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Neuzugang Douglas Costa : Bayern-Profi reagiert auf „Söldner“-Kritik von Hoeneß

  • Aktualisiert am

Ein alter Bekannter in München: Douglas Costa, hier 2015, spielte schon einmal für den FC Bayern. Bild: AFP

Nach seinem Abgang vor drei Jahren musste sich Fußballprofi Douglas Costa deutliche Worte von Uli Hoeneß gefallen lassen. Nun ist der 30-Jährige zurück beim FC Bayern – und blickt nach vorne.

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          Douglas Costa hat sich bei seiner Rückkehr zum FC Bayern auch zur früheren Kritik von Uli Hoeneß geäußert. Er meinte wohlwollend: „Ich lebe nicht in der Vergangenheit. Was passiert ist, ist für mich vorbei. Das Thema ist erledigt“, sagte der 30-Jährige am Dienstag. Beim Abschied des Brasilianers vor drei Jahren hatte Uli Hoeneß Costa als „ziemlichen Söldner“ bezeichnet, der in München nicht funktioniert habe. Ein Gespräch mit Hoeneß gab es laut Costa nach seiner Rückkehr zum deutschen Fußball-Rekordmeister noch nicht.

          Gemeinsam mit dem spanischen U21-Europameister Marc Roca wurde der Flügelspieler von Sportvorstand Hasan Salihamidzic gerne wieder als Teil des bayerischen Star-Ensembles begrüßt. Beiden winkt das Debüt an diesem Donnerstag im Erstrunden-Match des DFB-Pokals gegen den Fünftligaverein 1. FC Düren.

          „Bin in Italien reifer geworden“

          Von 2015 bis 2017 wirbelte der Flügelspieler bereits für die Münchner. Danach suchte er sein Glück drei Jahre bei Juventus Turin, wo er oft aber nur Ersatz war. „Ich glaube, ich bin in Italien reifer geworden“, befand der Flügelspieler. In seiner ersten Münchner Amtszeit erfreute er die Fans mit reichlich Tricksereien, an die Flügelbosse Franck Ribéry und Arjen Robben reichte er aber nicht heran. In 77 Pflichtspielen gelangen ihm 14 Tore, insgesamt war er an beachtlichen 41 Treffern beteiligt. „Douglas ist eine Waffe im Eins gegen Eins“, sagte Salihamidzic.

          Jetzt soll der 31-malige Nationalspieler wieder Backup sein. Nach Königstransfer Leroy Sané, Serge Gnabry und Kingsley Coman ist er der vierte Mann für die Bayern-Flügel. Dazu halten die Bayern-Verantwortlichen viel vom 17-jährigen Jamal Musiala, der dort ebenfalls eingesetzt werden soll. „Wir sind da jetzt top besetzt“, sagte Salihamidzic.

          Die zwei Neuen in München: Douglas Costa (links) neben Marc Roca (Mitte) und Sportvorstand Hasan Salihamidzic
          Die zwei Neuen in München: Douglas Costa (links) neben Marc Roca (Mitte) und Sportvorstand Hasan Salihamidzic : Bild: Picture-Alliance

          Man habe bei allen Neuzugängen neben den fußballerischen Attributen auch auf „Mentalität und Charakter“ geschaut, betonte Salihamidzic. Hoeneß, mittlerweile Ehrenpräsident, „vertraut uns da, und ich denke, dass er auch da gut reagieren wird“. Zunächst ist Costa, der einst bei seinem Wechsel von Schachtar Donezk rund 23 Millionen Euro kostete und für gut 40 Millionen Euro weiter verkauft wurde, für ein Jahr ausgeliehen.

          Länger hat der defensive Mittelfeldspieler Roca unterschrieben – für fünf Jahre bis einschließlich 30. Juni 2025. „Es ist eine Chance, viel von den großen und besten Spielern zu lernen“, sagte der 23-Jährige. Angeblich kostete er bei der Verpflichtung von Espanyol Barcelona neun Millionen Euro Ablöse.

          Der junge Mann nannte als einen bewunderten Lieblingsspieler Xabi Alonso, der einst mit dem FC Liverpool, Real Madrid und dem FC Bayern große Erfolge bejubelte. „Ich habe mich immer schon orientiert an seiner Spielweise“, sagte Roca mit leuchtenden Augen.

          Leicht lächelnd sprach er nur zu gerne über das 2:8 des FC Barcelona im diesjährigen Champions-League-Viertelfinale gegen seinen neuen Arbeitgeber. Angesichts der Rivalität zwischen Espanyol und Barça habe er sich natürlich gefreut, sagte er. „Aber die Höhe war schon eine Überraschung. Wie Bayern Barcelona überrollt hat, war schon beeindruckend.“

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