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Bundesliga-Finale 2019 : Die Lage bei den Bayern spitzt sich zu

  • Aktualisiert am

Viele gesunde Spieler hat Bayern-Coach Hansi Flick nicht mehr zur Verfügung. Bild: dpa

Nach dem Ende der Hinrunde wollen die Münchner entscheiden, ob es mit Interimstrainer Hansi Flick weitergeht. Zuvor steht ihnen ein Kraftakt bevor, denn vor dem Spiel gegen Wolfsburg ist die Personalsituation extrem angespannt.

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          Beim Umtrunk mit Glühwein prosteten sich auch Hansi Flick und Hasan Salihamidzic zu, aber noch nicht auf die allseits erwartete weitere Zusammenarbeit als Cheftrainer und Sportdirektor. Bevor es beim FC Bayern um personelle Zukunftsfragen geht, soll an diesem Samstag (15.30 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Bundesliga und bei Sky) im letzten Fußballspiel des Jahres gegen den in München immer gern gesehenen VfL Wolfsburg erst noch der von Flick aufgestellte Wochenplan erfolgreich abgearbeitet werden.

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          „Wir wollen die Hinrunde mit einem Heimsieg abschließen und uns von unseren Fans mit tollen 90 Minuten verabschieden“, sagte der 54 Jahre alte Coach, der in der zehnten Partie unter seiner Leitung den achten Sieg anstrebt. Nach dem 6:1 gegen Bremen und dem in der Nachspielzeit erzwungenen 3:1 in Freiburg soll in der englischen Woche ein drittes Mal gejubelt werden. „Wir hatten uns nach den zwei Niederlagen (gegen Leverkusen und Gladbach) vorgenommen, die letzten drei Spiele mit neun Punkten abzuschließen“, sagte Flick zur internen Zielsetzung.

          Am Freitag luden das Trainerteam um Flick und Salihamidzic die ständigen Medienbegleiter des Rekordmeisters auf dem Vereinsgelände noch zu einem kleinen Jahresabschluss mit Glühwein und Stollen ein. Es war eine Aktion, die zum empathischen Flick passt, der dem oft sehr aufgeregten FC Bayern mit seiner Gelassenheit sehr gut tut.

          Unaufgeregt geht der 54-Jährige auch mit seiner Zukunft um. Über die mögliche Laufzeit einer längeren Cheftrainer-Tätigkeit und etwaigen Transferwünschen im Winter verlor Flick auch am Freitag kein Wort. „Das sind alles Dinge, die wir nach dem Spiel besprechen“, sagte er. Es wäre eine echte Überraschung, wenn Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge und Sportdirektor Salihamidzic nicht zeitnah eine Fortsetzung der Cheftrainer-Tätigkeit von Flick in der Rückrunde verkünden würden. Zumal auch die Münchner Profis dafür votieren.

          Zunächst steht aber ein letzter Kraftakt gegen die Wolfsburger bevor, die bei bislang 22 Gastspielen in München noch nie gewannen und nur zwei Punkte holten. Große Gedanken bei der Aufstellung muss sich Flick nicht machen, da ihm aus dem Profikader nur elf gesunde Feldspieler zur Verfügung stehen. Thiago muss eine Gelb-Sperre absitzen, Leon Goretzka und Corentin Tolisso fallen mit muskulären Problemen weiter aus. David Alaba soll trotz einer Knöchel-Prellung in der Innenverteidigung auflaufen können.

          Auch Bundesliga-Toptorjäger Robert Lewandowski wird dabei sein. Der polnische Nationalspieler (19 Saisontore) hat eine Leistenoperation bis zur Winterpause verschoben. Der Eingriff wird gleich nach dem letzten Spiel am Samstagabend vorgenommen. „Wir wollen keine Zeit verlieren“, sagte Flick. Die Pause danach soll nur zehn bis 14 Tage betragen.

          Die Bayern können zwar nicht mehr Herbstmeister werden. Aber sie wollen in Lauerstellung bleiben und mit maximal vier Punkten Rückstand auf das Führungsduo RB Leipzig und Borussia Mönchengladbach in den kurzen Winterurlaub gehen. „Wir haben große Ziele in der Saison“, sagte David Alaba unter dem Eindruck des späten Erfolges in Freiburg, den Kapitän Manuel Neuer als „Sieg des Willens“ rühmte.

          „Das zeigt einfach, was für ein Team wir haben, was für einen Geist, was für einen Charakter“, schwärmte Alaba. Der 18 Jahre alte Joshua Zirkzee bewahrte die Bayern im Breisgau mit seinem ersten Liga-Tor zum 2:1 vor einem Rückschlag. Der junge Holländer wird auch gegen Wolfsburg wieder als Joker auf der Bank sitzen – für alle Fälle.

          Die Hinrunde mit dem Trainerwechsel und vielen Verletzungen hat Spuren hinterlassen beim Rekordmeister. Gegen Wolfsburg sollen laut Flick noch einmal „alle Körner“ mobilisiert werden. „Die Pause wird uns sicherlich gut tun, weil es mental nicht einfach war in der Hinrunde“, sagte Alaba. Am 4. Januar geht es dann wieder los mit dem Trainingslager in Qatar – zu 99,9 Prozent mit Flick als Chefcoach.

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