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3:1 gegen Ingolstadt : Die Bayern siegen im Schonmodus

  • -Aktualisiert am

Alles im Griff? Gegen Ingolstadt tun sich die Bayern lange schwer Bild: Reuters

Arbeitssieg zum Wiesn-Auftakt: Der FC Bayern besiegt Ingolstadt – zeigt sich aber in der Defensive allzu nachlässig. Dass die Münchner am Ende die Tabellenspitze zurückerobern, liegt nicht zuletzt an zwei seltenen Torschützen.

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          Die weiße Weste ist der FC Bayern los, allerdings kann er damit gut leben. Denn der aufmüpfige FC Ingolstadt hat gegen den Meister zwar das Kunststück geschafft, ein Tor zu erzielen, aber zu mehr reichte es in der Münchner Arena nicht. Die Bayern schafften mit dem 3:1 den sechsten Sieg im sechsten Pflichtspiel. Dass sie im bayerischen Derby mehr Mühe als erwartet hatten, lag an der eigenen teilweise etwas lässigen Spielweise und am mutigen Auftritt des Gegners, der durch Dario Lazcano sogar in Führung ging (8.), ehe die Münchner durch Robert Lewandowski (13.), Xabi Alonso (50.) und Rafinha (84.) das Spiel drehten.

          Die Radikal-Rotation – neben David Alaba, Thomas Müller und Philipp Lahm, die wegen eines Magen-Darminfektes fehlten, war am Spieltag auch der erkältete Mats Hummels ausgefallen, dazu saßen Thiago und Douglas Costa zunächst nur auf der Bank - tat dem Bayern-Spiel zunächst nicht gut. Ungewöhnlich viele Fehlpässe, ein etwas zu lässiges Angriffsspiel und gelegentlich zu wenig Bewegung gegen die früh pressenden Gäste brachten die Münchner öfters in Schwierigkeiten, als ihnen lieb war.

          Die Erlösung: Xabi Alonso erzielt das 2:1 für die Münchner Bilderstrecke
          Die Erlösung: Xabi Alonso erzielt das 2:1 für die Münchner :

          Der Ingolstädter Trainer Markus Kauczinksi hatte versprochen, dass sich seine Mannschaft nicht einschüchtern lassen werde. Das beherzigte der FC Ingolstadt über weite Strecken in der ersten Hälfte – und ganz besonders in der achten Minute. Die Münchner agierten bei einem Ballverlust etwas schläfrig und attackierten weder Matthew Leckie noch Dario Lazcano, der aus halblinker Position im Strafraum schoss. Nationaltorhüter Manuel Neuer war chancenlos beim ersten Gegentreffer der Saison.

          Der Favorit erhöhte nach dem 0:1-Rückstand zwar sofort Tempo und Engagement, aber nur so lange, bis Robert Lewandowski nach feinen Pass von Franck Ribery zum 1:1 traf (13.). Erst die Einwechslung von Costa zur zweiten Halbzeit brachte die nächste Spielbelebung bei den Bayern, die offenbar mit dem Vorsatz aus der Kabine gekommen waren, ein Zeichen gegen die aufmüpfigen Gäste zu setzen. In der 50. Minute versuchte es Xabi Alonso wie beim Saisonauftakt gegen Bremen aus der Distanz – und wie Ende August landete auch dieses Mal der Ball im Tor.

          Die Ingolstädter agierten nach dem Rückstand aber anders als viele Gegner in der Münchner Arena. Statt sich zurückziehen, spielten sie weiter mutig mit und kamen durch Leckie und den eingewechselten Lukas Hinterseer zu guten Ausgleichschancen, ehe Rafinha nach einem langen Pass von Rückkehrer Jerome Boateng mit dem 3:1 (84.) den Schlusspunkt setzte.

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