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FC Bayern vor Meisterschaft : Der DFB-Wunsch für die Zukunft von Hansi Flick

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Genau beobachtet: Trainer Hansi Flick (links) schaut auf Joshua Kimmich. Bild: AFP

Hansi Flick verlässt den FC Bayern als deutscher Meister – das scheint so gut wie sicher. Nach dem 2:0 gegen Leverkusen äußert sich Führungsspieler Joshua Kimmich zur Nationalmannschaft.

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          Gratulationen zur 31. deutschen Meisterschaft des FC Bayern und zum siebten Titel seiner Amtszeit nahm Hansi Flick auf seiner Abschiedstour noch keine an. „Ich habe der Mannschaft vor dem Spiel gesagt, dass wir einen riesigen Schritt in die richtige Richtung machen können. Das haben wir gemacht“, sagte der zufriedene Noch-Trainer der Münchner nach dem 2:0 gegen Bayer Leverkusen. „Wir wollen möglichst in Mainz auch gewinnen, dann können Sie gerne gratulieren.“

          Bundesliga

          Nach einem Sieg am Samstag beim FSV Mainz 05, wenn Robert Lewandowski seine Jagd auf den legendären 40-Tore-Rekord von Gerd Müller wieder aufnehmen will, würde der Triplesieger im neunten Jahr nacheinander mit der Schale feiern. Zum zweiten Mal unter Flicks Kommando, zum 30. Mal in Bundesliga-Zeiten, was den fünften Stern bedeuten würde.

          „Die Meisterschaft ist unser Ziel und wir sind ganz nah dran. Auch wenn die Saison nicht perfekt gelaufen ist, können wir uns den Titel schnappen und das ist das Ziel“, sagte Joshua Kimmich. Nach der Führung durch Eric Maxim Choupo-Moting (7. Minute) ließ er selbst die Münchner über den 50. Liga-Sieg gegen Bayer Leverkusen jubeln. Das 1:2 von RB Leipzig in Köln machte die Freude noch etwas größer.

          „Hoffe, dass er Trainer wird“

          Im ersten Spiel nach der von den Bossen missbilligten öffentlichen Bekanntgabe des Wunsches nach einer vorzeitigen Auflösung des bis Sommer 2023 laufenden Vertrags von Flick lenkten seine Stars das Spiel schnell in die Titel-Richtung. „Er hat es aber verdient, dass man für ihn jeden Tag Gas gibt. Die letzten 18 Monaten waren die erfolgreichsten in der Geschichte von diesem Verein“, sagte Kimmich.

          Der Schlüsselspieler in Verein und Nationalelf gab für die Zukunft des scheidenden Trainers, dessen Bitte nach der Vertragsauflösung irgendwann im Anschluss an das Mainz-Match erfüllt werden dürfte, einen Wunsch mit auf den Weg. „Jetzt hoffe ich natürlich, dass wenn er im Sommer geht, er danach Trainer beim DFB wird.“ Joachim Löw hört nach der EM auf, Flick gilt als Nachfolgekandidat Nummer eins.

          Bald sieben Titel zieren die nun doch überraschend kurze Amtszeit von Flick. „Wir haben zehn Punkte Vorsprung. Also können und wollen wir am Samstag den Sack zu machen“, sagte Flick, der sich nicht zum spekulierten Wechsel von David Alaba zu Real Madrid äußern wollte. „Er hat mir das noch nicht berichtet, daher möchte ich dazu noch nichts sagen.“

          Zu Flick – und dessen Abschied – selbst äußern sich die Spieler dagegen schon jetzt. „Die ganze Konstellation mit Hansi zusammen motiviert uns einfach, den Fußball, welchen wir die letzten 18 Monate gezeigt haben, in den restlichen Spielen abzurufen und weiter Spiele zu gewinnen und dieser Zeit einen würdigen Abschied zu gönnen“, sagte Nationalspieler Leon Goretzka, den die Nachricht vom nahenden Flick-Abgang „traurig“ stimmte. „Es war eine unfassbar erfolgreiche Zeit, in der sich ein guter Spirit aufgebaut hat.“

          Goretzka gab nach muskulären Problemen sein Comeback, das von Weltfußballer Lewandowski nach einer Knieverletzung soll fix folgen. An diesem Mittwoch will er wieder mit dem Team trainieren, am Samstag ist er für Flick „absolut eine Option“. Lewandowski gibt sich nach seiner Zwangspause und bislang 35 Toren zurückhaltend. „Es gibt vier Spiele, um den Rekord zu brechen. Das bedeutet, ich muss noch mindestens sechs Tore schießen“, sagte der Pole. Nach seiner Pause gebe es auch „Fragezeichen“, wie es ohne Rhythmus für ihn laufe.

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