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5:0 gegen Düsseldorf : Die Bayern treffen nach Lust und Laune

Geballte Dominanz: Die Bayern – hier Serge Gnabry, Benjamin Pavard, Robert Lewandowski – lassen gegen Düsseldorf die Muskeln spielen. Bild: dpa

Die Münchner zeigen sich beim 5:0 gegen Düsseldorf meisterlich. Der achte Titel in Serie rückt wieder ein Stück näher. Robert Lewandowski tilgt beim brillanten Bayern-Sieg die letzte Leerstelle seiner Bilanz.

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          Noch neun Punkte bis zum Meistertitel, noch 16 Tore bis zum Bundesliga-Rekord – die entfesselten Bayern sind wieder ganz bei sich: eine Freude für sich selbst, ein Schrecken für ihre Gegner. Mit einem brillanten 5:0-Sieg gegen Fortuna Düsseldorf vergrößerte der seit 2013 regierende deutsche Meister den Vorsprung auf die erst an diesem Sonntag antretenden Dortmunder zumindest für einen Tag auf zehn Punkte und ließ die Restzweifel am achten Titel in Serie weiter schrumpfen.

          Bundesliga
          Christian Eichler

          Sportkorrespondent in München.

          Nach einem Eigentor von Zanka (15. Minute) und einem Kopfball von Benjamin Pavard (29.) baute Robert Lewandowski mit zwei herrlichen Treffern (43./50.) und nunmehr 29 Saisontoren seine Spitzenposition in der Torjägerliste aus, ehe die Bayern erst nach dem Tor von Alphonso Davies (52.) Gnade mit den Fortunen walten ließen. „Für uns war wichtig, nach dem Dortmund-Spiel zu zeigen, dass wir nicht nachlassen“, sagte Trainer Hansi Flick.

          Schon der Angriff zum ersten Treffer zeigte, mit Ausnahme der etwas glücklichen Vollendung, eine Perfektion, die den richtigen Vorgeschmack auf die folgende Bayern-Gala gab. Im Zickzack von zwei sich kreuzenden Diagonalen flog der Ball aus dem Mittelfeld erst lang auf den linken Flügel, dann, nach einem kurzen Rückpass auf Thomas Müller, schräg durch den Strafraum auf den rechts bis zur Grundlinie durchgelaufenen Serge Gnabry, der den Ball direkt auf den freistehenden Pavard leitete.

          Bei diesem endete die Präzision des Angriffs, er traf den Ball nicht richtig. Doch auf dem Weg ins Toraus prallte das krumm getroffene Spielgerät erst an den Oberschenkel, dann den Oberkörper des Verteidigers Zanka und von dort ins Tor. Pavard, kurzzeitig fälschlich als Torschütze angezeigt, brauchte nicht lang, um sich dann doch rechtmäßig in die Liste einzutragen. Eine Ecke von Joshua Kimmich lenkte er per Kopf zum 2:0 ins Netz.

          Die Bayern ließen von der ersten bis zur letzten Minute nicht locker – genau das, was Flick gefordert hatte. Nach dem Sieg im Spitzenspiel in Dortmund, das die gefühlte, aber eben noch nicht gewonnene Meisterschaft war, hatte er von der Notwendigkeit gesprochen, „die Spannung hochzuhalten“, und gemahnt, man müsse „Dinge einbringen, die wir im letzten Spiel eingebracht haben“ – also genauso gut spielen wie gegen den BVB.

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          Gern auch noch besser. So wie beim dritten Tor kurz vor der Pause, einem Spielzug zum Einrahmen. Ein Traumtor, wie es vielleicht nur in Corona-Zeiten möglich war, in einem Stadion ohne Zuschauer – in dem die Spieler sich auch ohne Blickkontakt, nur durch kurze Zurufe, blind verstehen können.

          Von David Alaba kam der Ball aus dem Mittelfeld scharf auf den Fuß von Lewandowski, der ihn weit vor dem Strafraum mit dem Rücken zum Tor per Hacke zu dem Richtung Tor startenden Kimmich weiterleitete. Dieser legte, am Fünfmeterraum angekommen, den Ball zurück in den toten Winkel auf Müller schräg hinter ihm, ebenso wie dieser das dann mit dem heraneilenden Lewandowski tat – ein No-Look-Tor von Anfang bis Ende. Der Torjäger drückte den Ball ins leere Tor und tilgte mit seinem 230. Bundesligatreffer die letzte Leerstelle seiner Bilanz. Düsseldorf war bis Samstag der einzige der 18 Bundesligaklubs, gegen den er noch nie getroffen hatte.

          Und weil Lewandowski ein solch begnadeter Wiederholungstäter ist – mehr als die Hälfte seiner Bundesligatore schoss er in Spielen, in denen er mindestens doppelt traf –, legte er nur vier Minuten nach der Pause nach, stilgerecht mit der Hacke. Es war keine Angeberei, sondern die einzige Art, wie er die etwas in seinen Rücken kommende Hereingabe von Gnabry aufs Tor bringen konnte. Durch die Beine des bedauernswerten Florian Kastenmaier ging der Ball ins kurze Eck.

          Restlos bedient war der an diesem Abend von Fortuna nicht begünstigte Torwart, als zwei Minuten danach Kevin Stöger den Ball im eigenen Strafraum beim Dribbling an Davies verlor, der sich mit dem 5:0 bedankte. Mit Saisontor 86 ließen die Bayern es dann bewenden – aber wohl nur für diesen Tag. Düsseldorf reichte es auch so. „Den guten Eindruck der letzten Wochen haben wir leider ein bisschen kaputt gemacht“, sagte Trainer Uwe Rösler.

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