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Wirbel um Neuer beim FC Bayern : „Vielleicht hat man Nübel vorschnell verpflichtet“

  • Aktualisiert am

Wie geht es weiter mit Manuel Neuer beim FC Bayern? Bild: dpa

Der FC Bayern und Manuel Neuer ringen um einen neuen Vertrag – bislang erfolglos. Das könnte auch mit dem designierten Nachfolger in München zusammenhängen. Ein Experte äußert deshalb eine deutliche Empfehlung.

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          Der frühere Fußballprofi Dietmar Hamann sieht seinen ehemaligen Klub Bayern München bei den ins Stocken geratenen Vertragsverhandlungen mit Kapitän Manuel Neuer in einer schwierigen Position. „Weil sie Alexander Nübel vielleicht etwas vorschnell verpflichtet haben. Man hört, ihm seien sogar Spiele versprochen worden“, sagte Hamann, der sich gegen eine langfristige Verlängerung mit Neuer ausspricht, im Sky-Interview: „Ich würde keine vier Jahre verlängern, aber die Bayern haben sich selbst in diese Position gebracht.“

          Andererseits würde er „einem Spieler nie vorwerfen, dass er zu viel Geld verlangt. Das bekommt aber in der Situation, in der wir uns momentan befinden, eine andere Bedeutung und Wertigkeit“, räumte Hamann ein, der zwischen 1992 und 1998 selbst für den FC Bayern spielte.

          Nationalmannschafts-Kapitän Neuer soll über seinen Arbeitgeber nachhaltig verärgert sein und sogar einen Abschied im Sommer 2021 in Betracht ziehen. Nach kicker-Informationen stößt es dem 34-Jährigen sauer auf, dass Inhalte aus den Vertragsverhandlungen an die Öffentlichkeit gelangt sind. Neuer fordert dem Vernehmen nach eine Verlängerung bis Sommer 2025, die Bayern bieten aber nur zwei Jahre plus Option. Dazu soll der Keeper über 20 Millionen Euro brutto Jahresgehalt gefordert haben.

          Für Hamann sind Neuers Forderungen die logische Konsequenz aus der Verpflichtung von Nübel, der im Sommer ablösefrei von Schalke 04 kommt. „Wenn Neuer jetzt sagen sollte: Wenn wir nicht verlängern, dann gehe ich im Sommer, was unwahrscheinlich ist, aber dann stünden die Bayern möglicherweise vor dem Problem, dass sie noch einen Torwart holen müssen. Deswegen ist Manuel Neuer jetzt natürlich in einer sehr starken Position, und die versucht er auszunutzen“, sagte Hamann.

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