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3:1 bei Mainz 05 : Die Münchner Serientäter sind zufrieden

Jubel in Mainz: die Münchner Pavard (links) und Torschütze Lewandowski Bild: Reuters

Die Münchner werden in Mainz beschenkt und schießen drei frühe Tore. Dann aber lassen sie nach. Dass den Bayern am Ende der sechste Sieg in Serie gelingt, liegt nicht an einer rundum meisterlichen Demonstration.

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          „Es gibt keine Alternative zum Optimismus.“ Das ist ein schönes Motto. Allerdings hatte es Achim Beierlorzer angesichts des bevorstehenden Besuches ein wenig modifiziert. Gegen die Bayern etwas zu holen, sagte der Cheftrainer des FSV Mainz, wäre eine „Sensation“, alles andere das „Normalste der Welt“.

          Bundesliga

          Am Samstagnachmittag stand Beierlorzer dann ziemlich lang im Mainzer Regen und ermutigte seine Mannschaft, ihre Chance in der Offensive zu ergreifen, Leandro Barreiro traf sogar den Pfosten. Das Problem war nur – da stand es schon 0:2 aus Mainzer Sicht, nach nicht einmal einer Viertelstunde und Gegentreffern durch Robert Lewandowski (8. Minute) und Thomas Müller (14.).

          Dass es am Ende 1:3 hieß, nach einem dritten Bayern-Tor durch Thiago (26.) und dem Anschlusstreffer durch Jeremiah St. Juste kurz vor der Pause (45.), war jedoch nicht einer rundum meisterlichen Münchner Demonstration geschuldet. Die Mannschaft von Hansi Flick zeigte zwar zu Beginn die Schärfe und das Selbstvertrauen eines Champions.

          Danach aber begnügte sie sich mit dem Nötigen – vermutlich war es auch ein wenig Zweckrationalismus angesichts des bevorstehenden Duells als neuer Tabellenführer mit RB Leipzig am kommenden Sonntag. „Die ersten 30 Minuten war ich begeistert von meiner Mannschaft“, sagte Flick, der dieselbe Elf wie beim 5:0 gegen Schalke aufs Feld geschickt hatte. „Danach haben wir etwas zu wenig gemacht.“ Mit der Folge, wie Flick hinzufügte, dass die anderen 60 Minuten „weniger Bayern-like“ gewesen seien.

          Insgesamt herrschte jedoch große Zufriedenheit. Es war der sechste Liga-Sieg nacheinander und der achte gar in Mainz. Wobei die Münchner Serientäter zu Beginn gar nicht recht gewusst haben dürften, wie ihnen geschah. Sie schienen die Mainzer Geschwindigkeit, vor der Flick gewarnt hatte, für ein Messer zu halten, in das sie keinesfalls laufen wollten.

          Dann aber war der FSV so freundlich, sich in den eigenen Dolch zu stürzen. Lewandowski kam unbedrängt zum Kopfball – so war der 22. Saisontreffer ein Kinderspiel. Beim zweiten Streich durch Müller reagierte die Mainzer Abwehr nur mit Verzögerung, nachdem Lewandowski und Torwart Zentner zusammengerasselt waren. Für Nummer drei genügte Thiago ein entschlossener Antritt, um an drei Mainzern vorbeizukommen.

          Lewandowski, Müller und der wieder starke Thiago haben nun bei jedem der drei Rückrundensiege getroffen. Der düpierte Pierre Kunde indes feuerte vor Wut seine Handschuhe ins Tor, sein Arbeitstag war wenig später beendet, bei der Auswechslung (32.) verweigerte er Beierlorzer den Handschlag. Nach der Pause versuchten die Mainzer noch nach Kräften, dem Motto ihres Trainers gerecht zu werden. Die Bayern aber vermieden es gerade so, noch einmal Spannung zuzulassen.

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