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Trainer äußert sich zu Ablöse : Nagelsmann und die Frage nach den 25 Millionen

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Hohe Ziele: Julian Nagelsmann will erfolgreich sein. Bild: Reuters

Bei einer Pressekonferenz spricht Julian Nagelsmann über die Rekordsumme, für die er von Leipzig zum FC Bayern wechselt. Und er erzählt, ob er Spieler mit nach München nehmen wird.

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          Fußball-Trainer Julian Nagelsmann sieht sich trotz der hohen Zahlung des FC Bayern München an RB Leipzig nicht unter einem besonderen Druck. „Grundsätzlich ist mir jetzt nicht angst und bange aufgrund einer Ablösesumme“, sagte der 33-Jährige am Dienstag. „Bei den Spieler gibt es viele, die deutlich mehr kosten, auch die haben mit dem Druck umzugehen und ihre Leistung zu bringen. So ist es bei mir auch.“

          Die Münchner hatten zuvor die Verpflichtung von Nagelsmann als Nachfolger von Hansi Flick für die neue Saison bekanntgegeben. Über die Ablösesumme, die die Bayern an Leipzig zahlen müssen, machten die beiden Klubs keine Angaben. Diese Summe dürfte aber eine bislang unerreichte Dimension in der Bundesliga haben. Nach F.A.Z.-Informationen liegt sie bei knapp unter 25 Millionen Euro.

          „Wir dementieren das nicht“

          Wie Nagelsmann nannte auch RB-Vorstandschef Oliver Mintzlaff keine konkrete Zahl. „Wir kommentieren das nicht. In dem Fall ist es mir natürlich wichtig, dass es sich um eine extremst hohe Ablösesumme gehandelt hat. Und das, was ich da gehört habe und was kolportiert wird - das ist zumindest nicht so, dass wir das dementieren“, sagte Mintzlaff. Als Ablöse wurde zuvor über eine Summe von bis zu 30 Millionen Euro spekuliert.

          Diese Summe „habe auch nicht ich hingeschrieben und habe gesagt: ‚Ich bin genau das wert und wenn ihr mich haben wollt, müsst ihr genau das bezahlen.' Das sind Klubthemen“, sagte Nagelsmann. „Ich bin topmotiviert gute Leistungen hier noch zu bringen und ab dem Sommer auch für den neuen Klub.“

          Nagelsmann will sich derweil keine weiteren Spieler von seinem Noch-Arbeitgeber zu Bayern München mitnehmen. „Ich werde jetzt nicht einen T6 mieten, um nach München zu fahren und im Schlepptau noch den ein oder anderen guten Spieler von Leipzig dabei zu haben“, sagte Nagelsmann weiter. „Jetzt, wo mir RB die Chance ermöglicht, fange ich nicht an, an Spielern rumzugraben“, meinte Nagelsmann. Der Transfer von RB-Innenverteidiger Dayot Upamecano für 42,5 Millionen Euro zu den Bayern ist schon länger perfekt.

          Die erste Kontaktaufnahme mit dem FC Bayern, so Nagelsmann, habe es nach Leipzigs Heimspiel gegen die TSG Hoffenheim am 16. April gegeben. Einen Tag später hatte Flick öffentlich gemacht, dass er die Bayern um Auflösung seines Vertrages gebeten habe. Die Entscheidung sei erst in den vergangenen Tagen gefallen, führte Nagelsmann aus: „Am Sonntag gab es für mich letzte Details zu klären mit Bayern und dann gestern im Laufe des Tages zwischen den Klubs.“

          Auf die Ziele mit den Bayern wurde in den kurzen Gesprächen laut Nagelsmann nicht detailliert eingegangen, diese ergäben sich jedoch aus dem Selbstverständnis des Triple-Gewinners. „In der Überzeugung, dass ich das leisten kann, werde ich da am 1. Juli aufschlagen“, meinte er. Neben Titeln sei auch die Integration von Talenten aus dem Bayern-Campus ein Ziel.

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