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Spätes 1:0 gegen Augsburg : Schwung macht beim FC Bayern nur einer

Direkt mit großem Einfluss: Kingsley Coman (rechts) kam von der Bank. Bild: dpa

Wie schon bei der Niederlage im Viertelfinale der Champions League läuft bei den Münchnern auch in der Bundesliga gegen Augsburg nicht viel zusammen. Den Unterschied macht dieses Mal ein Einwechselspieler.

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          In der 65. Minute hat Julian Nagelsmann, der Fußballtrainer des FC Bayern München, einen Spieler eingewechselt, den er eigentlich später einwechseln wollte. Einen, der einen entscheidenden Einfluss haben könnte, ob seine Elf in der Champions League gegen den FC Villarreal gewinnt, ein Team, das taktisch und technisch kompetenter zu sein scheint als mindestens 17 Mannschaften in der Bundesliga. Aber gegen den FC Augsburg? Das sollten Robert Lewandowski, Thomas Müller, Leroy Sané und Serge Gnabry doch schaffen. Sie stellte Nagelsmann an diesem Samstag in seine Startformation. In der 65. Minute stand es aber immer noch 0:0. Dann schickte er Kingsley Coman ins Spiel.

          Bundesliga
          Christopher Meltzer
          Sportkorrespondent in München.

          So gut wie der Franzose ist momentan kein Münchner Stürmer in Form. Seine Haken mit dem Ball sind „Ankle Breaker“. So sagt man im Basketball, wenn ein Spieler so schnell die Richtung wechselt, dass sein Gegenspieler das Gleichgewicht verliert – und manchmal sogar auf den Boden fällt. In der 74. Minute führte Coman am Strafraumeck so einen Haken vor, schoss den Ball danach aber mit dem rechten Fuß flach am rechten Pfosten vorbei. Acht Minuten später fiel dann das Tor des Tages. Es sagt aber alles über die Leistung des FC Bayern, dass weder Coman noch einer seiner Mitspieler denn entscheidenden Einfluss darauf hatte.

          Es war der Augsburger Innenverteidiger Reece Oxford, der einen eher harmlosen Kopfball von Robert Lewandowski im Strafraum mit dem ausgestreckten Arm aufgehalten hat. Ohne Absicht, aber nicht ohne Folgen. Auf Hinweis des Videoassistenten sah sich der Schiedsrichter Patrick Ittrich die Szene am Bildschirm an – und zeigte danach auf den Elfmeterpunkt, wo Lewandowski sich Ball hinlegte und im Tor versenkte.

          Am Samstagnachmittag hat der FC Bayern in seiner ausverkauften Arena – erstmals in diesem Jahr durften alle 75.000 Plätze vergeben werden – 1:0 gegen den FC Augsburg gewonnen und in der Tabelle den Neun-Punkte-Vorsprung vor Borussia Dortmund verteidigt. Das war’s dann aber schon mit den mutmachenden Erkenntnissen vor dem Viertelfinalrückspiel gegen Villarreal am nächsten Dienstag. Wobei, eines sagte Nagelsmann in der Pressekonferenz noch: „Sabi und King haben uns heute die drei Punkte beschert.“

          Sabi und King – das sind Marcel Sabitzer und eben Kingsley Coman. Der eine wird trotz guter Leistung gegen Augsburg gegen Villarreal sehr wahrscheinlich nicht von Anfang spielen. Der andere schon. Man konnte schließlich sofort sehen, wie Coman das Spiel der Bayern verändert. Nicht wegen seiner Flanke vor dem Handspiel. Sondern wegen seiner Schnelligkeit, die das größte Problem der ersten Halbzeit behob: zu „geringe Spielgeschwindigkeit mit Ball“. So sagte es jedenfalls Julian Nagelsmann. Am Dienstag sollte es dieses Problem nicht geben. Sonst hätte Nagelsmann eines. In der 65. Minute wird er Kingsley Coman dann nicht mehr einwechseln können.

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