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Niederlage gegen Leverkusen : Ein Abend mit lauter Nieten für die Bayern

Diesmal traf Robert Lewandowski nicht für die Bayern. Bild: AFP

Es schien unter Hansi Flick alles wunderbar zu sein. Dann kommt das 1:2 gegen Leverkusen. Die Flitterwochen beim FC Bayern scheinen erstmal vorbei. Und manches erinnert an eine Zeit, die man hinter sich glaubte.

          3 Min.

          Die Geschichte dieses verrückten Spiels ist mit zwei Szenen erzählt. Die eine kurz vor dem Pausenpfiff, die andere kurz danach. Letzte Aktion der ersten Halbzeit: Serge Gnabry läuft allein auf Torwart Lukas Hradecky zu und hat noch Verstärkung dabei, Thomas Müller und Ivan Perisic. So viele Optionen! Oder zu viele? Gnabry braucht, als Hradecky ihm keine Seite anbietet, ein bisschen, um sich zu entscheiden. Spät passt er nach links auf Perisic – und dann noch eine Spur unscharf, ungenau. So braucht der Kollege zwei Kontakte, um den Ball zu kontrollieren. Als der endlich bereit liegt, ins leere Tor geschoben zu werden, fliegt von hinten Lars Bender heran, der Leverkusener Kapitän. Er grätscht Perisic den Ball vom Fuß und lässt sich feiern. Die Bayern-Fans stöhnen fassungslos auf. Sie haben das sicherste Tor seit Jahren gesehen, das die Bayern nicht schossen.

          Bundesliga
          Christian Eichler
          Sportkorrespondent in München.

          Während Gnabry & Co. kopfschüttelnd in die Kabine trotten, wird auf dem Rasen der Arena ein Adventskalender von der Größe eines Strafraums ausgelegt, zur Pausenunterhaltung des Publikums. Er verheißt einigen ausgewählten Fans bezahlte Auswärtsreisen, signierte Trikots und andere schöne Preise – wozu die für das Gewinnspiel Bereitstehenden nur einen Ball über eine Strecke von vielleicht zwanzig Metern auf den riesigen Kalender kicken müssen. Doch es scheint wie verhext. Mal stoppt der Ball kurz vor dem riesigen Kalender, mal rollt er zu weit. Und der einzige Versuch, der doch im riesigen Karree landete, bleibt genau zwischen zweien der 24 Kalendertürchen liegen. Ein Abend mit lauter Nieten.

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