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Krise beim FC Bayern : Ein Finale für Kovac

Niko Kovac ist beim FC Bayern dieser Tage in der Bredouille. Bild: dpa

Schon einmal überstand Niko Kovac eine Krise beim FC Bayern. Damals half ihm seine klare, kluge Kommunikation. Nun hat er auch dabei Fehler gemacht. Der Trainer gibt derzeit vor allem die üblichen hilflosen Antworten.

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          Ein 5:1 gegen Bayern gibt es nur einmal im Fußballerleben. Deshalb klebt man gern ein Schleifchen drauf. Der Brasilianer Grafite tat das vor zehn Jahren auf dem Weg zur Wolfsburger Meisterschaft, als er die Bayern-Abwehr austanzte und den Ball per Hacke zum fünften Tor ins Netz kullern ließ. Die Portugiesen André Silva und Goncalo Paciencia taten das am Samstag, als sie den Ball im Duett, beide per Außenrist, zum fünften Tor über die Linie streichelten. Damals war es der Anfang vom Ende für Jürgen Klinsmann. Diesmal sieht es für Niko Kovac nicht viel besser aus. Ein 5:1 gegen Bayern gibt es nur einmal im Trainerleben.

          Bundesliga

          Kovac gibt derzeit vor allem die üblichen hilflosen Antworten: Er sei „nicht naiv“, kenne die „Mechanismen“, wisse, „wie das Geschäft läuft“. Und wie das Geschäft so läuft, wird das Duell mit Borussia Dortmund für Kovac wohl zu einem persönlichen Finalspiel mitten in der Saison. Vielleicht bündelt das Duell mit dem großen Rivalen der letzten Jahre ja noch einmal die auseinanderstrebenden Kräfte. Viel spricht nicht dafür. In Frankfurt sah sein Team nicht mehr aus, als sei es noch seins. Ja, als habe es überhaupt noch einen Trainer.

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