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Fußball-Bundesliga : Nur der Ärger um Sanches stört die Bayern

  • Aktualisiert am

Macht Renato Sanches (rechts, daneben Robert Lewandowski) doch noch den Abgang bei den Bayern? Bild: Picture-Alliance

Nach dem Transfer-Coup mit Philippe Coutinho ist das Wohlbefinden in München groß. Alleine Renato Sanches sorgt für Verstimmung. Der Klub reagiert mit Unverständnis – und schließt einen Abgang nicht aus.

          Beim FC Bayern München scheint eine Transferwende beim unzufriedenen portugiesischen Fußball-Europameister Renato Sanches nicht ausgeschlossen. Sportdirektor Hasan Salihamidzic legte sich am Dienstag auf Nachfrage nicht mehr fest, dass der 22 Jahre alte Mittelfeldspieler sicher beim deutschen Rekordmeister bleibt. Sanches war vor drei Jahren für 35 Millionen Euro von Benfica Lissabon gekommen. Sein Vertrag in München läuft bis einschließlich 30. Juni 2021. In dem 20 Jahre alten Franzosen Cuisance haben die Bayern kurz vor Ende der Transferfrist noch ein weiteres Mittelfeldtalent von Borussia Mönchengladbach verpflichtet.

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          Sanches hatte sich nach dem 2:2 zum Bundesligastart gegen Hertha BSC öffentlich über seine kurze Spielzeit als Reservist beklagt. Dafür soll er vereinsintern eine Geldstrafe erhalten haben. „Renato Sanches hat am Anfang der Saison gleich drei Einsätze gehabt. Deswegen habe ich seine Äußerung nicht so richtig verstanden“, sagte Salihamidzic im Rahmen der Vorstellung von Cuisance am Dienstag in München.

          In der Saisonvorbereitung hatten die Bayern-Verantwortlichen den Wechselwunsch des Portugiesen abgelehnt. Trainer Niko Kovac hatte dem Mittelfeldspieler für diese Saison mehr Einsätze in Aussicht gestellt. „Wir werden schauen“, sagte Salihamizic nun auf die Frage, ob Sanches weiterhin bleibe. „Wir lassen uns auf dem Transfermarkt bis zum 2. September alle Optionen offen. Mehr möchte ich nicht sagen“, äußerte der Sportdirektor stattdessen allgemein.

          Bereits am Montag hatte er auf Nachfragen zur Zukunft von Jerome Boateng ausweichend auf den Transferschluss am 2. September verwiesen. Präsident Uli Hoeneß hatte dagegen am Wochenende die Kaderplanungen der Bayern für beendet erklärt. „Jetzt ist unser Kader so komplett und so gut aufgestellt, wie wir uns das vorgestellt haben“, sagte er bei Sky Sport.

          Außer der Ärger um Sanches stört aber derzeit nichts das Münchner Wohlbefinden. Im Münchner Regen absoliverte Neuzugang Philippe Coutinho sein erstes Training am Dienstag. Rund 1600 Fans schauten bei der ersten Übungseinheit des deutschen Fußball-Meisters mit dem vom FC Barcelona ausgeliehenen Brasilianer zu. Im Mittelpunkt des Trainings standen schnelle Angriffszüge. Erstmals dabei war auch Cuisance. Beim Training fehlte der frühere Schalker Leon Goretzka. Der deutsche Nationalspieler hatte nach einer Trainingsverletzung am Oberschenkel bereits das Liga-Auftaktspiel gegen Hertha verpasst. Weltmeister Corentin Tolisso trainierte am Dienstag individuell im Leistungszentrum.

          Beim 27 Jahre alten Coutinho blitzten seine Stärken am Ball auf, ob im Dribbling, bei präzisen Pässen in den Fuß oder auch der Ruhe beim Torabschluss. Beim abschließenden Übungsspiel auf einem verkleinerten Spielfeld wirkte der Neu-Münchner am Ende etwas müde. Coutinho war nach der Teilnahme an der Copa America mit dem Nationalteam im Sommer in Barcelona mit Verspätung ins Training eingestiegen. Er könnte am Samstag im Auswärtsspiel der Bayern beim FC Schalke 04 sein Bundesligadebüt feiern.

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