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6:1 gegen Bremen : Große Bayern-Show mit Coutinho

  • -Aktualisiert am

Bild: EPA

Bei den jüngsten Niederlagen in der Bundesliga haben die Münchner viele große Chancen und treffen kaum. Gegen Bremen zeigen sie sich wieder sehr effektiv. Dabei ragt vor allem ein Spieler beim FC Bayern heraus.

          2 Min.

          Zunächst mit viel Mühe, aber schließlich doch noch sehr souverän hat der FC Bayern Teil eins seiner vorweihnachtlichen Pflicht erfüllt. Werder Bremen hat auch das 18. Bundesligaspiel in Serie gegen den Rekordmeister verloren und muss sich in der Tabelle weiter nach unten orientieren. Die Münchner rückten mit dem 6:1-Heimsieg immerhin auf einen Champions-League-Platz. Wie zwei Wochen zuvor gegen Bayer Leverkusen geriet die Mannschaft von Trainer Hansi Flick auch dieses Mal in Rückstand, aber Philippe Coutinho (45., 63., 78. Minute), Robert Lewandowski (45./72.) und Thomas Müller (75.) drehten die Partie eindrucksvoll gegen am Ende desolate Bremer. „Das war sein Spiel heute, wie er das gemacht hat, das war überragend, wir brauchen so einen Spieler, ich freue mich sehr, dass er gezeigt hat, wie gut er ist“, sagte Lewandowski anschließend über seinen Teamkollegen Coutinho.

          Bundesliga

          Viele Gedanken über die Aufstellung musste sich Hansi Flick nicht machen. Bei insgesamt sieben Ausfällen blieben ohnehin nur noch zwei Spieler aus dem Profi-Kader für die Bank, es traf Thomas Müller und Ivan Perisic. In die Startelf kehrten im Vergleich zum Tottenham-Spiel David Alaba, Leon Goretzka und Robert Lewandowski zurück. Wie am Mittwoch ergänzten vier Spieler aus der zweiten Mannschaft das Aufgebot.

          Die Taktik der Bremer war schnell klar. Mit zunächst einer Fünferkette in der Abwehr versuchten sie, den Gegner vom eigenen Strafraum fernzuhalten, störten schon weit vor der Sechzehnmeterlinie, um bei Balleroberung mit schnellen Gegenstößen erfolgreich zu sein, denn bei Kontern, das hat sich herumgesprochen in der Bundesliga, sieht der Rekordmeister in dieser Saison nicht besonders gut aus. „Sie können uns überraschen, wenn wir nicht hundertprozentig da sind“, hatte Flick gewarnt – und er sollte zunächst Recht behalten.

          Die Münchner kamen trotz Bremer Mauertaktik in der Anfangsphase zu ein paar Chancen, aber auch dieses Mal stimmte die Präzision im Abschluss erst einmal nicht, oder Bremens Schlussmann Jiri Pavlenka klärte. Lewandowski scheiterte gleich zweimal, Gnabry einmal. Nachdem die ersten brenzligen Situationen überstanden waren, nutzte Bremen die Münchner Ballverluste zu ersten gefährlichen Angriffen. Das erste Mal rutschte Milot Rashica noch aus (9. Minute), beim zweiten aussichtsreichen Versuch gelang ihm die Führung (24.). Die Bayern waren zu weit aufgerückt, als der Ball am Mittelkreis zu Rashica kam, der es auf dem Weg zum Tor nur noch mit Boateng zu tun hatte, aber der Münchner Verteidiger war bereits verwarnt, begleitete deshalb den Bremer nur, statt ihn zu stören und ließ ihn aus 17 Metern schießen. Torhüter Manuel Neuer hatte das Nachsehen.

          Die Bayern reagierten mit wütenden Angriffen. Allerdings waren sie dabei nicht immer geordnet und besonnen, so dass es bis kurz vor der Pause dauerte, ehe Werder wieder ernsthaft in Bedrängnis geriet. Zunächst vergab Lewandowski die nächste Gelegenheit, er scheiterte frei an Pavlenka, dann machte es Philippe Coutinho besser. Der Brasilianer schob den Ball nach einer Flanke von Gnabry aus kurzer Distanz über die Linie zum 1:1 (45.) – und in der Nachspielzeit beendete Lewandowski seine seit drei Spielen torlose Phase. Auf Vorlage von Coutinho traf er aus zehn Metern zum 2:1.

          Die beiden Bayern-Tore vor der Pause zeigten Wirkung bei der Bremer Mannschaft – beeindruckt von der Wende zog sich Werder weit zurück. Die Münchner, bei denen Perisic in der zweiten Halbzeit Boateng ersetzte, hatten das Spiel nun im Griff, aber erst in der 63. Minute sorgte der zweite Treffer von Coutinho für die Entscheidung. Der Brasilianer hob den Ball mit vollendeter Eleganz über Pavenka hinweg zum 3:1 ins Tor. Es kam noch schlimmer für Werder: Lewandowski gelang mit dem 4:1 Saisontreffer Nummer 18, der eingewechselte Müller traf zum 5:1 (785.), und Coutinho krönte seine herausragende Leistung mit dem 6:1 (78.).

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