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„Das ist nicht optimal“ : Der FC Bayern steckt in der Zwickmühle

  • Aktualisiert am

Will wieder eine erfolgreiche Saison mit seiner Mannschaft spielen: Bayern-Trainer Hansi Flick Bild: dpa

Nach dem Triumph in der Champions League nimmt der FC Bayern die Arbeit wieder auf. Doch noch sind viele wichtige Fragen für die Zukunft ungeklärt. Trainer Hansi Flick äußert sich deutlich.

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          Thiago plauderte auf dem Weg zum Trainingsplatz entspannt mit Serge Gnabry, David Alaba schlenderte mit einem Lächeln aus der Kabine: Als Triple-Sieger Bayern München am Freitag auf seiner Mission dreifache Titelverteidigung das Mannschaftstraining aufnahm, waren die beiden umworbenen Stars mittendrin. Es war ein gewohntes Bild, dabei ist bei Thiago und Alaba – genauso wie bei Routinier Javi Martinez – die Zukunft weiterhin offen.

          Die Situation sei „nicht ganz einfach“, hatte Trainer Hansi Flick schon am Dienstag gemahnt. Er wisse nicht, „wer uns verlässt oder wer noch dazu kommt. Das ist nicht ganz optimal.“ Aber solange die Spieler noch im Kader seien, „plane ich auch mit ihnen“.

          Verlängert Alaba?

          Auch am Freitag gab es bei den seit Wochen heiß diskutierten Personalien nichts Neues. Noch immer deutet viel auf einen Abschied von Thiago in Richtung England (FC Liverpool oder Manchester United) und Martinez nach Spanien oder China hin. Bei Alaba zeigten sich die Bayern dagegen zuletzt optimistisch, dass es doch noch mit einer Vertragsverlängerung über 2021 hinaus klappt – auch wenn der Österreicher horrende 25 Millionen Euro Jahresgage fordern soll.

          Flick, der am Freitag beim Training fehlte und stattdessen die Beerdigung von Hoffenheims langjährigem Präsidenten Peter Hofmann besuchte, steckt in der Zwickmühle. Bereits am kommenden Freitag startet der FC Bayern gegen Schalke 04 in die Bundesliga-Saison, aber der 55-Jährige muss zunächst wohl improvisieren. Deshalb wünscht er sich möglichst schnell Planungssicherheit. Er hoffe, „dass bald Oktober ist“, sagte er – am 5. Oktober schließt das Transferfenster.

          So oder so: Der FC Bayern, der die Leihspieler Ivan Perisic, Philippe Coutinho und Alvaro Odriozola verloren hat, muss „nachlegen“, betonte Flick. Angesichts des stressigen Programms in den kommenden Wochen mit fast durchgehend Englischen Wochen, mit europäischem und deutschem Supercup brauche man „in der Breite gute Qualität“. Sportvorstand Hasan Salihamidzic ist längst auf der Suche. Ein Rechtsverteidiger und ein weiterer Flügelspieler stehen auf der Wunschliste ganz oben. Ansonsten hängt viel von Thiago, Alaba und Martinez ab. Dementsprechend, so Flick, müsse der Klub „handeln“.

          An der ersten Einheit der Bayern auf dem Platz nahmen 24 Spieler teil. Eine Einzelschicht absolvierte Rio-Weltmeister Jerome Boateng. Der Abwehrspieler hatte sich im Champions-League-Finale gegen Paris St. Germain (1:0) einen Muskelfaserriss im rechten Oberschenkel zugezogen. Flick wurde von seinen Assistenten Miroslav Klose und Hermann Gerland vertreten.

          Viel Zeit bleibt nicht, um wieder in Form zu kommen. Die Spieler hätten aber im kurzen Urlaub „nicht viel verloren“, sagte Flick, für den die unglaubliche Erfolgsgeschichte der vergangenen Wochen endgültig abgehakt ist: „Jetzt fokussieren wir uns auf neue Ziele.“

          Besondere Hoffnungen ruhen dabei auf Wunschspieler Leroy Sané. Der habe zuletzt im DFB-Team schon „sehr vielversprechende Ansätze“ gezeigt, lobte Flick, fügte aber deutlich an: „Bei uns geht es auch gegen den Ball sehr intensiv weiter. Da muss er sich auch einbringen. Das wird eine Umstellung für ihn.“

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