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8:0 gegen Hamburg : Die Bayern führen den HSV vor

  • -Aktualisiert am

Robert Lewandowski trug einen Dreierpack zum Torfestival bei. Bild: EPA

Diesmal brauchen die Münchner gar keine Nachspielzeit für den Sieg. Gegen einen desolaten HSV siegt der Spitzenreiter 8:0 – und macht Trainer Ancelotti in einem besonderen Spiel ein Geschenk.

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          Das Jubiläumsspiel hätte für Carlo Ancelotti nicht viel besser laufen können. Der FC Bayern gewann am Samstag so hoch wie noch nie in dieser Bundesliga-Saison, die Leistung beim 8:0-Sieg gegen eine allerdings desolat auftretende Mannschaft des Hamburger SV war vielversprechend. Der Auftritt darf den Rekordmeister auf einen erfolgreichen Frühling hoffen lassen – der „Ancelotti-Jahreszeit“, wie der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge die Saison-Endphase bezeichnete. Und in der Münchner Arena reizte den Italiener bei dessen 1000. Pflichtspiel als Trainer auch niemand. Der Mittelfinger von Ancelotti blieb dieses Mal unten.

          Der Hamburger SV hatte sich in den vergangenen Jahren zum Lieblingsgegner des FC Bayern entwickelt. In den vorangegangenen sechs Heimspielen waren den Münchner schon 36 Treffer gelungen, und dreimal Robert Lewandowski, zweimal Kingsley Coman sowie David Alaba, Arjen Robben und Arturo Vidal schraubten die ohnehin schon beachtenswerte Bilanz auf nun 44 Tore. Damit schafften die Münchner mehr als sechs Treffer pro Spiel gegen die Hanseaten in der eigenen Arena.

          Das Schützenfest der Bayern begann am Samstag nach einer guten Anfangsphase der Hamburger in der 17. Minute mit dem Treffer von Vidal. Davor war es Douglas Costa und Alaba mit einem Doppelpass gelungen, die früh störenden Hanseaten zu überlaufen. Alabas Flanke legte dann der eifrige Thomas Müller zurück auf den Chilenen, der René Adler im Tor mit einem allerdings nicht unhaltbaren Flachschuss überwand.

          Bayern-Trainer Ancelotti (rechts) wird reich beschenkt zum 1000. Spiel als Trainer. Bilderstrecke
          Bayern-Trainer Ancelotti (rechts) wird reich beschenkt zum 1000. Spiel als Trainer. :

          Nur 60 Sekunden später traf Robert Lewandowski aus kurzer Distanz die Querlatte. Beim HSV schien danach das in der Rückrunde frisch erworbene Selbstvertrauen plötzlich verschwunden. Statt wie bis dahin forsch aufzutreten in der Münchner Arena, zog sich die Mannschaft von Trainer Markus Gisdol nun weit zurück und eröffnete somit dem FC Bayern weitere Möglichkeiten. Ebenso schwand die Bereitschaft der Hamburger, Zweikämpfe anzunehmen – oder sie gingen ungeschickt zu Werke wie in der 23. Minute, als Mergin Mavraj im Strafraum Müller foulte. Den fälligen Strafstoß verwandelte Lewandowski sicher zum 2:0 (24.). Drei Minuten vor dem Pausenpfiff vollendete der Rekordmeister eine sehr starke erste Hälfte mit dem 3:0 – wieder durch Lewandowski.

          Nach dem Seitenwechsel schienen es die Münchner zunächst ruhiger angehen lassen zu wollen, um Kräfte für das Pokalspiel am Mittwoch gegen den FC Schalke 04 zu schonen. In jener Anfangsphase hatte der HSV auch seine bis dahin beste Torchance, aber Manuel Neuer parierte einen gut geschossenen Freistoß von Michael Gregoritsch aus 20 Metern (50.). Danach war es aber schon wieder vorbei mit dem Münchner Energiesparmodus. Arjen Robbens Schuss aus halblinker Position, den Adler abwehrte, war der Beginn der nächsten bayerischen Sturm- und Drangphase. Mit seinem dritten Treffer an diesem Tag zum 4:0 sendete Lewandowski nebenbei ein deutliches Signal an die Konkurrenten im Kampf um die Torjägerkanone.

          Ancelotti verhinderte, dass der Pole die gute Chance hätte nutzen können, sich nun vor Dortmunds Aubameyang zu setzen. Nachdem Alaba zum 5:0 getroffen hatte (56.), wechselte ihn der Bayern-Trainer gegen Renato Sanchis aus. Das Toreschießen ging bei den Münchnern aber auch ohne Lewandowski weiter. Dem HSV unterliefen nun haarsträubende Fehler in der Defensive, die der aufgeweckte Tabellenführer nutzte. Die Treffer Nummer sechs und sieben in diesem einseitigen Spiel erzielte Kingsley Coman, der für Thiago gekommen war (65., 69.). Schließlich durfte sich auch Robben in die lange Torschützenliste eintragen – mit dem 8:0 (87.) zum Abschluss einer abermals denkwürdigen Partie gegen den HSV, der wieder mitten drin ist im Abstiegskampf.

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