspieler Álvaro Morata vom englischen Premier-League-Klub FC Chelsea kommt. Demnach wird der 26 Jahre alte Angreifer in der kommenden Saison weiter ausgeliehen, ehe er zur Saison 2020/2021 von den Madrilenen fest verpflichtet wird. Morata, der 2017 für 80 Millionen Euro vom Real Madrid zu den Londonern gekommen war, konnte sich an der Stamford Bridge nicht durchsetzen. Im Januar wurde er nach Madrid ausgeliehen. Über weitere Details des Transfers machten die Klubs keine Angaben.

          Weitere Themen

          Spott für Griezmann – Warten auf Neymar

          FC Barcelona : Spott für Griezmann – Warten auf Neymar

          Messi? Nicht dabei. Suarez? Fällt länger aus. Griezmann? Spielt seltsam. In Barcelona schrillen schon nach dem ersten Spieltag die Alarmglocken. Nun hoffen alle auf Neymar. Doch der Brasilianer ist auch eine Bedrohung.

          Topmeldungen

          Trotz Reform : Viele Sparer müssen weiter Soli zahlen

          Für die meisten Bundesbürger soll der Solidaritätszuschlag ab 2021 entfallen, sagt Finanzminister Scholz. Was er verschweigt: Für den Großteil der Sparer und Anleger gilt das nicht – und das sind nicht nur Großverdiener.
          Disqualifiziert: Charlotte Dujardin.

          Blut am Pferd bei der EM : „Ich bin total niedergeschmettert“

          Charlotte Dujardin übertreibt bei der Dressur-EM den Sporen-Einsatz und ist selbst erschüttert. Im Fell ihrer Stute zeigt sich eine Wunde, die Reiterin wird disqualifiziert. Nun stellt sich vor allem eine Frage.

          Auch Mazda steigt aus : Carsharing fährt gegen die Wand

          Es soll eine Lösung für urbane Mobilität sein: Doch Carsharing rechnet sich nicht. Und nicht nur das: Die Autos kämen oft auch verdreckt oder beschädigt zurück, klagen die Anbieter. Jetzt gibt auch Mazda auf.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.