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1:1 in Freiburg : Die Bayern stolpern im Titelrennen

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Die Schmerzen des Kapitäns: Thomas Müller und die Bayern spielen remis in Freiburg. Bild: dpa

Vor dem Topspiel gegen Dortmund müssen die Münchner Platz eins wieder abgeben. In Freiburg kommen sie nicht über ein Remis hinaus. Dabei haben sie kurz vor Schluss die riesige Chance zum Sieg.

          Eine Woche vor dem Spiel der Spiele gegen Borussia Dortmund hat sich der FC Bayern München beim 1:1 in Freiburg einen schwächeren Auftritt gegönnt. Die zwei verlorenen Punkte taten doppelt weh, weil der Meister dadurch die Tabellenführung verlor. Zeitgleich eroberte der BVB mit dem 2:0 über den VfL Wolfsburg Platz eins zurück. Dem Sportclub waren die Münchner Befindlichkeiten egal. Er feierte das Remis wie schon das 1:1 in der Hinrunde wie einen Sieg. Die frühe 1:0-Führung durch Höler (3.) konnte Lewandowski lediglich egalisieren (22.).

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          Als so mancher Bayern-Star, voran Nationalspieler Kimmich, noch den Eindruck erweckte, als wäre er auf einen Cappuccino nach Freiburg gekommen, hatten die Südbadener dem Rekordmeister schon einen eingeschenkt. Schlafmützig ließen die Münchner den an diesem sonnigen Samstag besonders dynamischen Linksverteidiger Günter flanken, und ebenso verträumt sahen die ausgemusterten Nationalspieler Hummels und Boateng zu, wie Höler, ein exzellenter Vertreter des von Oberschenkelproblemen geplagten Petersen, mit einem plazierten Kopfball das 1:0 erzielte. Torhüter Ulreich, der für den an einer Wadenverletzung leidenden Neuer im Tor stand, war machtlos.

          Er beflügelte den Außenseiter zu einem rasanten Konterfußball, der den Freiburgern immer wieder große Gelegenheiten verschaffte. Mit Günters Tempo bei dessen Sololauf über vierzig Meter kam kein Spieler aus der Mannschaft von Trainer Niko Kovac mit. Zum Glück für die zuvor in dreizehn der vergangenen vierzehn Ligaduellen siegreichen Münchner konnte Boateng auf der Torlinie Frantz‘ Abschluss blocken (18.).

          Auf der anderen Seite erspielte sich die langsam auf Touren gekommene Offensive der Bayern angesichts eines Ballbesitzes von rund siebzig Prozent mehr und mehr Chancen. Doch Goretzka (5./31.) wie auch Hummels (27.) verfehlten das Ziel knapp. Treffsicher wie fast immer war in der ersten Hälfte nur der Pole Robert Lewandowski, der das 1:1, sein 19. Saisontor, auf sehenswerte Weise schoss: volley und per Seitfallzieher.

          Die Bayern spielten sich in der zweiten Hälfte vor dem Tor der Freiburger fest, ohne dabei einen genialen Einfall zu haben. Und wenn es mal bedrohlich für den SC wurde, war Torhüter Schwolow zur Stelle, wie bei den Schüssen von Kimmich (49.), Boateng, Goretzka (66.) und Gnabry (71.). Als Lewandowski auch noch die letzte große Gelegenheit vergeben hatte (90.+1) – der Pole köpfte den Ball völlig freistehend aus drei Metern am Tor vorbei –, war die Münchner Enttäuschung perfekt.

          Das 1:1 – Robert Lewandowski gelingt artistisch der Ausgleich für die Bayern.

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