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Bestmarke bei Zu-Null-Spielen : Neuers neuer Rekord

  • Aktualisiert am

Zupackender Typ: Bayerns Towart Manuel Neuer Bild: dpa

Bayern-Torwart Neuer bleibt im Derby beim FC Augsburg endlich mal wieder ohne Gegentor und übernimmt eine Bestmarke von seinem Vorgänger Kahn. Dabei hat er Glück, dass Finnbogason zu genau zielt.

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          Manuel Neuer umarmte erleichtert seinen persönlichen Torwartcoach Toni Tapalovic. Nach fast drei Monaten hielt der Welttorhüter in der Fußball-Bundesliga endlich wieder zu Null, und durfte sich danach sogar über eine Bestmarke freuen. 196 Spiele ohne Gegentreffer, das hatte vor Neuer nur „Titan“ Oliver Kahn geschafft.

          Bundesliga

          Ein besonderer Rekord? „Das ist deshalb besonders, weil wir nur ein Tor vorne gemacht und damit die drei Punkte gesichert haben“, sagte der Kapitän von Bayern München nach dem 1:0 (1:0) im Derby beim FC Augsburg und strahlte. Der künftige Bayern-Boss Kahn brauchte für seine Marke 557 Spiele (für den Karlsruher SC und die Bayern), der frühere Schalker Neuer nur 422. „Man muss ja immer versuchen, besser zu werden“, sagte Neuer schmunzelnd.

          Zumal der 34-Jährige auch mit dem Glück im Bunde war: Der Augsburger Alfred Finnbogason hatte ihn bei seinem Handelfmeter schon verladen, traf aber nur den Pfosten (76.). Danach war der sonst so sichere Elfmeterschütze untröstlich; „Den muss ich machen, da gibt es keine Entschuldigung“. Es war der erste Fehlschuss des Isländers vom Punkt in der Bundesliga überhaupt. Seit März 2016 hatte Finnbogason alle seine neun Versuche verwandelt und auch im Pokal per Strafstoß getroffen. Das letzte Mal einen Elfmeter in einem Pflichtspiel vergeben hatte er im März 2013 noch im Trikot des niederländischen Klubs SC Heerenveen.

          „Alfred ist normalerweise ein richtig guter Schütze, leider macht er ihn heute nicht. Es ist bitter, dass wir mit leeren Händen dastehen“, haderte Augsburgs Manager Stefan Reuter. Trainer Heiko Herrlich nannte es „ärgerlich“, dass den Schwaben dadurch ein möglicher Zähler entgangen war, betonte aber angesichts der Leistungssteigerung in Hälfte zwei: „Wenn wir mit der Mentalität spielen, werden wir auch wieder punkten.“

          Neuer bekannte seinerseits, dass der Tabellenführer eine schwache zweite Halbzeit gezeigt hatte: „Das war ein bisschen zu wenig von uns. Wir mussten mit Mann und Maus hinten kämpfen“, so Neuer, der aber auch anführte, dass die vergangenen Monate mit dem engen Spielkalender schwierig für den Kopf waren: „Körperlich bin ich fit, aber es ist schon viel, was wir abgespult haben.“

          Glück des Torwarts, Pech des Schützen: Alfred Finnbogason (r.) hatte Neuer verladen, traf aber den Pfosten
          Glück des Torwarts, Pech des Schützen: Alfred Finnbogason (r.) hatte Neuer verladen, traf aber den Pfosten : Bild: dpa

          Nach zwei Niederlagen und zwei knappen Siegen gegen Freiburg (2:1) und Augsburg müsse man aber „nicht alles schlecht reden“. Die beiden Erfolge, betonte er bei Sky, seien „ein Zeichen für die Konkurrenz“ gewesen. Genau wie die Null.

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